www.caq4-qualitätsmanagement.com Hier gehts zu caq4- Produkt-, Prozess-, Qualitätsmanagement, Phasenmodell der Produktentstehung, Qualitycheck, Risikomanagement        www.qualitätsmanagement-suchen.com
    ® Copyright 2010        War diese Website für Sie hilfreich?     Kontakt:   info.caq4@utanet.at


Prüfmerkmale

Prüfplanung
Designprüfbarkeit
Prüfmerkmale/Prüfspezifikation
Prüfplan
Annahme und Rückweisekriterien
Prüfsoftware Entwicklung von
Prüfhardware
    - Prüfschablonen
    - Gut/Schlecht Referenzen
    - Prüfsysteme

Ziel und Zweck: Prüfmerkmale müssen möglichst systematisch aus Qualitätsmerkmalen und Kundenforderungen abgeleitet werden.

Vorgaben für Prüfmerkmale

Eine erste Aufgabe der Prüfentwicklung ist die Festlegung der Prüfmerkmale (attributive oder kontinuierliche Prüfmerkmale), wobei der Aspekt der Prüfbarkeit zu berücksichtigen ist. Prüfvorgaben, Gut-/Schlechtkriterien sowie die Annahme- und Rückweisekriterien sind festzulegen. Ebenso ist festzulegen, ob Stichrobenprüfungen (mit Festlegung des Stichprobenplans) oder 100 % Prüfungen erfolgen sollen. Weiters festzulegen sind die Verantwortlichkeiten sowie die Häufigkeiten der Prüfungen. Die Art der Datendokumentation sowie Datenauswertung mit den gegebenenfalls erforderlichen Maßnahmen sind ebenfalls festzulegen.

Einige Voraussetzungen bezüglich Qualitätsmerkmale für die Prüfplanung

Häufig bereits im Zuge der Auftragserteilung oder während der Produkt-/ Prozessentwicklung unter Einbeziehung sehr mächtiger Methoden wie der QFD-Quality Function Deployement-Methode oder der FMEA-Methode geschehen die auch für die Prüfplanung wichtigen Festlegungen

Zuerst müssen Qualitätsmerkmale samt Sollwerten bzw. Spezifikationswerten definiert werden. Dies geschieht häufig im Zuge der Auftragserteilung (Akquisition; Prüfspezifikation) oder bei der Festlegung der Qualitätsmerkmale während der Produktentwicklung.

Nicht alle Qualitätsmerkmale haben die gleiche Wertigkeit, d.h. Auswirkung für den Kunden. Eine mächtige Methode, die Wertigkeit einzelner Qualitätsforderungen in Bezug auf die Kundenforderungen festzulegen, ist die QFD- Quality Function Deployment- Methode. Weiters werden Qualitätsmermale mit hohem Risikopotenzial (in Bezug auf die Kundenforderungen) mit Hilfe der FMEA- Methode ermittelt. Solcherart als kritisch eingestufte Qualitätsforderungen werden bei der Abstimmung der Prüfmerkmale (Prüfspezifikation) festgelegt.

Ganz allgemein gilt festzulegen, warum und was überhaupt geprüft werden soll. Ganz sicher reicht die alleinige Prüfung der Produktmerkmale ohne eine wirkungsvolle Prozesslenkung nicht aus. Bei einem solchen Vorgehen blieben in Ermangelung anderer Möglichkeiten nur Sortierprüfungen oder Attributive Prüfungen ("Gut/Schlecht"-Auswahlsprüfungen). Automatisch wird mit dieser früher häufigen Methode viel Ausschuss produziert.

Um dies zu vermeiden ist es unumgänglich, die Zusammenhänge der für den Kunden relevanten Qualitätsmerkmale und den Prozessmerkmalen besser zu verstehen. Auch für die Prozessregelbarkeit ist dies unumgänglich. Ein ausreichendes Verständnis der Prozessreaktionen auf Einfluss- und Störgrössen, sowie die Prozessbeherrschbarkeit und Prozessfähigkeit müssen gvorhanden sein. Hier sind die ausschlaggebenden Prozessmerkmale zur Prozesssteuerung heranzuziehen. Die Prozesse und Prozesszusammenhänge sollten in ihren Auswirkungen auf das Produkt soweit bekannt und verstanden sein, dass eine Messung einzelner Prozess- und Produktmerkmale nur mehr zu deren Darlegung bzw. als Nachweis nötig sind. Und (nur!!) in Ausnahmefällen und auschließlich in Ermangelung anderer Möglichkeiten sollten einzelne Produkte mit bestimmten Produkteigenschaften über Sortierprüfungen herausgefiltert werden.

Systematische Herleitung der Prüfmerkmale aus den Qualitätsmerkmalen (Kundenforderungen) durch die QFD- Quality Function Deployement- methode PHASE 4a

Voraussetzung für eine zielführende Prüfplanung sind definierte Qualitätsmerkmale mitsamt deren Ziel- und Spezifikationswerten. Diese Qualitätsforderungen an das Produkt werden im Rahmen der Qualitätsplanung schon beim Auftragseingang oder am Begin der Entwicklungsarbeit festgelegt. Dabei sind nun für den Kunden nicht alle Qualitätsmerkmale gleichermaßen bedeutsam. Die Wertigkeit einzelner Qualitätsmerkmale lässt sich aus Kundensicht mit der QFD-Methode sehr exakt bis auf Teile- bzw. Prozessebene ableiten. Andererseits lassen sich mit der FMEA- Methode Qualitätsmerkmale mit einem besonderen Risikopotential definieren. Solche Merkmale müssen bei der Prüfplanung besonders berücksichtigt werden.

Die Wirksamkeit der Methode "QFD- Quality Function Deployment" zur systematischen Erfassung der Kundenforderungen und Überleitung in spezifizierbare, technische Qualitätsmerkmale wurde an dieser Stelle schon mehrfach beschrieben.

Näheres zu dieser umfangreichen Methode:

zu "QFD- Approach" allgemein siehe hier
zu "QFD- Approach" PHASE 4 und PHASE 4a siehe hier


Empfehlenswerte Literatur

  1. Danzer, H.H.: "Qualitätsmanagement im Verdrängungswettbewerb" TAW-Verlag Wuppertal ISBN 3-930526-01-8 und Verlag Industrielle Organisation Zürich 1995 ISBN 3-85743-979-3
  2. Geiger, W.:"Qualitätslehre, Einführung, Systematik, Terminologie", 2.Auflage, Vieweg Verlag, 1994
  3. Masing, W.:"Handbuch der Qualitätssicherung", Herausgeber Prof. Masing, 2.Auflage, Carl Hanser Verlag München Wien, 1988