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Produktentwicklungsabschluss (Review)
Designergebnis im engeren Sinne (Produktdokumentation):

Norm siehe hier.

Review des Ergebnisses
Technische Dokumentation des Ergebnisses

Das Entwicklungsergebnis muss einerseits hinsichtlich der Entwicklungsvorgaben einem Review unterzogen werden und andererseits das Ergebnis im Sinne einer geeigneten Produktdokumentation beschrieben bzw. dokumentiert werden.

Review des Ergebnisses

Der Entwicklungsabschluss (als Ende der Entwicklung) soll(te) selbstverständlich das gewünschte Produkt/ die gewünschte Dienstleistung als Ergebnis erbringen. Dieser Entwicklungsabschluss muss aber auch formal dokumentiert werden. Mit anderen Worten muss auch formal nachgewiesen werden, dass das Entwicklungsergebnis die Kundenwünsche bzw. Entwicklungsvorgaben erfüllt (bzw. welche Vorgaben in welchem Ausmaß erfüllt werden). Um diesen Nachweis zu erbringen bedarf es eines mehrstufigen Vorgehens.

Meilensteine und Haltepunkte
des Entwicklungsprozesses

Funktionsmuster/ Qualifikationsmuster
Design- Prüfung (Review)
Design- Verifizierung
Design- validierung und -qualifizierung
Analyse der Entwicklungskosten

Zu Meilensteinen und Haltepunkten
des Entwicklungsprozesses

Näheres zu Meilensteinen und Haltepunkten siehe hier.

Zu Funktionsmustern/ Qualifikationsmustern

Ergänzend hierzu kann auch ein Prototyp den gelungenen Designprozeß vorläufig abschließen. Die als Funktionsmuster für Kundenbemusterungen benötigen Produkte können unter noch nicht endgültigen Bedingungen gefertigt werden. Für einen Qualifikationsprozess benötigte Produkte müssen jedoch einer bereits weitgehend stabilen fertigung entstammen.

Näheres zu Funktionsmustern/ Kundenmustern/ Qualifikationsmustern siehe hier.
Näheres zu Prototypen siehe hier.

Zur Design- Prüfung (Review)

Entwicklungsergebnisse sind in Spezifikationen darzustellen. Diese müssen die geforderten Vorgaben erfüllen, inklusive der gesetzlichen Auflagen. Für die Prüfung sind entsprechende Kriterien festzulegen. Qualitätsmerkmale für gesetzliche Auflagen (Sicherheit) und für kundenspezifische Forderungen sind zu kennzeichnen (kundenkritische Qualitätsmerkmale) (WITTIG [5] S.57).

Zur Design- Verifizierung

Eng verbunden mit dem Produkt als Designergebnis sind auch die hierzu notwendigen Prozesse, Fertigungsverfahren und Einrichtungen, Prüfverfahren usw. Diese Meinung wird auch in der Norm ISO 9000-Teil2:1993 geteilt, wo es unter Punkt 4.4.1 "Designlenkung" heißt: "Bei der Betrachtung der Designlenkung ist es wichtig zu berücksichtigen, dass die Designfunktion auf die verschiedensten Facetten der Tätigkeit in unterschiedlichen Arten und Zeitmaßstäben angewandt werden kann. Solche Facetten betreffen sowohl Produkte einschließlich Dienstleistungen und Software als auch das mit dem Produktdesign verbundene Prozeßdesign. Der Lieferant sollte alle Phasen des Designfunktionsprozesses betrachten, für welche beherrschte Verfahren notwendig sind."

Zur Design- Validierung und -Qualifizierung

Zur Analyse der Entwicklungskosten

Technische Dokumentation

Daneben gehört aber genauso zum Entwicklungsabschluss das Vorliegen einer geeigneten technischen Dokumentation (einerseits für den Kunden (= Spezifikation, technische Produktbeschreibung usw.), andererseits die geeigneten technischen Beschreibungen zur Herstellung des Produktes.

"Designergebnisse im engeren Sinn" sind die technischen Dokumente, welche das Design hinreichend beschreiben, und welche in weiterer Folge für die Beschaffung, die Produktion, die Montage/Installierung oder den Kundendienst verwendet werden [ISO 9000-Teil 2:1993 Pkt.4.4.4 "Designergebnis"].

Hinweis

Technische Produktdokumentationen sollen auch Angaben zu den Sollwerten für die Leistungsmerkmale, zu Toleranzen und beigefügten Merkmale enthalten. Weiters sollen sie Angaben zu Maximalwerten kritischer Produktmerkmale enthalten. Ebenso enthalten müssen Hinweise auf funktionsfremde Produktnutzung enthalten sein (Sicherheitshinweise).

Technische Dokumentation des Ergebnisses

Dass das Designergebnis dokumentiert werden muss, steht sehr klar in der ISO 9001- Norm. Man kann hier von der "technischen Produktdokumentation" und dem "Designergebnis im engeren Sinne" sprechen.

gewünschtes Produkt/ gewünschte Dienstleistung
Technische Dokumentation
Prototyp/ Funktionsmuster

  • Näheres zu Einsatz- und Umgebungsbedingungen siehe hier

    Die Forderungen nach umweltgerechter Produktgestaltung (vergl."Qualitätsmerkmal Einsatz- und Umweltbedingungen") haben auch Auswirkungen auf die Gestaltung der Produktdokumentation. Der Konstrukteur ist aufgefordert, in der Produktdokumentation Fragen nach einer möglichen Wiederverwendung von Komponenten, Fragen zu recyclingfähigen Produktteilen und zu recyclingerschwerenden Stoffen oder Gefahrenpotentialen sowie Fragen zur leichteren Zerlegbarkeit der Produkte am Lebensdauerende zu beantworten (KNAPP [4]).

    Design-/Produktänderungen oder Design-/Produktvarianten: (Ausreichende/angemessene) Darstellung des Designergebnisses inkl. der zugehörigen Berechnungen und Analysen. Designdokumentation

    Eine Produktdokumentation und deren Änderungsdienst gehören zusammen. Dementsprechend gelten auch für das Versagensrisiko bei Änderungen die selben Argumente wie bei der Erstellung der Dokumentation selbst.

    Hinweis: Die Produktunterlagen müssen nach der erfolgten Designprüfung freigegeben werden, dh. einer dokumentierten Freigabeprozedur unterzogen werden. Ebenso unterliegen Änderungen der Produktunterlagen einem Änderungsdienst.Dokumentationsänderungen müssen den Produkten eindeutig zuordenbar sein, sodaß eine spätere Rückverfolgbarkeit (vergl. "Kennzeichnung und Rückverfolgbarkeit") gewährleistet ist.

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    Literaturhinweise

    1. Danzer, H.H.: "Qualitätsmanagement im Verdrängungswettbewerb" TAW-Verlag Wuppertal ISBN 3-930526-01-8 und Verlag Industrielle Organisation Zürich 1995 ISBN 3-85743-979-3
    2. Geiger, W.:"Qualitätslehre, Einführung, Systematik, Terminologie", 2.Auflage, Vieweg Verlag, 1994
    3. Masing, W.:"Handbuch der Qualitätssicherung", Herausgeber Prof. Masing, 2.Auflage, Carl Hanser Verlag München Wien, 1988
    4. Knapp,O.; Jansen, H.: "Umweltgedanken bei der Produktentwicklung", etz Bd.114, 1993, Heft 22, S.1386 bis 1389
    5. Wittig, K.J.:"Qualitätsmanagement in der Praxis; DIN-ISO 9000, Lean Production, Total Quality Management, Einführung eines QM-Systems im Unternehmen", B.G.Teubner Verlag Stuttgart