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Diese alte Pferderasse soll auf das römische
Legionspferd in der Provinz Noricum, die etwa dem heutigen österreichischen
Staatsgebiet entsprach, zurückgehen. "Pinzgauer" beziehen sich auf
den Bezirk Pinzgau im Salzburger Land in Österreich. Etwa zur Zeit der
Renaissance begann die Kirche, sich für die Zucht zu interessieren und
bereicherte sie mit andalusischem und neapolitanischem Blut.
Der Noriker wird schon seit
über 400 Jahren in strenger Reinzucht und harter Selektion gehalten. 1574
wurden von Erzbischof Kuen die ersten Landbeschäler in den Pinzgau geschickt.
1688 traf Erzbischof Graf Thun folgende Anordnungen, welche die Norikerzucht maßgeblich
beeinflussten:
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| 1. |
Die inländischen Mutterstuten dürfen nur von einheimischen |
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Beschälern gedeckt werden. |
| 2. |
Nur die Hofbeschäler dürfen zum Belegen
verwendet werden. |
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3. |
Vom Staat dürfen nur Fohlen angekauft werden, die von |
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Hofbeschälern abstammen. |
| Die heutige Noriker-Rasse gründet
sich auf 5 Hengstlinien: |
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| Vulkan - Linie: |
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Diese Linie trägt den Namen des 1887 geborenen braunen Hengst Vulkan, der in
seinen Nachkommen den etwas derberen Adel mit leichten Ramskopf aber guten
Charakter immer zuverlässig weiterführt. Diese Line mit dem Namen Vulkan ist
auch die bedeutendere Linie in der Norikerzucht, da etwa 50% aller Hengste
dieser Vulkan-Linie abstammen. |
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| Nero - Linie: |
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Diese Linie trägt den Namen des 1933 geborenen fuchsfarbenen Hengst Nero, der
in seinen Nachkommen etwas mehr Gangvermögen und keine zu sehr schweren Pferde
bringt. Die Nerolinie zeichnet sich speziell durch hellfarbene Fuchs mit hellem
Langhaar aus. |
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| Diamant - Linie: |
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Diese Linie trägt den Namen des 1903 geborenen Hengst Diamant, dieser war eine
drahtiger in den Kapruner Tauern geborener leichter Noriker, dass er auch an
seine Nachkommen weiter gibt. Ein besonderes Merkmal der Diamant Nachkommen sind
die ausdrucksstarken Augen (wie ein Diamant) und eine besondere Trittsicherheit. |
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| Schaunitz - Linie: |
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Diese Linie trägt den Namen des 1888 geborenen Hengst Schaunitz, der in seinen
Nachkommen sehr arbeitseifrige leichtere aber große Noriker bringt. Diese Linie
ist aber auch die jenige, die noch die meisten Auswirkungen der
Kreuzungsversuche mit Vollblütern usw. aufzeigt. |
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| Elmar - Linie: |
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Die Linie trägt den Namen des 1896 geborenen Tigerscheck Hengst Elmar, der in
seinen Nachkommen bunte Tigerschecken als einziger dominant vererbt und so auch
der letzte der ursprünglich 3 bunten Linien in der Norikerzucht ist. Diese
Linie führt noch immer das ursprünglich Andalusische Blut in sich, das auf
Grund von Versuchen den modischen Trends im Barock bunte Pferde zu haben in
sich. Sie zeigen auch etwas deutlicher einen Ramskopf und sind deutlich später
reif als die "reinen" Norikerlinien sowie im Gebäude lassen sich noch
immer Merkmale der Andalusischen Urahnen finden. |
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| In der Zeit von 1950 bis 1980 hatte die
Noriker-Zucht - wie so viele andere Kaltblutpferdezuchten - ihren absoluten
Tiefpunkt. Bedingt durch die Motorisierung und Mechanisierung der Landwirtschaft
war ein Arbeitspferd größtenteils überflüssig geworden. Daß es dem Noriker
in dieser für Kaltblutpferde so schlechten Zeit noch besser erging als den
meisten anderen Rassen, lag an seinem speziellen Einsatzgebiet in der alpinen
Landwirtschaft. In den extrem hängigen Gebirgslagen konnte das Pferd nicht so
einfach durch Maschinen ersetzt werden.
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