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Kundenforderungen durch systematische Methoden auf ein vernüftiges Maß reduzieren

Für eine systematische Weiterverarbeitung der Qualitätsforderungen sind diese auf ein vernünftiges maß (maximal 20) zu reduzieren.

In der Produktplanungsebene, Merkmals-Beziehungsmatrix sind diese systematisch in technische Merkmale zu übertragen.

Das Ergebnis dieser Betrachtungen ist das kundenahe formulierte Anforderungsprofil an das Produkt oder die Dienstleistung.

Informationen auf das Wesentliche reduzieren

Informationen selektieren und auf das Wesentliche beschränken: Während man in diesem Abschnitten bestrebt war, eine möglichst umfassende Sammlung von Anforderungen zu erhalten, diese auf Vollständigkeit zu überprüfen und zu ergänzen, so stellen diese Kundenwünsche bzw. -forderungen doch nur die Informations-Rohdaten dar.

In einer systematischen Entwurfsmethode kann man sich jedoch mit unscharf (weil in der Sprache des Kunden) formulierten Kundenwünschen nicht zufrieden geben. und systematisiert werden. Erst dann besitzt man jene Inputdaten, welche zur weiteren Verwendung brauchbar sind. Das Ergebnis dieses Arbeitsschrittes mit einem auf das Wesentliche reduzierten Profil der Kundenforderungen wird dann als das kundengerechte Anforderungsprofil, die darin enthaltenen Kriterien als Qualitätsforderung bezeichnet, welche alle wesentlichen Qualitäts- Einzelforderungen an das Produkt beinhaltet. Wie die Auswahl selbst zu erfolgen hat, nach welchen Kriterien vorzugehen ist, kann bei MAURER ( [5] S.161 ff.) nachgelesen werden. Auch die Rahmenbedingungen gehören zu den Inputdaten, welche (möglichst vollständig) ermittelt werden sollen.

QFD Methode
Im vorliegenden Abschnitt müssen also die Informations-Rohdaten auf das Wesentliche beschränkt werden.

Näheres zur QFD-Methode siehe hier.

Die weitere Bearbeitung der Kundenforderungen und deren Überführung in Qualitätsmerkmale erfolgt mit Hilfe der QFD-Beziehungsmatrix (House of Quality). Die für (eine händische) Bearbeitung der Matrix sinnvolle Matrixgröße von ca. 25 x 25 Elementen sollte angestrebt werden, was immerhin 625 Kombinationsmöglichkeiten bedeutet. Wird die Anzahl der Elemente überschritten, kann man die Matrizen unterteilen (MAURER [5] S.182). Eine gerade noch beherrschbare Anzahl von Anforderungen liegt in der Größenordnung von max. ca. 60 bis 70 Kriterien (MAURER [5] S.161). Eine noch größere Anzahl an Forderungen wäre (händisch) nur mehr schwer zu handhaben und eine weitere Bearbeitung dieser Forderungen würde zu unübersichtlich. Da in der Praxis auch eine wesentlich größere Anzahl von Qualitätsforderungen und Qualitätsmerkmalen auftreten kann, ist eine Partitionierung (d.h. Aufteilung) der Beziehungsmatrix in kleinere Untermatrizen (mit der Größe 30x30) erforderlich.

Beispiel einer derartigen Analyse eines Herstellers von Funksteuerungen für Modellflugzeuge:

Um einen Eindruck vom Umfang einer solchen noch nicht strukturierten und selektierten Liste von Forderungen zu erhalten, wird auf eine Analyse verwiesen, wo aus 95 primären, direkt vom Kunden stammenden Aussagen mehr als 1200 Anforderungen an das Produkt abgeleitet wurden (vergl. AKAO [1] zitiert bei (MAURER [5] S.162). Dies ist gleichzeitig auch ein Hinweis dafür, dass die Anwendung solcher Methoden nur mehr mit EDV-Unterstützung sinnvoll ist!

Erst das so ermittelte Anforderungsprofil mit einer signifikanten Auswahl an kundennahe formulierter Qualitätsforderungen stellen somit geeignete Ausgangsdaten bzw. Inputdaten für die QFD- Beziehungsmatrix dar.


Literaturhinweise

  1. Maurer,K.: "PRA-Produkt Risiko Analyse", Dissertation an der TU Graz 1994, Fak.f.Maschinenbau, Inst.Fertigungstechnik
  2. Maurer,K.: "PRA-Produkt Risiko Analyse- Qualität im Produkt-Design", Inst.Fertigungstechnik der TU Graz 1994