Pfarrkirche und Pfarre Tulln - St. Stephan
Johannes Nepomuk-Altar in der linken Seitenkapelle
Johannes von Nepomuk-Altar
Hier klicken für Informationen über eine Johannes von Nepomukbruderschaft in Tulln
und eine Beschreibung des Altars von Frau Walpurga Oppeker
Für die folgenden Fotos liegt das Copyright bei H. Sallmutter

Hochaltar
Hochaltar

Steinigung des Stephanus
Hochaltarbild (Steinigung des Stephanus

Kanzel
Kanzel

Apsis
Blick nach vorn

Marienaltar
Marienaltar (Verkündigung)

Seitenaltar rechts vorn
Lucienaltar


Thomasaltar

Orgeldetail
Orgeldetail

Orgel
Orgel





Unsere Orgel:
Disposition und Entstehungsgeschichte unserer Orgel.
Aus der Festschrift anlässlich der Orgelweihe
am 26. Dezember 1960.
Die Vorgänger der Orgel.

Für obige Fotos liegt das Copyright bei H. Sallmutter

Stadtpfarrkirche Tulln - St. Stephan
St. Stephan

Karner
Karner zu St. Stephan

Minoritenkirche
Minoritenkirche

Maria Heimsuchung
Wallfahrtskirche Frauenhofen
'Mariä Heimsuchung'


Geschichte der Pfarre:
Schon in römischer Zeit gab es hier Christen. Die 'Vita Severini' belegt nach 450  eine Christengemeinde, wahrscheinlich mit Sakralraum. Severin selbst kam wenigstens zwei Mal nach Tulln. Siehe Pfarre St. Severin!
Die Stiftung der Pfarre und auch der Kirche erfolgte 1014 durch Kaiser Heinrich II., der dem Bischof von Passau fünf Plätze im zentralen Niederösterreich, darunter auch Tulln, zur Errichtung der neuen Pfarrstruktur überließ und dies auch wirtschaftlich durch ein Königsgut solide fundierte.
Pfarrkirche und Pfarrhof wurden 'außerhalb der Stadt' (gemeint ist die Siedlung im früheren Kastell), also am heutigen Platz, gestiftet.
Tulln wurde Mittelpunkt einer Großpfarre und eines Dekanates; in der Neuzeit wurde die Pfarre die Pfründe eines Passauer Weihbischofs für Niederösterreich (bis 1785). Jetzt gehören Pfarre und Dekanat zum Bistum St. Pölten.

Baugeschichte der Stadtpfarrkirche:
Romanischer Bau: Wahrscheinlich wurde bald nach 1014 mit einem Kirchenbau begonnen. Fundamentreste belegen einen Bau des 11. Jahrhunderts. Er war so groß wie das heutige Mittelschiff, hatte ein Chorquadrat und wahrscheinlich eine Apsis. Im 12. Jahrhundert wurde eine dreischiffige romanische Pfeilerbasilika ohne Querschiff mit Apsiden im Osten errichtet, und aus einer zweiten Bauphase stammt das mächtige Westwerk mit dem Westtor und dem Unterbau beider Türme. Die drei Schiffe hatten eine flache Holzdecke.
Ende des 13. Jahrhunderts wurde das Mittelschiff in der heutigen Form (frühgotischer Bettelordensstil) neu gebaut.
Gotische Umbauten: Im 14. Jahrhundert dürfte ein großzügiger Umbau im gotischen Stil geplant gewesen sein. Errichtet wurden aber damals nur der heutige Hochchor und die nördliche Seitenkapelle. Nach einem Brand 1491 erfolgte die Einwölbung des Hauptschiffes und der Seitenschiffe, allerdings in einer sparsameren Ausführung als ursprünglich geplant. Damals wurden auch die romanischen Fenster vermauert und die großen Öffnungen in die Mauer geschlagen.
1590 beschädigte ein Erdbeben die Kirche. Die nördliche Seitenkapelle und die Mauern des Seitenschiffes neigten sich nach außen und mussten durch Stützbauten an der Außenseite gesichert werden; auch der Nordturm wurde stark beschädigt.
1635 wurde der heute noch bestehende Musikchor eingebaut.
Barocker Umbau: Nach einem Stadtbrand 1752 wurden die Turmkörper erhöht und erhielten die heutigen Dächer; für die Feuerwache wurde ein Auslug auf einem Schwibbogen zwischen den Türmen errichtet. Damals entstanden auch die beiden Seitenkapellen. Zu Ende des 18. Jahrhunderts wurde die Kirche barock eingerichtet.
Danach gab es nur mehr
Renovierungen: 1835 Bodendeckung mit Kehlheimer Platten; 1907 Gestaltung des Westtores; 1953 Innenrenovierung; 1968 Außenrenovierung; 1979 Grabungen (Entdeckung römischer Überreste, dann Einbau neuer Kirchenbänke unter Verwendung der barocken Wangen, Heizung und Beschallung); 1989 Neueindeckung des Daches und der Turmhelme; 1999 neue Färbelung im Inneren, bessere Beleuchtung und Beschallung, Freilegung der frühgotischen Steinpfeiler im Hauptschiff.

Diese Angaben sind der Broschüre 'Kirchliche Bauwerke der Pfarre St. Stephan in Tulln' entnommen.


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