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Quality-Function-Deployment (QFD)
House of Quality

Die QFD-Methode gilt als anerkannte und erprobte QM-Technik im Produktentstehungsprozess. Branchenabhängig, insbesondere jedoch im Automobilbau, wird diese Methode intensiv eingesetzt. Die QFD-Methode erlaubt eine systematische Umsetzung der Kundenforderungen bis hin zu den arbeitsplatzspezifischen Arbeitsanweisungen. Hinweise zur Anwendung der QFD-Methode finden sich in der Literatur sehr zahlreich. vergl. MAURER [3], [4], DANZER [2] . Nach MAURER ([3], [4]) gliedert man diese systematische Überleitung (auch "QFD-Approach" genannt) in mehrere (vier) Phasen. Die zentralen Design-Bereiche im Phasenmodell der Produktentstehung (Definitionsphase, Gestaltungs- oder Entwicklungsphase, und der Realisierungsphase (mit Prozessentwicklung und Produktionsplanung) finden auch in der QFD-Quality-Function-Deployment-Methode ihren Niederschlag. Eine detaillierte Beschreibung der einzelnen Phasen siehe (MAURER [3], [4]).

Die QFD-Methode ermöglicht eine äußerst formalisierte Vorgangsweise in allen Produktentstehungsphasen. Das Besondere dieser QFD-Methode liegt darin, dass die Ergebnisse der vorangehenden Phase zugleich die Inputdaten für die darauffolgende Phase darstellen.

Link zu www.qfd-id.de QFD - Institut Deutschland; Gemeinnütziger Verein zur Förderung, Verbreitung und Weiterentwicklung der Qualitätsmethode "Quality Function Deployment (QFD)" in Deutschland

Link zu innovationen-machen.de quality function deployment

Link zu was-ist-spc.de APQP/ QFD

Link zu SMQE Qualitätsmanagement QM-Systeme; QM-Methoden QFD Quality Function Deployment

Vier-Phasenmodell der Produktenstehung im QFD-Approach

Link zu Quality-Function-Deployment (QFD) von caq4

Vier- Phasenmodell der Produktenstehung im QFD-Approach nach MAURER [3], [4]

Inputdaten für die QFD- Methode:
Der erste Schritt und damit der Einstieg in das QFD-Projekt beginnt mit einer möglichst umfassenden Ermittlung der Kundenforderungen. Dabei erfolgt eine Aufarbeitung, Strukturierung Vervollständigung bzw. Ergänzung der vorerst unstrukturiert vorliegenden Vorstellungen, Erwartungen und Forderungen des Kunden. Dieser Schritt ist einer der schwierigsten und zugleich einer der wichtigsten. Die Kundenforderungen sind die Inputdaten für die QFD-Methode und die Qualität des Ergebnisses hängt von der Qualität dieser Inputdaten ab.

Inputdaten:
kundennahe
formulierte
Qualitätsforderungen
QFD- Methode

Näheres zur Ermittlung der Kundenforderungen - kundennahe formulierte Qualitätsforderungen

Link zum Anforderungstrichter

Phase 1:
In der Produkt-Definitionsphase werden aus den ermittelten Kundenforderungen sogenannte technische Entwurfs- oder Qualitätsmerkmale abgeleitet. Diese Qualitätsmerkmale stellen eine Transformation der Kundenforderungen in ein technisches Vokabular dar. Umgangssprachlich formulierte Kundenanforderungen (z.B. "das Gerät soll leise sein") werden dabei in technisch exakte Vorgaben übergeführt (z.B. "Schallpegel < 40 dB"). Letztere Qualitätsmerkmale sind spezifizierbar und bilden damit als Abschluss dieser Phase 1 das sogenannte Lasten/ Pflichtenheft. Dieses stellt eine Zusammenfassung der verbindlichen technischen Designvorgaben als Basis für die nachfolgende Entwicklungstätigkeit dar.

Näheres zur Phase 1- Produkt-Definitionsphase

Phase 2:
Die Entwurfsmerkmale (Ergebnis aus der Phase 1) sind zugleich die Inputdaten für die nächste Phase 2, die Produkt- Gestaltungsphase. Diese Phase ist die eigentliche Phase der Produktentwicklung. Hierbei werden die technische Lösungen mit konkreten Teilemerkmalen entwickelt. In mehreren Konkretisierungsstufen erfolgt die Umsetzung des innerhalb der Definitionsphase fixierten Pflichtenheftes in Produkt- bzw. in konkrete Teilemerkmale. Nach einer Ausarbeitung von verschiedenen Lösungsvarianten wird systematisch unter Bewertung der Risiken usw. eine bestimmte Lösung ausgewählt und dafür dann konkrete Fertigungsunterlagen erstellt (wie Detail- und Werkstattzeichnungen, Stücklisten usw.).

Näheres zur Phase 2- Produkt- Gestaltungsphase.

Phase 3:
In der dritten Phase, der Produkt (Prozess)- Realisierungsphase wird für die Teilemerkmale aus der vorangegangenen Phase die Prozessplanung durchgeführt. Hierbei geht es um die Festlegung der Fertigungsprozesse, mit denen die Teile hergestellt werden sollen. Weiters geht es um die Feinabstimmung bzw. Optimierung der Prozesse, sowie um die Prüfung der "Herstellbarkeit, und Fertigbarkeit".

Näheres zur Phase 3- Produkt (Prozess)- Realisierungsphase

Phase 4:
In der vierten und letzten Phase, der Produktionsplanungsphase geht es um die Bearbeitungsparameter. Die eingesetzten oder noch zu beschaffenden Maschinen werden festgelegt. Den endgültigen Niederschlag finden diese Vorgaben in Arbeits- und Prüfplänen. Es werden die Prüfmerkmale, Kontrollpunkte und alle Verfahrens-, Prüf- und Arbeitsanweisungen festgelegt. Auch die Entwicklung der Prüfmerkmale, welche durc Prüfpläne bzw. Prüfsoftware abgetestet werden, gehört hierher.

Näheres zur Phase 4- Produktionsplanungsphase

Phase 4a:

In der Phase 4a müssen Prüfhardware und Prüdprogramme (Prüfsoftware), Prüfschablonen, Prüfmuster (Gut-/Schlechtmuster), Fehlerkatalog usw. möglichst formal aus der Produkt-/ Prüfspezifikation abgeleitet werden.

Näheres zur Phase 4a- Prüfentwicklungssmatrix

Link zu einer Foliensammlung der Uni Leoben QFD- Methoden & Instrumente des Qualitätsmanagements David Lerchbaum


Literaturhinweise

  1. ASI:American Supplier Institute: "Quality Function Deployment- Implementation Manual For Three Day QFD- Workshop", Version3.1, Michigan 1989
  2. Danzer, H.H.: "Qualitätsmanagement im Verdrängungswettbewerb" TAW-Verlag Wuppertal ISBN 3-930526-01-8 und Verlag Industrielle Organisation Zürich 1995 ISBN 3-85743-979-3
  3. Maurer, K.: "PRA-Produkt Risiko Analyse", Dissertation an der Fakultät für Maschinenbau an der TU Graz, Österreich, 1994
  4. Maurer, K.: "PRA-Produkt Risiko Analyse- Qualität im Produkt-Design", Dissertation Kurzform, Institut für Fertigungstechnik TU Graz, Österreich, 1994