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Arbeitsanweisungen (AA)

Link zu Wikipedia: Arbeitsanweisungen

Arbeitsanweisungen sind eine wichtige Voraussetzung zu beherrschten Fertigungsprozessen. Arbeitsanweisungen sind eng mit den Proressbeschreibungen (Verfahrensanweisungen) verknüpft.

Beherrschte Prozesse durch die Instandhaltung der Investitionsgüter

Arbeitsplatzspezifische Arbeitsunterlagen (Arbeitsanweisungen)

Die Arbeitsanweisungen sind wichtige Dokumente des Fertigungsprozesses und der Arbeitsvorbereitung. Aus den übergeordneten Verfahrensbeschreibungen abgeleitet entstehen auf der Basis der Arbeitspläne unter anderem die Einstellblätter für Maschinen und Werkzeuge, NC-Programme und Prüfpläne. Dieser Schritt muss in Abstimmung mit der konstruktiven Auslegung der Bauteile erfolgen (MAURER [3]). Die Arbeitsanweisungen sind hauptsächlich für die operative Ebene des Fertigungspersonals geschrieben und beziehen sich ohne größere Zusammenhänge direkt auf den unmittelbaren Arbeitsprozess.

Das Festschreiben von Arbeitsabläufen ist eine der heikelsten Maßnahmen des Qualitätssicherungssystems, da durch eine zu starre Festschreibung der Abläufe bzw. Spezifikationsgrenzen, vor allem dort, wo es vom Prozessergebnis her nicht notwendig wäre, zu einem unnötigen Änderungsaufwand führt.

Der Umfang von Arbeitsanweisungen hängt unter anderem von den folgenden Faktoren ab:

Einen besonders hohen Einfluss hat der Ausbildungsgrad von Mitarbeitern. Zum Unterschied von Einzelfertigungen (z.B. Handwerk) sind bei Serienfertigungen häufig statt Fachkräften billigere Anlernkräfte beschäftigt. Sollen z.B. mit Anlernkräften hochwertige Produkte erzeugt werden, so müssen die einzelnen Arbeitsschritte relativ umfassend dokumentiert sein. Werden die Tätigkeiten jedoch von qualifizierten, gut ausgebildeten Facharbeitern, Meistern oder Ingenieuren durchgeführt, reicht es, wenn eine Dokumentation nur sehr grob aufgebaut ist oder es kann überhaupt darauf weitgehend verzichtet werden, da die durchzuführenden Tätigkeiten dann meist ohnehin zur Berufsausbildung gehören (GOERTZ [2]). In amerikanischen Fertigungen gibt es generell nur Anlernkräfte, da es den Facharbeiter in unserem Sinne dort nicht gibt.

Amerikanische Kunden/ Auditoren sind bei Audits häufig über den bei uns üblichen, geringeren Detaillierungsgrad der Arbeitsanweisungen (AA) verwundert. In den Fertigungen in der USA mit üblicherweise hohem Fluktuationsgrad sind laufend neue, zumeist ungelernte Mitarbeiter einzuschulen, was wesentlich detaillierter ausgearbeitete Arbeitsunterlagen und Beschreibungen (AA) erfordert. Ganz allgemein gilt aber (mit Ausnahme höchst komplizierter Prozesse wie z.B. Halbleiterprozesse), dass wesentliche Teile der Prozessbeschreibung, der Verfahrens- und Arbeitsanweisungen bereits Bestandteil der Facharbeiterausbildung darstellen und nicht extra beschrieben werden müssen. Hier ist zweifelsohne ein Unterschied zur Situation im angloamerikanischen Raum zu sehen, wo der "europäische" Facharbeiter unbekannt ist.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist der Grad an Fluktuationen, der bei uns im Vergleich zur USA äußerst niedrig ist.

Gut-/Schlechtmuster

Das Bereitstellen von Gut-/Schlechtmustern (eventuell als Fotos) gehört auch zu den Arbeitsanweisungen. Diese sind besonders wichtig für die Durchführung von Prüfungen.


Literaturhinweise

  1. Danzer, H.H.: "Qualitätsmanagement im Verdrängungswettbewerb" TAW-Verlag Wuppertal ISBN 3-930526-01-8 und Verlag Industrielle Organisation Zürich 1995 ISBN 3-85743-979-3
  2. Goertz, H.H: "Grundlagen und Normen des Qualitätsmanagements", e&i, 112.Jg., 1995, Heft 10, S.518 bis 528
  3. Maurer, K.:"PRA-Produkt Risiko Analyse" Dissertation an der Fakultät für Maschinenbau an der TU Graz, 1994