
Aber nicht nur das Fiakerlied hat ihn überlebt.
In Rechnitz steht auch noch sein Geburtshaus. Heute im Besitz des
örtlichen Cserer-Wirtes.
Links vom Eingang erinnert eine Gedenktafel
an den großen Sohn der Gemeinde Rechnitz.
Der derzeitige Besitzer des Geburtshauses, der Gastwirt Franz
CSERER bemühte
sich 20 (!) Jahre lang um die Errichtung einer Gedenktafel.
"Bemüht" ist da sicherlich nicht ganz der richtige
Ausdruck, denn Herr Cserer
schrieb unzählige Briefe und nützte jede Gelegenheit, wenn auch nur
der kleinste
Hoffnungsschimmer bestand, über den prominenten Schöpfer Näheres zu
erfahren.
Dieses Beweisverfahren zog sich in die Länge, denn die
Aufzeichnungen über die Rechnitzer
Judengemeinde wurde in der NS-Zeit vernichtet.
Doch nach 20-jährigem Kampf des Gastwirtes bestätigte das Magistrat
der Stadt Wien,
daß Gustav Pick in Rechnitz, Schloßberggasse 2, geboren wurde und
die
Gedenktafel aufgestellt werden darf.
Am 29. April 1977, dem 56. Todestag, war es dann soweit:
Die Gedenktafel wurde enthüllt; sowie soll daran erinnern, daß der
Dichter und Komponist
des "Wiener Fiakerliedes", GUSTAV PICK,
in der südburgenländischen Gemeinde Rechnitz geboren wurde.
"Er war halt a echts Rechnitzer
Kind!"
Im Gasthof am Schloßberg erinnert man sich gerne an Gustav Pick.
Zu seinen Ehren gibt es ein "Pick-Stüberl", in dem Bilder
vom Komponisten und
Zeitungsausschnitte über die Mühen bis hin zur Enthüllung der
Gedenktafel zu sehen sind.
Auch in der Speisekarte haben Gustav Pick und die Erinnerung an die
Fiaker einen Platz eingenommen:
z.B. Fiakergulasch, Fiakerkotelette, Fiaker-Röstl,
Fiaker-Apfelstrudel,
Eisbecher à la Gustav Pick
usw.
Mehr über den Gasthof am Schloßberg erfahren Sie
unter dem Link "Das Schloßberg-Gasthaus".