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QFD- Quality Function Deployment
PHASE 4 Produktionsplanungsmatrix
PHASE 4a Prüfentwicklungssmatrix

Ziel u. Zweck:
Systematische Herleitung von Prüfvorgaben und Prüfmerkmalen (Prüfspezifikation).

Voraussetzung für eine zielführende Prüfplanung sind definierte Qualitätsmerkmale mitsamt deren Ziel- und Spezifikationswerten. Diese Qualitätsforderungen an das Produkt werden im Rahmen der Qualitätsplanung schon beim Auftragseingang oder am Begin der Entwicklungsarbeit festgelegt (Prüfplanung in allen Produktentstehungsphasen). Dabei sind nun für den Kunden nicht alle Qualitätsmerkmale gleichermaßen bedeutsam. Die Wertigkeit einzelner Qualitätsmerkmale lässt sich aus Kundensicht mit Hilfe der "QFD- Quality Function Deployment"-Methode bis auf Teile- bzw. Prozessebene ableiten. Andererseits lassen sich mit der FMEA- Methode Qualitätsmerkmale mit einem besonderen Risikopotential definieren. Solche Merkmale müssen auch bei der Prüfplanung besonders berücksichtigt werden.

Es gibt zwei nutzbare Ansätze in der QFD- Methode zur systematischen Erfassung der Kundenforderungen und Überleitung in spezifizierbare, technische Qualitätsmerkmale.

Herleitung der Prüfpläne, Prüfsoftware und Annahmekriterien aus der PHASE 4 der QFD-Methode
über die Produktionsplanungsmatrix

Bei diesem Weg werden die Prüfvorgaben sehr prozessnahe aus den Fertigungsprozessen abgeleitet.

Das Besondere dieser Methode liegt darin, dass die Ergebnisse aus der Phase 3, der Prozess-Realisierungsphase die Fertigungsprozesse darstellen. Diese sind aber gleichzeitig auch wiederum Inputdaten für die nächste Phase 4, die Produktionsplanungsphase, deren Ergebnis die Produktionsbedingungen darstellen, worin auch die Prüfpläne, Prüfsoftware und Annahmekriterien enthalten sind (Vergl. hierzu [1] zitiert bei MAURER [4] S.84).

Fertigungsprozesse
Verfahrensbeschreibung
Prozessdokumentation
QFD-
PHASE 4
Produktionsplanungsphase
Produktionsplanungsmatrix
Produktionsbedingungen
Arbeitsvorschriften
Arbeitspläne
Prüfpläne, Prüfsoftware, Annahmekriterien
"QFD-Approach" (vergl. [3] S.14, zitiert bei Maurer [4] S.82).

Herleitung der Prüfpläne, Prüfsoftware und Annahmekriterien aus der PHASE 4 der QFD-Methode
über die Prüfentwicklungssmatrix

Bei diesem zweiten Weg werden die Prüfvorgaben direkt aus den Qualitätsmerkmalen abgeleitet. Es ist unbedingt erforderlich, dass beide Wege genutzt werden, weil sich beide Wege ergänzen.

In Analogie zur Realisierungsmatrix nach MAURER ([4] S.291 ff.) kann man sich auch eine eigene Prüf- Entwicklungsmatrix vorstellen, welche wiederum in systematischer Form aus den Produkt- und Teilemerkmalen eine möglichst umfassende Abdeckung durch Prüfmerkmale generiert. Die Produktqualität ist eng gekoppelt mit der Einhaltung von Produktspezifikationen.

Die Prüfspezifikationen und einzelnen Prüfmerkmale werden aus den Produktspezifikationen abgeleitet und dienen allgemein zu deren Überprüfung und bei Selektionsprüfungen zur Selektion unterschiedlicher Anspruchniveous (beispielsweise verschiedene Geschwindigkeitsklassen elektronischer Bausteine). Die Produktspezifikationen sind ihrerseits aus den entsprechenden Produktnormen oder aus Kundenwünschen (Kundenverträgen) abgeleitet worden. Nachdem insbesondere bei komplexen Produkten (Beispiel: Dynamische Speicher der Halbleitertechnik) eine 100%-ige Abdeckung aller Qualitätsmerkmale durch Prüfmerkmale viel zu lange dauern würde und damit viel zu teuer käme, müssen bei der Prüfprogrammentwicklung Abstriche gemacht werden und Risiken eingegangen bzw. bewertet werden. Eine solche Generierung der Prüfmerkmale geschieht heute bereits mit EDV- Unterstützung. Allerdings kann hierzu nur auf die umfangreiche Spezialliteratur verwiesen werden. Die QFD-Methode bzw. eine Prüf-Entwicklungsmatrix könnte jedoch insbesondere bei der Quantifizierung von Risiken und damit bei der Auswahl unterschiedlicher Prüfvarianten hilfreich sein.

Produktmerkmale
Teilemerkmale
QFD-
PHASE 4a
Prüf-Entwicklungsphase
Prüf- Entwicklungsmatrix
Prüfprozesse, -hardware, -software
Prüfpläne
Annahme-/Rückweisungskriterien


Literaturhinweise

  1. ASI:American Supplier Institute: "Quality Function Deployment- Implementation Manual For Three Day QFD- Workshop", Version3.1, Michigan 1989
  2. Danzer, H.H.: "Qualitätsmanagement im Verdrängungswettbewerb" TAW-Verlag Wuppertal ISBN 3-930526-01-8 und Verlag Industrielle Organisation Zürich 1995 ISBN 3-85743-979-3
  3. Eureka, William,E.; Ryan Nancy, E.: "The Customer-Driven Company, Managerial Perspectives on QFD" ASI Press, Dearborn, Michigan 1988,
  4. Maurer,K.: "PRA-Produkt Risiko Analyse", Dissertation an der TU Graz 1994, Fak.f.Maschinenbau, Inst.Fertigungstechnik
  5. Maurer,K.: "PRA-Produkt Risiko Analyse- Qualität im Produkt-Design", Inst.Fertigungstechnik der TU Graz 1994