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Designvorgaben für Transport, Verpackung und Lagerung

Normen siehe hier.

Hinsichtlich Transportierbarkeit und Verpackung gibt es diverse Vorschriften und Normen zu beachten. Aktuell ist die Berücksichtigung der gesetzlichen Verpackungsverordnung; Beispielsweise in Deutschland das "Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz (KrW-/AbfG).

Spezifizierung der Transportierbarkeit/ Verpackungsvorgaben

Abhängig von der Art der Produkte (z.B. Größe, Zerbrechlichkeit usw.) ist die geeignete Verpackung und das geeignete Transportmittel zu finden. Eine Beschädigung des Produktes während des Transportes muss weitgehend ausgeschlossen werden. Diese Transportsicherheit ist in der Regel nicht extra Bestandteil des Liefervertrages und ist demzufolge durch den Zulieferanten selbst sicherzustellen. Die richtige Verpackung und der Transport sperriger Möbelstücke ist beispielsweise im Möbelhandel von zentraler Bedeutung und ist bereits integrierter Bestandteil des Designablaufes. Ziel ist dabei die Zerlegbarkeit auf Größen, welche "tragbar" sind (das bedeutet Gewichtsbeschränkungen) bzw. mit dem eigenen Pkw transportierbar sind (Gewicht, Abmessungen). Im Konsumgüterbereich ist es beispielsweise dem Verfasser schon mehrfach passiert, dass Geräte nach dem Auspacken Kratzer, Beulen, Absplitterungen oder ähnliche Transportschäden aufgewiesen haben. Die verwendete Kartonpackung war in diesen Fällen also offensichtlich unzureichend. Die Zweckmäßigkeit und Funktionstüchtigkeit einer Verpackung sowie das Auffinden und das Berücksichtigen irgendwie gearteter Transportbeschränkungen gehört also mit zu den Designaufgaben. Auswahl und Herstellung einer geeigneten Verpackung bzw. eines geeigneten Verpackungsmaterials werden heute zunehmend an Spezial-Verpackungsfirmen delegiert.

Transportbeschränkungen

Aus dem Bereich Elektromaschinenbau und Anlagenbau sind beispielsweise Transportbeschränkungen bekannt, wo das Bahnprofil (oder Tunnelprofil), sowie Gewichtsbeschränkungen von Zubringerstraßen die maximalen Abmessungen sowie das zulässige Transportgewicht von Anlagenkomponenten beschränken. Fallweise müssen Teile einzeln transportiert und vor Ort wieder zusammengesetzt werden. Im Qualitätsmanagement kommen den Transportprozessen heute eine große Bedeutung zu. Das beste Produkt ist für den Empfänger wertlos, wenn es defekt an seinem Bestimmungsort anlangt. Auch die Transportversicherung ändert daran nichts. Ebenso wenig sind überdimensionierte Verpackungen der richtige Ausweg. Hilfreich können Transportsimulationen sein. Häufige Ursachen für Transportschäden sind Stoßbelastungen, die während eines Transportes auf das Transportgut einwirken. Um genaue Kenntnis über Schwachstellen im Transportprozess zu bekommen, werden deshalb heute moderne Datenaufzeichnungsgeräte verwendet, welche eine lückenlose Aufzeichnung der Transportparameter (Stoßbelastung, Temperatur, Feuchte usw.) während des gesamten Transportes erlauben. Dabei zeigen die gewonnenen Erkenntnisse, dass ein Großteil der Stoßbelastungen während des Ladens/Umladens/Entladens erfolgen. Zu berücksichtigen sind dabei stets Stoßamplitude und Stoßdauer. Über die Annahme eines zentralen, elastischen Stoßes ergeben sich damit Rückschlüsse auf den Stoß-Energieinhalt. Weiters sind die Dämpfungseigenschaften des Transportgutes zu beachten (FELLMANN [96]) .

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Literaturhinweise

  1. Danzer, H.H.: "Qualitätsmanagement im Verdrängungswettbewerb- Der Schlüssel zum Überleben im Käufermarkt" TAW-Verlag Wuppertal ISBN 3-930526-01-8 und Verlag Industrielle Organisation Zürich 1995 ISBN 3-85743-979-3
  2. Fellmann, K.H.: "Transportprozesse überwachen", QZ 40, 1995, Heft 11, S.1288