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Qualifikation von Fertigungseinrichtungen

Vergleiche hierzu auch die "Prüfung der Herstellbarkeit und Fertigbarkeit" hier.

Bei der Prüfung der Herstellbarkeit und Fertigbarkeit durch die Entwicklungsabteilung und durch die Fertigung selbst wird die grundsätzliche Fertigungstauglichkeit bestehender Einrichtungen für konkrete Produkte und/ oder Prozesse überprüft.

Insbesondere Fertigungseinrichtungen von Serienfertigungen bedürfen einer sehr genauen Einhaltung von Freigabeprozeduren nach jeder größeren Veränderung/ Wiederinbetriebsetzung/ Erneuerung usw. Diese können aus folgenden Gründen gegeben sein:

Inbetriebnahmeprozeduren für:
Bestehende Fertigungseinrichtungen, welche an einen anderen Fertigungsstandort überstellt werden
Bestehende Fertigungseinrichtungen nach einer größeren Wiederinstandsetung (Instandhaltung)
Neuanschaffung der gleichen Fertigungseinrichtung des gleichen Herstellers
Neuanschaffung einer gleichwertigen Fertigungseinrichtung eines anderen Herstellers
Neuanschaffung einer neuen Fertigungseinrichtung als Ersatzinvestition (Technologiesprung)

Um unangenehme Überaschungen bei der laufenden Serienfertigung zu vermeiden, müssen mehr oder weniger umfangreiche Inbetriebnahmeprozeduren an meist geringen Stückzahlen (Stichproben) und unter Wahrung statistischer Methoden durchgeführt werden.

Umfangreiche Fertigungseinrichtungen oder gar Fertigungsstrassen werden von eigenem Inbetriebnahmepersonal der Herstellerfirmen in Betrieb genommen. Nach Abschluss der Testläufe durch den Hersteller sind die eigentlichen Qualifikationsprozeduren durch den Kunden vorzunehmen.

Qualifikationsprozeduren des Kunden:
8-24 h Testläufe (im Beisein des Herstellers)
Kaltstartversuche
Aufnahme der statistischen Kennwerte (Vorlauf)
Abnahme durch die Fertigungsabteilung des Kunden
(nach DIETRICH [2])

Hinweise zum konkreten Vorgehen bei der Inbetriebnahme auf der Basis statistischer Methoden finden sich bei DIETRICH [2].


Link zu einem interessantem Beitrag über www.qm-infocenter.de QZ Jahrgang 55 (2010) Heft 12 zum Thema: Sichere Anlagen weit vor Produktionsstart Autor: K.Ammon Plato AG Lübeck
Kurzinhalt: Methode Gefahrenanalyse. Bestehende Risiken bei Neuentwicklungen müssen erkannt und minimiert werden. Dies geschieht am besten bereits in den frühesten Phasen komplexer Produkt-/ Prozessentwicklungen. Die Risikobewertung erfolgt über FMEA-Formblätter. Die Risikoauswertung/-darstellung selbst erfolgt im 3x3 Risikokataster. Bestehende/ erkannte Risiken werden nach Wirksamkeit von Maßnahmen reduziert (im Risikokataster dargestellt).

Relevante Normenbezüge:


Literaturhinweise

  1. Danzer, H.H.: "Qualitätsmanagement im Verdrängungswettbewerb" TAW-Verlag Wuppertal ISBN 3-930526-01-8 und Verlag Industrielle Organisation Zürich 1995 ISBN 3-85743-979-3
  2. Dietrich E., Schulze A., Conrad S.: "Abnahme von fertigungseinrichtungen", 2.aktualisierte Auflage, Carl Hanser Verlag München, 2005; ISBN 3-446-40168-7