ARGE Schöpfungsverantwortung fordert die Einführung von ÖkosteuernAnfang Jänner 1999 schloss sich eine kleine Gruppe von 6 Organisationen, unter ihnen die ARGE Schöpfungsverantwortung zur Plattform "Ökosteuern jetzt" zusammen, mit dem gemeinsamen Ziel dem Thema ökosoziale Steuerreform wieder zu Aktualität zu verhelfen. Im Rahmen einer Pressekonferenz am 18.1.1999 stellten die Referenten der mittlerweile auf 50 Organisationen (aus den Bereichen Arbeitnehmer, Jugend, Kirche, Umwelt und Wirtschaft) angewachsenen Plattform das gemeinsame Manifest vor. Gleichzeitig präsentierte je ein Vertreter einer jeden Organisation den anwesenden Journalisten je ein Argument zur Unterstützung der Plattform.
Entsprechend unserem Auftrag für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung versuchen wir als ARGE Schöpfungsverantwortung mit der Teilnahme an dieser Aktion der gedankenlosen Ressourcen-Vernichtung entgegenzuwirken. Mit gezielter Aufklärungsarbeit wollen wir besonders unter der christlichen Bevölkerung das Bewusstsein schaffen, dass Ökosteuern keine neue Belastung sondern eine Umverteilung zur Schaffung eines sozial verträglichen Energiespar- Modells darstellen. Die von uns geforderte finanzielle Begünstigung des Einsatzes von erneuerbaren Energieträgern würde als positiven Nebeneffekt auch die Schaffung zahlreicher Arbeitsplätze bedeuten. So gibt es Schätzungen des deutschen Arbeits- und Sozialministers, dassdurch eine Reduktion des Gesamtenergieverbrauches um 10% etwa 90.000 neue Arbeitsplätze bereitgestellt werden könnten.
Die ARGE Schöpfungsverantwortung hat zum Thema Ressourcen-Schonung bereits seit Jahren immer wieder Stellung bezogen. Mit dem Ziel die Kirche auf den Weg zu einer nachhaltigen Energieversorgung zu bringen, versuchen wir standhaft die kirchlichen Entscheidungsträger mit fundierter Argumentation und dem Aufzeigen von Missständen zu einem Umdenken zu bewegen. Mit den Mitteln der Bewusstseinsschaffung und durch Hilfestellung innerhalb der Gemeinden sind wir bemüht, den Weg der kirchlichen Umweltarbeit ständig fortzuführen.
So haben wir etwa im Jahr 1996 im Erzbischöflichen Palais ein Klimasymposium unter dem Titel "Die Kirche auf dem Weg zu einer nachhaltigen Energieversorgung" abgehalten, an dem namhafte Persönlichkeiten u.a. aus dem wissenschaftlichen Beirat der ARGE SVA als Referenten zur Verfügung standen.
Einen Erfolg unseres ständigen Bemühens stellte schließlich die Zusage des Umweltministeriums dar, auf alle Alternativenergie-Maßnahmen in kirchlichen Einrichtungen eine Förderung in der Höhe von 30% der Gesamtkosten zu erhalten. Trotz intensiver Bewerbung wurde diese Maßnahme leider bisher so gut wie gar nicht wahrgenommen.