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Prüfplanung

Prüfplanung
Abklärung der Produkt- Prüfbarkeit
Prüfvorgaben (Festlegung der Prüfmerkmale/Prüfspezifikation)
Festlegung der Prüfpläne
Einzelteilprüfpläne
Annahme und Rückweisekriterien
Prüfsoftware Entwicklung von
    - Prüfsoftware
    - Firmware
Prüfhardware
    - Prüfschablonen
    - Gut/Schlecht Referenzen
    - Prüfsysteme

Ziel und Zweck: Vorgaben für Prüfungen und Messungen an Produkten und Prozessen sowie der Annahme-/Rückweisekriterien durch die Designabteilung. Geklärt werden muss die Prüfbarkeit von neuen Produkten. Durch Prüfungen werden ZIEL-Anforderungen an Produkte, Dienstleistungen und Prozesse mit dem IST-Zustand verglichen. Prüfungen sind im gesamten Qualitätsprozess vorzunehmen, damit Mängel so früh als möglich erkannt werden. Für die Eingangs- Zwischen- und Endprüfungen sind Ablaufpläne zu erstellen und Zuständigkeiten festzulege, sowie die einzelnen Prüfschritte (Erstmusterprüfung, Serienprüfungen) sowie deren Kennzeichnung und Freigaben zu berücksichtigen, gegliedert nach Produkt-, Materialgruppen und fertigungsabteilungen (WITTIG [2] S.75 ).

Hinweis: Die Prüfplanung ist ein wichtiger Teil der Qualitätsplanung. Bei der Prüfplanung muss auch die Möglichkeit von Produntänderungen oder Produktvarianten mit berücksichtigt werden.

Organisatorisches-Personelles

Die Prüfplanung erfolgt im Zusammenhang mit der Produkt-/ Prozessentwicklung im Allgemeinen durch das selbe Entwicklerpersonal. In Sonderfällen bei sehr komplexen Produkten (z.B. Halbleiter) kann es eine personell eigenenständige Prüfentwicklung geben, welche aber eng mit der Produkt-/ Prozessentwicklung zusammenarbeiten muss.

Arten der Qualitätsprüfung

Näheres zu allen Arten der Qualitätsprüfung finden Sie hier

Wichtige Aspekte der Prüfplanung
a) Prüfplanung in allen Produktenstehungsphasen
Planung der unterschiedlichen Fertigungsprüfungen
Planung der unterschiedlichen Konformitätsprüfungen
Planung der unterschiedlichen Qualifikationsnachweise
Planung der Peüfpläne, Annahme- und Rückweisekriterien

Prüfplanung in allen Produktenstehungsphasen

Prüfplanung in allen Produktenstehungsphasen
  • Design Reviews
  • Freigabeprüfungen
  • Festlegung von Prüf- und Haltepunkten
  • Lebensdauerprüfungen
  • Typisierungsprüfungen
  • usw.

Wo und zu welchem Zweck werden Prüfungen durchgeführt?
Für alle Phasen der Produktenstehung und der Auftragsabwicklung sind Prüfvorgänge einzuplanen. Zu den Aufgaben der Prüfplanung gehört festzulegen, welche Prüfungen wo und in welchem Umfang sinnvoll sind. Beispiele hierfür sind Design Reviews, Freigabeprüfungen, Lebensdauerprüfungen, Typisierungsprüfungen u.a.m. (DANZER [1] S.122).

Auch für Prüfverfahren muss erst der Nachweis erbracht werden, dass es für diese Prüfung geeignet ist. Der Nachweis der Prüfsicherheit ist durch Risikobetrachtungen zu erbringen.Es besteht nicht selten ein erschreckende Diskrepanz zwischen untersteller und tatsächlicher Prüfsicherheit (DANZER [1] S.124).

Die solcherart festgelegten (qualitätskritischen) Prüfmerkmale müssen mess- und prüftechnisch erfasst werden. Die Voraussetzungen hierzu werden bei der Prüfplanung geschaffen. Nur in Ausnahmefällen und in Ermangelung anderer Möglichkeiten (wenn die prozesstechnischen Zusammenhänge nur ungenau bekannt sind) und daher auf dieser Ebene die (einige) Qualitätsmerkmale nicht eindeutig "gesteuert" werden können, sollen/ dürfen Sortierprüfungen zum Einsatz kommen (DANZER [1] S.122). Zusammenfassend stellt DANZER fest, dass Qualitätssicherung (allein durch) Prüfung des Endergebnisses UNSICHER ist! ([1] S.125).

Es gibt ganz unterschiedliche Gründe für Qualitätsprüfungen. Alle diese Prüfungen sind entsprechend zu planen.

Näheres zur Philosophie der Qualitätsplanung siehe hier.

Link zu www.qm-infocenter.de: Mit Entschiedenheit- Anspruchsvollere Prüfplanung mittels Entscheidungstheorie von Schmitt, R.; Basse, I. Quelle: QZ Jhg 56 (2011) 5 Hanser Verlag; i.basse@wzl.rwth-aachen.de

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Literaturhinweise

  1. Danzer, H.H.: "Qualitätsmanagement im Verdrängungswettbewerb" TAW-Verlag Wuppertal ISBN 3-930526-01-8 und Verlag Industrielle Organisation Zürich 1995 ISBN 3-85743-979-3
  2. Wittig, K.J.:"Qualitätsmanagement in der Praxis; DIN-ISO 9000, Lean Production, Total Quality Management, Einführung eines QM-Systems im Unternehmen", B.G.Teubner Verlag Stuttgart