Historisches

Barackenkapelle - Notkirche - Seelsorgszentrum

An der Linzer Straße 299 entwickelte sich in einem Militär-Barackenlager nach dem Ende des 1. Weltkrieges eine "Siedlung Baumgarten", die auch noch weiterhin "Baumgartner Barackenlager" genannt wurde. Am Beginn der zwanziger Jahre wurde vom Allgemeinen Wiener Kirchenbauverein eines dieser Objekte erworben und als Kapelle zu Ehren des hl. Florian eingerichtet.

Schon nach der Besetzung Österreichs durch Hitlerdeutschland wollten die neuen Machthaber hier eine Wohnsiedlung errichten. Zur Ausführung dieses Planes kam es aber erst 1950. Zuvor musste aber auch das Kirchlein abgetragen werden. Die Gemeinde Wien versprach bei dieser Gelegenheit, im Raum der neuen Wohnsiedlung einen Platz für eine neue Gottesdienststätte zur Verfügung zu stellen. Leider blieb es nur bei diesem Versprechen. (...)

1958 bot sich die Gelegenheit, einen Baugrund an der Ecke Linzer Straße - Karl Toldt Weg, gegenüber dem Zentrum der Wohnanlage der Gemeinde Wien, genau an der Grenze der Pfarren Baumgarten und Hütteldorf zu erwerben.

Architekt Johann Georg Gsteu gewann den ersten Preis eines Wettbewerbes für den Bau einer neuen Kirche. Die Grundsteinlegung war 1963 (siehe Abschnitt Architektur).

Unterdessen hatte, um mit dem Gottesdienst wenigstens zur Not hier anfangen zu können, Prälat Gorbach in zwei gemieteten Räumen eines bescheidenen Hauses, Hütteldorfer Straße 266, mit seiner Hände Arbeit eine Kapelle eingerichtet, die 1957 zu Ehren der Muttergottes von der wundertätigen Medaille geweiht wurde. Seit April 1964 feierte hier der spätere Pfarrer Johann Eigenseder mit einer kleinen Gemeinde die Sonntagsmesse.

Am 19. Dezember 1965 fand die Weihe der Kirche "Zu den vier heiligen Evangelisten" statt. (Fotos)

 

Eine "junge" Pfarre

Mit 1. Jänner 1966 wurde die "Pfarre Oberbaumgarten" errichtet, wobei sowohl die Pfarre St.Anna-Baumgarten als auch die Pfarre Hütteldorf ein Stück ihres Gebietes abtraten.

Durch die Zuzüge in den Neubauten stieg die Zahl der Katholiken bald über 9.000.

Dann jedoch erfolgte ein langsamer Rückgang bis auf heute 4.250.

 

Viele Seelsorgerinnen und Seelsorger

Hans Eigenseder wirkte 20 Jahre als  Pfarrer, zeitweise standen ihm Kapläne zur Seite (Theo Franken, Dr.Franz Weninger, Paul van Heyster).

1986 wurde, nach dem plötzlichen Tod Eigenseders, Georg Flamm als Pfarrer installiert. Die Leitung der Pfarre wird seitdem durch ein Team Hauptamtlicher wahrgenommen. Im Laufe der Jahre gehörten diesem Team an: als PastoralassistentInnen und PfarrhelferInnen: Mag. Maria und Mag. Gerhard Marschütz, Angela Bottig, Mag. Günter Nocker, Elisabeth Jurasek, Miljenko Lisjak, Mag. Christa Steiner, Thomas Radlmair, Waltraud Mahle, Mag. Stephan Kopelent, Mag. Martina Greiner-Lebenbauer, Herbert Wogowitsch, Roswitha Barosch

als Kanzleiangestellte: Irene Gabriel, Elisabeth Jurasek, Ursula Markl.

Als Aushilfskapläne lebten in der Pfarre Ambrose Onwumere Ikwuagwu (Nigeria) und Ignatius B. Hembrom (Bangladesh).

Praktikanten/Diakone: Mag. Eberhard Pieber, Dr. Ernst Strachwitz, Elmar Leimgruber, Dr. Alexander Brenner.

 

Eine lebendige Pfarre

1988 bis 1992 erfolgte die notwendig gewordene Generalsanierung der Nebengebäude und der Kirche, die mit der feierlichen Glockenweihe abgeschlossen wurde.

Die vielen hauptamtlich in der Pastoral Tätigen und zahlreiche ehrenamtliche MitarbeiterInnen brachten jede Menge Impulse für die Seelsorge und speziell für die Liturgie (siehe Abschnitt Pfarrteam).

Mit Stolz wurde darum für die Pfarrzeitung der Titel gewählt: "Oberbaumgarten lebt".

 

Aus dem Fotoarchiv

Eine Pfarre lebt von den Persönlichkeiten und Ereignissen, an die man sich noch Jahre später gern erinnert. Wie schön, wenn es dann Fotos gibt, die diesen Erinnerungen auf die Sprünge helfen. Daher haben wir eine (noch sehr kleine und wenig repräsentative) Auswahl an Bildern zusammengestellt. Ich wünsche euch viel Spaß beim Raten, wer denn neben den Hauptpersonen noch auf den Bildern zu finden ist!

Kirchweihe am 19.12.1965

Einführung von Pfarrer Eigenseder durch Kardinal König im Jahr 1966

Erstkommunion durch Pfarrer Eigenseder im Mai 1967

25-jähriges Priesterjubiläum von Pfarrer Eigenseder im Jahr 1976

Taufe durch Kaplan Paul van Heyster im August 1986

Taufe durch Pfarrer Georg Flamm im Juni 1989