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Statistische Versuchsplanung

Ziel: Das Ziel lautet, Prozesse robust und beherrschbar machen.

Für die Auslegung und Optimierung von Prozessen kommt die statistische Versuchsplanung in Betracht. Von Bedeutung ist, dass bereits in der Gestaltungsphase auf ein robustes Design geachtet wird. Darunter wird eine Gestaltung der Bauteile verstanden, die das Produkt gegenüber Störgrößen und Prozessschwankungen relativ unempfindlich macht. Das Ergebnis von vorangegangenen Schritten (Konzept, Gestaltung) sind häufig Prototypen, die die Zielvorgaben im ersten Anlauf nur eingeschränkt erreichen und auf Fertigungsstreuungen sensibel reagieren. In der Entwicklung zur Serienreife sind daher geeignete Maßnahmen zu setzen, um daraus ein

Produkt zu machen.

Produkt- Prozessabhängigkeit ist mathematisch beschreibbar

Für den Fall, daß das Problem mittels mathematischem Modell beschreibbar ist, können alle Arten der mathematischen Optimierungsmodelle wie "Finite Elemente Berechnungen" oder "Simulationsverfahren" zum Einsatz kommen.

Produkt- Prozessabhängigkeit ist mathematisch nicht beschreibbar

Im allgemeinen sind die Probleme jedoch so komplex, daß eine mathematische Modellierung nicht möglich ist oder mathematische Modelle nur unter sehr vereinfachenden Annahmen möglich sind. In solchen Fällen wendet man meist das ISHIKAWA-Diagramm oder auch 4M-Diagramm an, welches eine sehr übersichtliche Visualisierung der Ursache-Wirkung-Beziehungen ergibt ([2], S.49ff.) ist dann die statistische Versuchsplanung die geeignete Methode

Über statistische Versuchsplanung gibt es eine Menge Literatur [1], [2]. Ein Vergleich der unterschiedlichen Methoden "Klassisch", "Taguchi" und "Shainin" wird in [] vollzogen. Die Anwendung der statistischen Versuchsmethodik in Zeiten schlanker Produktion wird in [4] ausführlich behandelt. Für welche Methode man sich letztlich entscheidet wird sehr unterschiedlich gehandhabt. Lediglich die klassische orthogonale Versuchsplan erfordert größere mathematische Kenntnisse, während die Methode nach Taguchi einfacher und mehr "nach Rezept" angewendet wird.


Literaturhinweise

  1. Danzer, H.H.: "Qualitätsmanagement im Verdrängungswettbewerb- Der Schlüssel zum Überleben im Käufermarkt" TAW-Verlag Wuppertal ISBN 3-930526-01-8 und Verlag Industrielle Organisation Zürich 1995 ISBN 3-85743-979-3
  2. Danzer,H.H.:"Qualitätsmanagement", Vorlesungsskriptum TU Graz
  3. Nedeß, Ch.; Holst, G.: " Hilfen für die statistische Versuchsplanung?- Taguchis orthogonale Felder und lineare Graphen, Teil 1", QZ 37, 1992, Heft 2, S.93-97
  4. Holst, G.; Nedeß Ch.: " Statistische Versuchsmethodik in Zeiten schlanker Produktion", QZ 39, 1994, Heft 7, S. 756-761