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Zwischenprüfungen an Halbfertigprodukten und an Prozessen

Normen

Ziel u. Zweck:

Anhand von Prüfplänen sind die Prüfungen zu beschreiben, die während der Leistungserbringung, d.h. z.B. Fertigung, Bauausführung usw. vorzunehmen sind. Abläufe und Zuständigkeiten sind so zu regeln, dass Produkte und Dienstleistungen nur dann weiterbearbeitet werden, wenn sie den Anforderungen entsprechen. Dabei sind die Maßnahmen zur Qualitätssicherung beim Zulieferanten zu berücksichtigen. Freigaben ohne Eingangsprüfung bedürfen einer besonderen Regelung bezüglich Kennzeichnung und Dokumentation.


Serienproduktion
- beherrschte Serienfertigung durch kontinuierl.Prozessüberwachung
- Lernkurve durch zunehmende Erfahrung
Endkontrollen oder Produktaudit
Produktkontrollen
ProduktionsKostenanalyse
Kundenbetreuung

Abläufe und Zuständigkeiten sind so zu regeln, dass Produkte und Dienstleistungen nur dann weitergeleitet werden, wenn sie den Anforderungen entsprechen, gekennzeichnet und dokumentiert sind. Sonderfreigaben und die behandlung fehlerhafter produkte bedürfen einer nesonderen Regelung bezüglich Kennzeichnung und Dokumentation. Durch Prozessüberwachung und Prozesslenkung sind die festgelegten Produktanforderungen zu garantieren ([234], S.74).

Erforderliche Prüftiefe

Trotz der Erkenntnis, dass Qualität nur in ein Produkt "hineindesignt" und -produziert werden kann und dass Qualität nicht durch Prüfungen "hineingemessen" werden kann, darf trotzdem auf die messtechnische Kontrolle nicht verzichtet werden. (Selektionsprüfungen bleiben häufig als letzter Ausweg, um doch noch liefern zu können). Die Fertigungskontrollen müssen jedoch erhalten bleiben. In der Auffindung der richtigen Kontrollparameter, welche systematisch aufgefunden werden können, liegen nicht unwesentliche Rationalisierungspotentiale, da in der Praxis auch viele nutzlose Prüfungen (Alibiprüfungen) durchgeführt werden. Die generelle Devise lautet dabei: Je weiter vorne geprüft wird, desto weniger gilt es hinten zu prüfen.

Der Prüfungsumfang ist unter anderem davon abhängig, wie das Produkt erstellt wurde (Serien oder Einzelfertigung) [217]. Bei den Prozessparametern kann man unterscheiden zwischen

Das soll an einem Beispiel aus der Halbleitertechnik erläutert werden: Die Produkteigenschaften eines Speicherchips werden durch die Oxyddicken (Primärparameter) festgelegt. Die Oxyddicke wird u. anderem durch die Einstellparameter bestimmter Prozessgase bedingt (Sekundärparameter). Häufig sind aber die analytischen Zusammenhänge zwischen Produkteigenschaften und Prozessparametern gar nicht ausreichend bekannt. Meist begnügt man sich mit experimentellen Zusammenhängen, welche systematisch mittels DoE (mittels statistischer Versuchsplanung) ermittelt werden. Weiters sind diese (meist nichtlinearen) Zusammenhänge nur innerhalb gewisser Bereiche, sogennanter Prozessfenster von praktischer Bedeutung. In dieser Situation stellt sich auch die Frage nach der Prüfbarkeit. Als erstens sind jene Parameter zu finden, welche für den Prozess entscheidend sind.Dann müssen diese Parameter gemessen, überwacht (SPC) und optimiert (DoE) werden. Die Prozessparameter dürfen nicht ausschließlich über die Produktparameter (weil dann zu spät) und die Produktparameter nicht allein über die Prozessparameter (SPC) geregelt werden. Man braucht beides. Wesentlich ist, dass die richtigen Parameter gefunden werden. Hinsichtlich der Prozessfähigkeit (Capability) wird wie folgt unterschieden.

Überwachungen von Zulieferungen, Hilfsmittel und Umgebungsbedingungen

Sofern für Qualitätsmerkmale von Produkten wichtig, sollten die für den Prozessablauf benutzten Hilfsmaterialien und Hilfsmittel wie Wasser, Druckluft, elektrische Energie und Chemikalien zur Sicherstellung der Gleichmäßigkeit ihrer Wirkung auf den Prozess überwacht und regelmäßig verifiziert werden. Wo Umgebungsbedingungen wie Temperatur, Feuchtigkeit und Sauberkeit für die Produktqualität wichtig sind, sollten angemessene Grenzwerte spezifiziert und (deren Beachtung) überwacht und verifiziert werden [ISO 9004-1:1994 10.3].

Die Überwachung dieser Hilfsmaterialien und Hilfsstoffe für die Prozesse hat natürlich in ähnlicher Weise wie die Überprüfung der Prozessparameter selbst zu erfolgen. Ebenso sind diese in den Prüfplänen mit zu berücksichtigen. In diesem Sinne wird dieser Punkt nicht extra sondern als in den "Zwischenprüfungen" integriert angesehen.


Literaturhinweise

  1. Danzer, H.H.: "Qualitätsmanagement im Verdrängungswettbewerb" TAW-Verlag Wuppertal ISBN 3-930526-01-8 und Verlag Industrielle Organisation Zürich 1995 ISBN 3-85743-979-3
  2. ......Wettbewerbsstrategie differenziert nach zwei Grundtypen: /Porter, M.: Wettbewerbsstrategie. 6.Aufl., Frankfurt/M, 1990 zitiert bei /201/
  3. Wettbewerbsstrategie differenziert nach zwei Grundtypen: /Porter, M.: Wettbewerbsstrategie. 6.Aufl., Frankfurt/M, 1990 zitiert bei /201/

  4. /nach Buzzell/Bradley 1989 zitiert bei /201/

  5. /201/Schmelzer PIMS Studie Wettbewerbsstrategie differenziert nach zwei Grundtypen: /Porter, M.: Wettbewerbsstrategie. 6.Aufl., Frankfurt/M, 1990 zitiert bei /201/

  6. Schmelzer, H.J.:"Qualitätscontrolling in der Produktplanung und Produktentwicklung"Teil1 QZ39 (1994) Heft 2, S.117-125 und.....
  7. PIMS (Profit Impact of Market Strateg<)-Projekt zitiert bei Schmelzer; Am PIMS Projekt beteiligten sich 1994 ca. 450 Unternehmen mit ca. 3000 Geschäftsfeldern. Das Projekt zielte darauf ab, empirisch signifikante Beziehungen zwischen strategisch relevanten Erfolgsfaktoren und realisierten Rentabilitätszielen branchenübergreifend zu identifizieren.
  8. Maurer,K.: "PRA-Produkt Risiko Analyse", Dissertation an der TU Graz 1994, Fak.f.Maschinenbau, Inst.Fertigungstechnik
  9. Maurer,K.: "PRA-Produkt Risiko Analyse- Qualität im Produkt-Design", Inst.Fertigungstechnik der TU Graz 1994
  10. Vollert, K.: "Grundlagen des strategischen Marketing; Komparative Konkurrenzvorteile aufbauen und erhalten", 3.Auflage, Verlag P.C.O.Bayreuth,2004 ISBN 3-936299-39-0