S/E/M/EI/ON/ /A/OR/IST/I/CON/ V
 
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Passagen Verlag
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Klappentext: Mit dem fünften Band von /S/E/M/EI/ON/ /A/OR/IST/I/CON/ oder zur Autobiographie Sem Schauns erscheint ein weiterer Text in der Reihe zur Autobiographie des Agenten Sem. Sem, Privatdetektiv, Inspektor, Geheimagent, ist Akteur im System Sprache. Die Schrift im Sinne Jacques Derridas ist sein Medium und auszuspionierendes geheimdienstliches Operationsfeld. Die Aufgabe, eine Rasterfahndung mit Hilfe von Archäologie und Dekonstruktion. Dieser Roman ist ein E-mail-Roman, ein Briefroman und repräsentiert als Ergebnis die Matrix eines großen Lauschangriffs auf die Geschichte des Menschen, - des Humanum schlechthin: Identität, Körper, Reproduktion, Sexualität, Macht und Gewalt, Performanz und Repräsentation, Natur und Kultur, Sprache und Semiotik, Erinnerung und Gedächtnis, Wissen und Archiv. Zugleich ist dieser Text vielleicht die Erfüllung der Forderung von Helmut Heissenbüttel nach einer Literatur für intellektuelle Leserinnen und Leser und eine Liebeserklärung an Jacques Derrida. GACK entwickeln hier ihre mit Semeion Aoristicon I entworfene Sprache weiter, deren Wurzeln und Spuren sich von Joyce, Wollschläger, Wiener, Derrida herschreiben. Die entwickelte Kunstsprache verdient sich damit die Re-Etikettierung von (nach Heidegger) Gedicht (etes). Der Mangel an Interpunktion markiert den perennierenden Fluß der Signifikanten in einem Ozean von Schrift. Durch diese Art des Dekonstruierens entsteht aufgrund der Folie Echelon (Geheimdienst-Mitschnitte von e-mails und Telefonaten) ein Text, der die Re-Etikettierung R o m a n wieder in Anspruch nimmt. Daß durch die Inanspruchnahme von Konzepten wie Fiktion (Roman), aber auch von Dekonstruktion (vgl. Derrida) und gar Archäologie (Foucault) gleichsam unter der (Schreib-) Hand eine Re-metaphysizierung statthat, die alsogleich der Dekonstruktion auszusetzen ist, mag als Widerspruch in sich erscheinen, bedeutet aber genau das am Werk sein von eben dieser Praxis namens Dekonstruktion. Eben: Dekonstruktion, Roman, Dekonstruktion, Lust am Text (R. Barthes). Sem, der Meisterspion und sein Projekt.
Gerhard Anna Concic-Kaucic, geboren 1959, Studium der Literatur-, Sprach- und Geschichtswissenschaft, Philosophie, Psychoanalyse und Grammatologie, Schriftsteller, Wien ; Publikationen: Grammatotechne als Grammatologie der Herzgewächse oder von der Inkommunikabilität (1986) Enzyklamoese (1987) Die Grüne F Abyss (1989ff.) Paradies verloren (1991) Zu einem theoretischen Fragmentarium: Das Ende des Kommunizierbaren (1991, 1999) SemOrGanOnia (1992) Baalpeorade (1996) /S/E/M/EI/ON/ /A/OR/IST/I/CON/ Band 1 (1995), Band 2 (1993), Band 3 (1996), Band 4 (2002)