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Konstruktions- K-FMEA- Fehler-Möglichkeits- und Einfluß-Analyse

Normen hier

Näheres zu FMEA hier

S- FMEA Produkt- und System- FMEA Entwurfsphase
K- FMEA Konstruktions- oder Entwicklungs-FMEA Entwicklungsphase
P- FMEA Prozess-FMEA Produktionsplanungsphase
(MASING [9] S.429 ff.), (MAURER [10] S.38 u. S.58 ff.), (DANZER [1] S.93 ff.)

Produktentwicklungsphase
Produktentwicklung
Berechnung
Konstruktion
Konstruktions- FMEA
Abklärung der Konstruktionsrisiken
Technisch/ wirtschaftliche Auswahl
von Lösungsvarianten
Zuverlässigkeitsplanung
Prototypen- Herstellung
Prototypen- Erprobung
Qualitätsnachweisplan

Ziel u. Zweck: In der Phase der Auswahl der Lösungsvarianten sind nach MAURER [10] noch mögliche Risiken durch eine Konstruktions- K-FMEA abzuschätzen. In der Entwicklungsphase ist eine Risikoabschätzung mittels einer Konstruktions- K-FMEA zur präventiven Vermeidung von Risiken und zur Auswahl verschiedener Lösungsvarianten notwendig. (DANZER [1],S.93ff.).

Querverweis: ISO 9004-1:1994 Kap. 8.5 Designqualifikation und Validierung "...Eine Bewertung (des Design Prozesses) kann die Form analytischer Methoden nannehmen wie etwa eine FMEA- Fehlermöglichkeits- und Einflußanalyse..."

Hinweis: Die im Rahmen der Designqualifizierung und -validierung geforderte Designprüfung mittels FMEA wird im Zuge der Designentwicklung zeitlich als Teil einer späteren formalen Designüberprüfung vorweggenommen.

Die Konstruktions- K -FMEA wird von der Prozess- FMEA unterschieden. Während erstere auf das Konstruktionsziel ausgerichtet ist, sollen durch letztere die herstellungsbedingten Risiken aufgespürt und bewertet werden.

Die Konstruktions- K- FMEA ist ein hervorragendes Werkzeug, den Punkt der Norm "..die für eine einwandfreie Funktion des Produktes entscheidend sind..", und die kritischen Produktbereiche aufzuzeigen.

Technisch/ wirtschaftliche Auswahl von Lösungsvarianten
Die Konstruktions- K- FMEA kann dazu dienen, aus mehreren, gleich weit ausgearbeiten Lösungsvorschlägen eine Lösung auswählen. Die Bewertung von Lösungsvarianten wiederum kann durch eine Variantenbewertungsmatrix erfolgen. Mittels einer K-FMEA werden Risikopotentiale der Lösungsvarianten aufgedeckt (MAURER [10] S.101 ff.). Aufbauend auf diese Ergebnisse erfolgt die Entwicklung von Ideen und die Ausarbeitung von Lösungsalternativen, mit denen die vorgegebenen Zielsetzungen erreicht werden können. Den Abschluss bildet die Bewertung und anschließend die Auswahl einer Lösungsvariante. In der Phase der Auswahl der Lösungsvarianten sind nun noch mögliche Risiken durch eine Konstruktions- K-FMEA abzuschätzen. Abschließend liegen dann die Konstruktionsunterlagen, wie Zusammenstellung und Detailzeichnungen, Stücklisten usw. vor. Diese dienen als Basis für die nächste, die Realisierungsphase, in welcher die Fertigungsunterlagen ausgearbeitet werden.

Risikoabschätzung im Rahmen einer Designvalisierung
Die K-FMEA kann jedoch auch Teil einer Designvalidierung sein. Der Verein der deutschen Automobilindustrie (VDA) verlangt... von Zulieferanten die Durchführung von Konstruktions- FMEA's. Mit der Konstruktions- FMEA kann erst nach Vorliegen konkreter Konstruktionsprinzipien und -unterlagen begonnen werden und muss spätestens mit der Freigabe der Konstruktionszeichnungen für die Serienfertigung abgeschlossen sein (WEBER [13] S.69). Üblicherweise wird eine Risikoprioritätszahl RPZ größer als 125 als kritisch angesehen, während nach WEBER RPZ < 40 keiner weiterer Beachtung bedürfen (WEBER [13] S.73). Es gibt eine umfangreiche Literatur zur FMEA- Methode, beispielsweise [1], [7], [8], [9], ([10], S.58), [12].

In der Entwicklungsphase ist eine Risikoabschätzung (Konstruktions- FMEA) zur preventiven Vermeidung von Risiken und zur Auswahl verschiedener Lösungsvarianten notwendig.


Mögliche Designrisiken durch eine nicht oder nicht ausreichend durchgeführte Konstruktions- FMEA hier


Literaturhinweise

  1. Danzer, H.H.: "Qualitätsmanagement im Verdrängungswettbewerb" TAW-Verlag Wuppertal ISBN 3-930526-01-8 und Verlag Industrielle Organisation Zürich 1995 ISBN 3-85743-979-3
  2. DIN 25 419 :"Ereignisablaufanalyse, Verfahren, graphische Symbole und Auswertung"
  3. DIN 25 424:"Fehlerbaumanalyse, Methoden und Bildzeichen", Juni 1977
  4. DIN 25448:"Ausfalleffektanalyse", Juni 1980
  5. DIN 69 910:"Wertanalyse-begriffe, Methoden", Ausgabe November 1973
  6. Geiger, W.:"Qualitätslehre, Einführung, Systematik, Terminologie", 2.Auflage, Vieweg Verlag, 1994
  7. Kistner,W.: "FMEA noch besser anwenden", QZ 41, 1996, Heft 7, S.827 bis 830
  8. Laakmann, J.; Reinecke,B.: "FMEA-Rationelles Gestalten des Methodeneinsatzes überfällig- Probleme im praktischen Einsatz und deren Bewältigung]", QZ 37, 1992, Heft 11, S.668 bis 671
  9. Masing, W.:"Handbuch der Qualitätssicherung", Herausgeber Prof. Masing, 2.Auflage, Carl Hanser Verlag München Wien, 1988
  10. Maurer,K.: "PRA-Produkt Risiko Analyse", Dissertation an der TU Graz 1994, Fak.f.Maschinenbau, Inst.Fertigungstechnik
  11. Maurer,K.: "PRA-Produkt Risiko Analyse- Qualität im Produkt-Design", Inst.Fertigungstechnik der TU Graz 1994
  12. VDA, Bd.4: Sicherung der Qualität vor Serieneinsatz, 2.überarb.Auflage 1986, VDA Verlag Frankfurt
  13. Weber,M.: "Qualitätssicherung bei produktionssynchroner Zulieferung dargestellt am Beispiel der Automobilindustrie", Dissertation, eingereicht im März 1991 an der Fakultät für Maschinenbau der TU Graz (25.000/2346/A Bibliothek der TU Graz)