"Philatelistische Expedition in die Welt der Schriften 
und zu den Schriften der Welt"

Im Folgenden finden Sie das Vorwort zu einem Buch, welches druckfertig ist, für das der Verlag jedoch seine bereits gegebene Zustimmung zurückgezogen hat. Unabhängig davon habe ich aus dem vorhandenen Material ein Briefmarkenexponat erstellt.

Mittlerweile war es mir mit Hilfe des VÖPh-Jugendreferates möglich, dieses Werk auf einer CD zu veröffentlichen. Diese kann vom VÖPh-Jugendreferat, St. Josef; gegen Vorauskasse bezogen werden. Selbstkostenpreis zuzüglich Porto innerhalb von Österreich 7,00 Euro - innerhalb der EU 8,00 Euro. Konto-Nr. 1014778 bei RAIBA St. Josef; BIC RZSTAT 2G375; IBAN AT 68 3837 5000 0101 4778.
 

Liebe Leserinnen und Leser,

eigentlich begann alles ganz harmlos. Ich wollte einen Artikel für die Jugendzeitung schreiben, da es immer wieder Kinder und Jugendliche gibt, die fragen: „Was ist denn das für eine Schrift auf der Briefmarke?“ Als ich zu recherchieren begann, merkte ich bald, dass es wohl mit einem Artikel nicht getan sein würde – also eine Serie. Doch weit gefehlt, für mehr als dreißig Schriften, die seit Einführung der Briefmarke in der Philatelie vorkommen – und für nochmals so viele aus alten Zeiten, die als Motiv dargestellt sind, reicht eine Artikelserie nicht aus.
Riu-Kiu-Inseln Inzwischen wurde mir bewusst, dass auch ältere Sammler des öfteren Briefmarken zwecks Zuordnung zu einem bestimmten Land in den Verein bringen, weil Sie die fremden Zeichen nicht erkennen können. So kam es zu dem Plan, über die Schriften unserer Welt ein Buch zu schreiben.
Saudiarabien Mag sein, dass auch meine eigene philatelistische und persönliche Entwicklung seit der Kinderzeit ein wenig zum Entstehen dieses Gedankens beigetragen hat. Seit jüngsten Jahren war ich nicht nur von den schönen Bildern auf den Briefmarken begeistert, nein, ganz besonders hatten es mir diese fremdartigen Inschriften angetan. Als Schüler schmökerte ich in einem alten „Übersee-Katalog“ von 1942, der damals noch aus insgesamt zwei Bänden bestand (!), nur um herauszufinden, welche exotische Briefmarke ich da vor mir liegen hatte.

Armenien Weiters spielt bei meinen Aktivitäten noch etwas mit – im Gegensatz zu vielen Menschen fürchte ich mich nicht vor „dem Fremden“, sondern es zieht mich an. Mag sein, dass die Erziehung zu Toleranz und Offenheit in meiner Kinderzeit ihr Teil dazu beigetragen hat. Je mehr ich mich mit Gedanken und Informationen aus fremden Kulturkreisen befasse, desto mehr lerne ich dazu und desto schöner finde ich die Welt und mein Hobby.
Bei diesem Buch handelt es sich um kein wissenschaftliches Werk, sondern ganz einfach um eine Sammlung von Informationen, von denen ich glaube, dass sie für den Leser von Interesse sein können. Bei den Studien in der Fachliteratur musste ich bald feststellen, dass auch auf unserem Gebiet fallweise ein bekannter Satz Geltung hat: „Drei Fachleute, vier Meinungen“. Also bitte ich die lieben Leser, mich nicht zu steinigen, wenn ich einmal eine Behauptung aufstelle, die sie nicht teilen. Ich halte mich zu einem hohen Prozentsatz an jene Tatsachen, die in der Wissenschaft allgemein festgestellt werden.
 

Griechenland Neujahrskarte innerhalb der Mandschurei (1.1.1938) Bei der Unzahl von Schriften, die es auf der Welt gibt, konnte ich nur auf jene eingehen, die auch auf Briefmarken oder Stempeln zu finden sind – selbst hier kann ich nicht garantieren, dass alle kleinen Abarten vorhanden sind. Ich will lediglich eine kurzweilige Einführung in den Sachbereich geben, ohne zu sehr in den Wolken zu schweben. Daher habe ich auch versucht, so wenig Fremdwörter wie erdenklich zu benützen – und wo ich diese unbedingt benötigte, habe ich möglichst sofort die deutsche Bedeutung dazugeschrieben.

Bulgarien Die verwendete Fachliteratur, in welcher natürlich noch unzählige Informationen zu den einzelnen Gebieten schlummern, habe ich im Anhang bekanntgegeben. Leider entsprechen diese Werke nicht immer dem letzten Stande der Wissenschaft, sodass dies auch fallweise für mein Buch zutreffen kann.
Aber ich hatte auch die Freude, bei meiner Arbeit von einer großen Anzahl von Personen mit Rat und Tat unterstützt zu werden.
Zuerst einmal gilt mein besonderer Dkfm. Herbert Nessler, der mir in philatelistischen Angelegenheiten zur Seite stand und meinen Söhnen Thomas und Martin, die mir bei computertechnischen Problemen behilflich waren. Weiters fühle ich mich allen Brieffreunden verbunden, die mir behilflich waren, Material für die Bebilderung dieses Buches zu besorgen. Mein Dank gilt auch jenen Wissenschaftlern, die meine Zeilen durchgesehen haben und mich mit ergänzenden Ratschlägen unterstützten.
Nun wünsche ich den geehrten Lesern viel Spaß und Entdeckungsfreude bei der Lektüre dieses Werkes.

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