Hier gehts zu caq4- Produkt-, Prozess-, Qualitätsmanagement, Phasenmodell der Produktentstehung, Qualitycheck, Risikomanagement     caq4-Qualitätsmanagement:  www.caq4-qualitaetsmanagement.com    caq4- Quality Check:    www.caq4-qualitycheck.com
     caq4-Portal für QM & RM:    www.caq4-qm-portal.com    caq4- ISO 9001:2008:      www.caq4-iso9001.com
     caq4- Suchmaschinen:      www.qualitaetsmanagement-suchen.com        www.risikomanagement-suchen.com   
     ® Copyright 2007-2011    Impressum      War diese Website für Sie hilfreich?    Kontakt:   info.caq4@utanet.at


Guide Fertigungsplanung
Methoden der Fertigungsplanung

Planen einer beherrschten Produktion durch Überwachung geeigneter Produkt-/Prozessmerkmale
Beschaffung und dokumentierte Fertigungsfreigabe (Qualifikation) von Fertigungseinrichtungen (Investitionsgüter
Prozess-Spezifikation /Verfahrensbeschreibungen
Arbeitsanweisungen (AA)
Gut-/Schlechtmuster
Beschaffung und dokumentierte Fertigungsfreigabe (Qualifikation) von Fertigungseinrichtungen (Investitionsgüter
Beschaffung und dokumentierte Fertigungsfreigabe (Qualifikation) von Fertigungseinrichtungen (Investitionsgüter

Planen einer beherrschten Produktion durch Überwachung geeigneter Produkt-/Prozeßmerkmale

Forderungen der Norm: Der Lieferant muß die Produktions , Montage- und Wartungsprozesse, welche die Qualität direkt beeinflussen, identifizieren und planen. Er muß sicherstellen, dass diese Prozesse unter beherrschten Bedingungen ausgeführt werden....[ISO 9001:1994, Pkt 4.9].

Prozess-Spezifikation /Verfahrensbeschreibungen

Die Verfahrensbeschreibungen sind wichtige Dokumente des Produktionsprozesses. Hier erfolgt die Festschreibung der Vorgaben (Spezifikation) für die Verfahren und Prozesse. Zu einem spezifizierten Produkt muss die Designabteilung in einem nächsten Schritt die dazu passende Technologie (Prozesse) definieren. Das geschieht übergeordnet durch eine adäquate Prozessbeschreibung bzw. Beschreibung der Prozessverfahren. Daneben gibt es noch die Verfahrensanweisungen, welche die Verfahrens-Abläufe festlegen. Verfahrensanweisungen sind mehr für die Prozessingenieure und Schichtleiter geschrieben und beschreiben vorwiegend die übergeordneten Zusammenhänge.

Arbeitsplatzspezifische Arbeitsunterlagen
Arbeitsanweisungen (AA)

Die Arbeitsanweisungen sind wichtige Dokumente des Fertigungsprozesses und der Arbeitsvorbereitung. Aus den übergeordneten Verfahrensbeschreibungen abgeleitet entstehen auf der Basis der Arbeitspläne unter anderem die Einstellblätter für Maschinen und Werkzeuge, NC-Programme und Prüfpläne. Dieser Schritt muss in Abstimmung mit der konstruktiven Auslegung der Bauteile erfolgen (MAURER [2]). Die Arbeitsanweisungen sind hauptsächlich für die operative Ebene des Fertigungspersonals geschrieben und beziehen sich ohne größere Zusammenhänge direkt auf den unmittelbaren Arbeitsprozess.

Das Festschreiben von Arbeitsabläufen ist eine der heikelsten Maßnahmen des Qualitätssicherungssystems, da durch eine zu starre Festschreibung der Abläufe bzw. Spezifikationsgrenzen, vor allem dort, wo es vom Prozessergebnis her nicht notwendig wäre, zu einem unnötigen Änderungsaufwand führt.

Der Umfang von Arbeitsanweisungen hängt unter anderem von den folgenden Faktoren ab:

Einen besonders hohen Einfluss hat der Ausbildungsgrad von Mitarbeitern. Zum Unterschied von Einzelfertigungen (z.B. Handwerk) sind bei Serienfertigungen häufig statt Fachkräften billigere Anlernkräfte beschäftigt. Sollen z.B. mit Anlernkräften hochwertige Produkte erzeugt werden, so müssen die einzelnen Arbeitsschritte relativ umfassend dokumentiert sein. Werden die Tätigkeiten jedoch von qualifizierten, gut ausgebildeten Facharbeitern, Meistern oder Ingenieuren durchgeführt, reicht es, wenn eine Dokumentation nur sehr grob aufgebaut ist oder es kann überhaupt darauf weitgehend verzichtet werden, da die durchzuführenden Tätigkeiten dann meist ohnehin zur Berufsausbildung gehören (vergl. GOERTZ [1]). In amerikanischen Fertigungen gibt es generell nur Anlernkräfte, da es den Facharbeiter in unserem Sinne dort nicht gibt.

Amerikanische Kunden/ Auditoren sind bei Audits häufig über den bei uns üblichen, geringeren Detaillierungsgrad der Arbeitsanweisungen (AA) verwundert. In den Fertigungen in der USA mit üblicherweise hohem Fluktuationsgrad sind laufend neue, zumeist ungelernte Mitarbeiter einzuschulen, was wesentlich detaillierter ausgearbeitete Arbeitsunterlagen und Beschreibungen (AA) erfordert. Ganz allgemein gilt aber (mit Ausnahme höchst komplizierter Prozesse wie z.B. Halbleiterprozesse), dass wesentliche Teile der Prozessbeschreibung, der Verfahrens- und Arbeitsanweisungen bereits Bestandteil der Facharbeiterausbildung darstellen und nicht extra beschrieben werden müssen. Hier ist zweifelsohne ein Unterschied zur Situation im angloamerikanischen Raum zu sehen, wo der "europäische" Facharbeiter unbekannt ist.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist der Grad an Fluktuationen, der bei uns im Vergleich zur USA äußerst niedrig ist.

Gut-/Schlechtmuster

Wenn Arbeitsergebnisse eines bestimmten Arbeitsplatzes sich durch Arbeitsanweisungen nicht ausreichend beschreiben lassen, insbesondere bei qulitativen Merkmalswerten (visuelle Attribute) können die Arbeitsunterlagen durch entsprechende Gut-/Schlechtmuster (z.B. Fotos) ergänzt werden. Solche Gut-/Schlechtmuster werden häufig im Zusammenhang mit Prüftätigkeiten benötigt (z.B. für Selbstprüfung)

nach oben


Literaturhinweise

  1. Goertz, H.H: "Grundlagen und Normen des Qualitätsmanagements", e&i, 112.Jg., 1995, Heft 10, S.518 bis 528
  2. Maurer, K.:"PRA-Produkt Risiko Analyse" Dissertation an der Fakultät für Maschinenbau an der TU Graz, 1994