Am 10.1.2004 zog
John, ein Neufi in Not, bei uns ein.
Wir konnten uns noch nicht für einen Welpen entschließen, obwohl wir
wußten, daß irgendwann wieder ein Neufundländer mit uns leben würde, die
Trauer und Sehnsucht nach Balou ist immer noch sehr groß.
Ein überraschender Anruf am 8.1., daß ein neues Heim für einen 10 Monate
alten Rüden dringend gesucht wurde, bescherte uns John.
Es gab kein langes Hin u. Herüberlegen, wir hatten mit Balou ein
wunderschönes Leben und nun sollte dieser Neufi auch Liebe und
Familienleben kennenlernen.
Wir wurden auch informiert, daß er sehr "naturbelassen" ist und Null
Erziehung hat, hinzu kommt, daß John ein Riesenbaby ist, Schulterhöhe 74
cm und er wiegt an die 70 Kilogramm, was die Erziehung nicht gerade
leichter macht.
Er wurde von seiner Züchterin aus seinem ehemaligen "Zuhause" weggeholt,
sein Fell dürfte unglaublich verwahrlost gewesen sein, aber das ist
nicht so wichtig. Traurig ist, daß John gar nichts kannte, ihm hat
nichts gehört, kein Spielzeug, er besaß kein Halsband, keine Leine, er
war seinen "Menschen" nichts wert.
Er kennt keine Wohnung, springt gegen Türen, versucht über den Zaun zu
klettern, würde auch aus einem offenen Fenster fallen, springt auf
Tische, Couch, Betten, Waschmuschel, etc.
John fängt an uns zu vertrauen u. in den wenigen Tagen die er bei uns
ist, hat er ein bißchen gelernt, es sind die kleinen Schritte, aber das
ist schon sehr viel.
Er ist sehr liebesbedürftig und ein großer Schmuser, Gott sei Dank hat
er trotz Allem sein freundliches Wesen behalten.
Es liegt noch ein weiter Weg vor uns und es wird nicht einfach werden,
John hat diese Chance verdient und wir werden es gemeinsam schaffen.
Was seine Vorbesitzer verdient haben, dazu wollen wir uns lieber nicht
äußern.