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Egal welchem Wild sie nachstellen -
weitjagende, spurtreue und scharfe Hunde erleichtern die Sache ungemein
und sind letztendlich gerade aus der Sicht der tierschützerischen Aspekte
unumgänglich. Ein guter,
schärfster Jagdhund wird sie am wehrhaften Wild (vor allem Sauen) in brenzligen
Situationen sogar vor Verletzungen bewahren.Darum
sind es gerade die rebellischen, schwerführigen Rabauken, welche mir besonders
am Herzen liegen.
Und ihnen, allen voran meinem treuen
Xell v. Rühl (Kuno), widme ich diesen Artikel rund um einige Begebenheiten,
welche sich zwischen Nov. 2000 und Jänner 2001 zugetragen haben.
Kunos
Meisterprüfung
Cirka 2,5 km Riemenarbeit mit 26 Std. Stehzeit
liegen hinter uns.
Mehrmals musste ich, nachdem mein Rüde
Kuno („Xell v. Rühl, DW 94-789) etliche hundert Meter ohne Kontrollpunkt
hinter sich gebracht hatte, zum letzten Verweiserpunkt zurückgreifen und
den Hund neu ansetzen. Jedes Mal wiederholte er die erstgewählte Route.
Selbst abspringende Rehe konnten ihn von seinem
Tun nicht abbringen und beharrlich arbeitete er im gespannten Riemen voran.Nun
sind meine Knie vom Schlehdorn zerstochen und meine Kraft fast am Ende.
Wieder geht es auf allen Vieren durch einen Schlehdorndschungel. Der Rüde
wird heftiger. Wir kommen danach auf eine fast mannshohe Brache.
Die Nackenhaare des Jagdgefährten sträuben
sich - da steht der Hosenflicker wie aus dem Nichts vor uns.
Ich lasse den Riemen aus, Kuno wird zur
Seite geschlagen und der Basse nimmt mit wetzendem Gebrech mich ins Visier.Unmöglich,
an den geschulterten Stutzen heranzukommen. „Fass!“, und der Treue tut
das seine am Schlögl und bremst so den Angriff.
„Aus, aus!!!!!“, Kuno weicht seitlich weg
und die 9,3-Vollmantel ist auf der Reise.
Da liegt der Keiler 7 m vor mir. Der Kampfgefährte
hinten dran. „Guter Hund, braver Rüde“, ich stürme mit ausgebreiteten
Armen auf den Treuen los. Da wird der Watz neuerlich
hoch.
–Stürmisch
wieder retour. Doch Kuno beweist erneut sein Torerokönnen und hält. “In
aller Ruhe“ suche ich die ideale Schussposition. „Lass` los, mein Rüd!“,
und die 18,5 g beenden das “Spiel“.
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