Japanische Kirschbäume

Die gesamte Gestaltung des Grazer Schloßberges war die Folge einer neuen Tradition, die sich Anfang des 19. Jahrhunderts in Europa ausbreitete. Um etwa 1750 hatte man sich in England als Folge der romanitschen Strömungen von der strengen französischen Gartenarchitektur abgewandt und begonnen, Parklandschaften mit natürlichen Baum- und Buschgruppen zu gestalten - der "Englische Garten" entwickelte sich, auch der Grazer Stadtpark, 1868 angelegt, folgte dieser Richtung.

Was die Wahl der Pflanzen für die Landschaftsgärten betraf, bezog man durchaus auch Modeströmungen ein: Die "China Liebe", das Sammeln asiatischer Kunstgegenstände, das Anlegen von Pagoden und chinesischen Pavillons, hatte auch die Neigung zu exotischen Pflanzen zur Folge. So finden wir hier eine Reihe von japanischen Kirschbäumen. Es sind Sauerkirschen, also mit unserer Weichsel verwandt, und gehören zu den Pflaumen- oder Steinobstgewächsen. Der japanische Kirschbaum zeichnet sich durch besondere Blütenpracht aus und steht auch in Japan im Mittelpunkt des traditionellen Kirschblütenfestes.

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