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Nischenstrategie

Nischenstrategie stellt neben Leistungsdifferenzierung und Kostenführerschaft eine dritte strategische Möglichkeit zur Produktpositionierung dar. Während man sich bei den ersten beiden Möglichkeiten voll dem mittlerweile globalisierten Wettbewerb stellen muss, wählt man sich bei der Nischenstrategie ganz bewusst eine Marktnische aus. Marktnischen können sich ergeben als:

nach BENZ [1], S.11 ff. .

zu 1): Eine Marktnische kann sich durch die Konzentration auf ganz bestimmte Abnehmergruppen ergeben, wenn z.B. durch Imagepflege diese Kundengruppe genau dieses eine Produkt nachfragt. Als Beispiel könnte man die Harley Davidson Motorräder nennen. Diese Kundengruppe würde niemals ein anderes Motorrad (billiger?, bessere Leistungsmerkmale?) nehmen. Trotz des globalen Motorradmarktes gibt es daher in diesem Segment eigentliche keine Konkurrenz.

zu 2): Eine Marktnische kann sich besipielsweise durch ganz spezielle Produkte, welche nicht für den Massenmarkt bestimmt sind, mit kleineren Stückzahlen ergeben. Der Verfasser dieser Homepage hat im Rahmen seiner Disseratation und der damit im Zusammenhang stehenden Unternehmensbefragung zwei Unternehmen dieser Kategorie kennen gelernt [5] . Im einen Fall handelt es sich um ein wirtschaftlich sehr erfolgreiches Unternehmen der Branchen Elektronik und Präzisionsmaschinenbau mit Kleinserienfertigung, welches ausschließlich technologisch äußerst hochwertige Produkte herstellt, welche nicht für den Massenmarkt bestimmt sind (Beispiel extrem genaues Temperaturerfassungsgerät). aufgrund der zu erwartenden geringen Stückzahl ist dieser Markt für Massenanbieter nicht interessant. Ähnliches gilt auch für ein zweites Unternehmen aus der Metallbranche, welches sehr erfolgreich sehr komplexe kundenspezifische Kommissionierungssysteme (Sortier- und Fördersysteme) für spezielle Kundengruppen (z.B. aus dem Bereich Pharma-Industrie und Großversand) herstellt. Aufgrund niedriger Stückzahlen und typisch kundenspeziefischer Vorgaben / Knowhow ist dies für die üblichen Anbieter von Standard Maschinbau- & Elektronikanlagen wenig interessant. Ein Beispiel für die Konzentration auf spezielle Produkte aus der Automobilbranche wären Ferrari oder Masserati. Hier gibt es auch die Überschneidung zur Gruppe 1 "bestimmte Abnehmergruppen".

zu 3): Ein Beispiel für eine solche örtlich/ räumlich begrenzte Marktnische wäre beispielsweise im Textilbereich die Produktion hochwertiger Trachtenmoden. Weitere Vorteile können sein, dass der Anbieter vor Ort und bekannt ist (z.B. Handwerker in der Ortschaft) und/ oder keine Sprachbarrieren existieren.



Hinweis: Auf Dauer gilt jedoch auch für die Nische das, was auch für den globalisierten Markt gilt, insbesondere dann, wenn es innerhalb der Nische auch wieder Mitanbieter gibt: Der Anbieter muss auch innerhalb der Nische entweder aufgrund einer Differenzierungssstrategie besonders vom Mitanbieter abheben oder aber um längerfristig erfolgreich zu sein eine Kostenführerschaft entwickeln.

FMEA- QM-tools Link zu Marktsegment/ Marktnische


Link zu interessantem Beitrag in www.qm-infocenter.de QZ Jahrgang 55 (2010) Heft 12 zum Them: Wo die Reise hingeht- Strategie Autoren: Schmidt W. und Vieregge R. Stichworte: Das Entwickeln und Ausschöpfen von Business-Potenzialen, Planung und Strategie und Potenziale entwickeln.


Literaturhinweise

  1. Benz, Ch.: "Qualitätsplanung Operative Umsetzung strategischer Ziele", Pocket Power, Carl Hanser Verlag München, 2008 ISBN- 978-3-446-41368-9
  2. Danzer, H.H.: "Qualitätsmanagement im Verdrängungswettbewerb" TAW-Verlag Wuppertal ISBN 3-930526-01-8 und Verlag Industrielle Organisation Zürich 1995 ISBN 3-85743-979-3
  3. Porter, M.: Wettbewerbsstrategie. 6.Aufl., Frankfurt/M, 1990 zitiert bei /201/
  4. Vollert, K.: "Grundlagen des strategischen Marketing; Komparative Konkurrenzvorteile aufbauen und erhalten", 3.Auflage, Verlag P.C.=.Bayreuth,2004 ISBN 3-936299-39-0
  5. Viertler, F.: "Die QME-FMEA Methode zur Einführung eines normenkonformen Lean-Quality-Management-System nach DIN ISO 9000 ff." Dissertation, eigereicht 1999 an der Fakultät für Maschinenbau der TU Graz; Link zur Kurzfassung dieser Dissertation (Erscheinungsjahr 1999)