Kurzinfo:


Sonnenblumenpark forscht für EU:
Internationales Forschungsprojekt HELICAS

Hauptziel dieses Projektes ist es, neue, innovative Nutzungen der Sonnenblume zu finden.
Partner aus Österreich, Deutschland, Ungarn, Spanien und Rumänien forschen um neue und höhere Einkommensmöglichkeiten für Landwirte zu schaffen, Produktionsmethoden zu optimieren und neue innovative Produkte für die Kosmetikbranche und die Wellness-Industrie zu entwickeln.
Bis jetzt wird nur ein kleiner Teil genutzt - nämlich die Kerne - und mehr als 90 % der gewachsenen Biomasse wird verschwendet.
Das gegenwärtige Produktionssystem, das das Hauptgewicht auf die Steigerung des Ertrags legt, hat die Qualität jahrelang an die zweite Stelle verwiesen. Dabei gibt es eine weite Palette „alter“ oder „wilder“ Arten und Sorten, die einen viel besseren Geschmack liefern und oft sind sie auch viel besser an die Region angepaßt und somit resistenter gegen Pilze und Seuchen, womit sie sich für die biologische Produktion als geeignet erweisen.


Detailierte Info:

 

Das HELICAS-Projekt ist ein von der EU gefördertes Forschungsprojekt.

Details zum Projekt:

Projekttitel:

Innovative Nutzungsstrategien
der Sonnenblumen-Biomasse

Projektinhalt:
Das Hauptziel des HELICAS-Projekts ist es, die Sonnenblume als Pflanze aufzuwerten, und zwar durch Forschung und Entwicklung von Nutzungsmethoden, -prozessen und -technologien zur Umwandlung von Sonnenblumen-Biomasse (Stengel, Blütenblätter, harte Bestandteile). Aus diesen Bestandteilen sollen im Rahmen des Projekts hoch innovative Produkte entwickelt werden wie Auszüge wertvoller Substanzen, die dann beispielsweise in Kosmetikprodukten zur Anwendung kommen können.

 

Projektziele und Meilensteine:

Industrielle Ziele:
> Schaffung unterschiedlicher und höherer Einkommensmöglichkeiten für Landwirte.
> Entwicklung optimierter Produktionsmethoden.
> Einbringen attraktiver Neuigkeiten für die aufkommende Wellness-Bewegung
> Ankurbelung des sanften Tourismus

Ökologische und soziale Ziele:
> Ressourcenschonung (Düngemittel, Strom, etc.)
> Schutz der Sonnenblumenvielfalt, die das Vorkommen verschiedenster spezieller Substanzen garantiert, welche in der Kosmetikbranche, dem Functional Food-Bereich und der Wellness-Industrie Verwendung finden.
> Schaffung neuer Einkommensalternativen und Beschäftigungsmöglichkeiten in ländlichen Regionen, um dadurch zur notwendigen Balance zwischen diesen und städtischen Gebieten beizutragen.

Die Sonnenblume zählt mit der Sojabohne, dem Raps und der Erdnuß zu den vier wichtigsten einjährigen Feldfrüchten in Europa und zu den weltweit wichtigsten Speiseöllieferanten.
Die kultivierte Sonnenblume (Helianthus annus L.) gehört zur Familie der Asteraceae (Compositae). Der Ausdruck Helianthus kommt vom griechischen „helios“ für Sonne, und „anthos“ für Blume.

Kultivierung und Nutzung der Sonnenblume
Sonnenblumen werden traditionellerweise zur Gewinnung von Speiseöl und Sonnenblumenkernen angebaut. Nach der Ernte der gewünschten Pflanzenteile, wird das Biomasse-Material, wie Stengel und Blätter, normalerweise beseitigt. So gesehen wird nur ein winziger Teil des produzierten Sonnenblumenmaterials genutzt - nämlich die Kerne - und mehr als 90% der gewachsenen Biomasse wird verschwendet. Die Produzenten verlieren dabei nicht nur die aufgewendeten Ressourcen für Düngemittel, sie investieren auch Zeit und Geld für die Entsorgung der Biomasse. Die Beseitigung dieser Unmengen von Sonnenblumen-Biomasse verursacht auch unerwünschte Umweltbelastungen.


Das gegenwärtige Produktionssystem, das das Hauptgewicht auf die Steigerung des Ertrags legt, hat die Qualität (z.B. was Geschmack und Aroma betrifft) jahrelang an die zweite Stelle verwiesen. Dabei gibt es eine weite Palette „alter“ oder „wilder“ Arten und Sorten, die einen viel besseren (oder zumindest anderen) Geschmack liefern als die kommerziell erhältlichen Sorten, besonders wenn das Öl kalt gepreßt wird. Oft sind diese Arten auch viel besser an die Region angepaßt und somit resistenter gegen Pilze und Seuchen, womit sie für die biologische Produktion besser geeignet sind.

Unterstützung ländlicher Regionen
Die Kultivierung der Sonnenblume und die Erzeugung innovativer Produkte aus ihrer Biomasse eröffnen der Bevölkerung in ländlichen Regionen Chancen, ein zusätzliches Einkommen zu erwerben und die Landflucht zu verlangsamen.

Siehe hierzu auch die Projekthomepage (in englischer Sprache):

Helicas

Europäisches Institut für
Sonnenblumenforschung

HELIA RESEARCH beschäftigt sich umfassend mit der Entwicklung neuer Nutzungsoptionen rund um die Sonnenblume. Hauptanliegen ist die Erforschung neuer Anwendungsmöglichkeiten von bislang nicht wirtschaftlich genutzten Restmassen aus der Sonnenblumenproduktion ebenso, wie die Etablierung spezieller, neuer und alter, auch Ur- bzw. Wild- Sorten für innovative Produkte.
Die Arten- und Sortenvielfalt von Helianthus ist beinahe unüberschaubar, dementsprechend vielfältig ist das Potenzial für neue Wertschöpfungen. Vor allem moderne Sonnenblumen-Züchtungen, etablierte Kulturtechnik und ausgereifte Verarbeitungstechnologie gewährleisten vortreffliche Rohstoffsicherheit hinsichtlich Verfügbarkeit und Qualität. Kerne, Öl und die restlichen 90 Prozent Biomasse aus Blättern, Blüten, Stengel und Mark bieten ein großes Reservoir an Pflanzensubstanzen für Wirkstoffe und Werkstoffe, für ökonomisch und ökologisch sinnvolle Produkte und Anwendungen.

 


Um die noch verborgenen Schätze der Sonnenblume zu ergründen und für uns alle verfügbar zu machen, arbeitet HELIA RESEARCH in einem inter- und transdisziplinären Netzwerk aus Wissenschaftern und Unternehmern und versucht, das Wissen zugunsten effizienter Forschungsarbeit in vielfältigen Themenfeldern zu bündeln.

Die Versuchsorten 2006 von der Blüte bis zu den Kernen


I N S T I T U T S L E I T E R
Karl Geiger

[Agrar & Technik; Gründer des Sonnenblumenparks]

S C I E N T I F I C C O M M I T T E E
Dr. Anton Brandstetter

[Landwirtschaftskammer Niederösterreich; Sortenwesen, Saatgutrecht]
Rudolf Friewald
[Ölmühlen- & Kompostieranlagenbetreiber, LAbg.Bgm.]
Reinhard Geßl
[Bio-Austria; Leiter Forschung, Innovation & Wissenstranfer]
Christian Hiel
[keydreams; Innovationsentwicklung, Kommunikation, Marketingstrategien]
Dr. Hans Günter Loew
[UNI Wien; Medizinische & Biophysik]
Johann Loibl
[WU Wien; Datenbankentwicklung, Management & Programmierung]
Ferdinand Roch
[Biogasanlagenbetreiber]
Susanne Schemitz
[Leitung Forschungsplanung, Projektmanagement & Controlling]
Dr. Wolfgang Stadlbauer
[Leiter des TCKT Transfercenter Kunststofftechnik Wels; Werkstoffentwicklung]

F I N A N Z E N
Charly Geiger

[Administration; Medien-Produktion]
Karoline Geiger
[Administration, Kulinarik; Produktentwicklung]

 

Info: HELIA RESEARCH