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Hannah Dürnberger
Absolventin des WIKU Salzburg

 

Hände


Ob glatt, weich, samten, kratzig, rissig, trocken, feucht, zitternd, verkrampft, faltig, vernarbt, kraftvoll oder kraftlos, sie sagen eine Menge über die jeweilige Identität aus. Sie sind die Körperteile, die wohl am meisten über die wahren Gefühle eines Menschen aussagen. Oft erzählen sie Geschichten, sie sagen auch viel über die Aufgaben eines Menschen aus. Die Hände sind das Werkzeug, das man am häufigsten benutzt. Ob nun um zu schreiben, zu malen, Musik zu machen, zu kochen, zu putzen, zu reparieren oder kaputtzumachen. Bei unseren täglichen Handlungsvorgängen sind unsere Hände der essentielle Bestandteil.

(alle Fotos entstanden im April 2002)

 

ii

Hände können Leben schenken und Leben zerstören. Hände können schützen und zerstören.
Vielleicht sollte man darüber nachdenken, wie man seine Hände verwendet?

 

 

Stellen Sie sich die Person vor, die zu dieser Hand gehört.

 

 

 

 

 

Musik. Ein wesentliches Element unserer Zeit, das ohne Hände nicht möglich wäre.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Als sie zu dieser Zeit noch in Linz lebte und ihre Eltern ein Restaurant im selben Gebäude führten, sie jedoch oben in der Wohnung war und Alice im Wunderland ansah, kam es zu dem Zwischenfall, der zumindest das Aussehen ihrer Hand weitgehend beeinflusste. Als Dreijährige war sie von ihrer Selbstständigkeit überzeugt und dachte nicht daran, den Fernseher nach dem Ende des Films von einem Erwachsenen ausschalten zu lassen. Nein, sie wusste, dass sie diese Tätigkeit als fast Vierjährige ohne Hilfe der "Großen" selbst durchführen konnte.
Leider stand der Fernseher auf einer eher wackeligen Konstruktion, von der ihr Vater am Tag zuvor schon angekündigt hatte, dass er sie erst reparieren müsste. Als sie sich dann auf die Zehenspitzen stellte und sich streckte, um den Power-Knopf zu erreichen und sich dabei mit der anderen Hand an eben dieser Konstruktion festhielt, war das zu viel für das wackelige Gestell. Samt Fernseher begrub es sie unter sich, die Hand als einziges schützendes Element zwischen ihrem Brustkorb und der Bildröhre. Die Hand als die Rettung, die sie vor schlimmeren Verletzungen bewahrte, die Spitz ihres kleinen Fingers als das Opfer, das sie für ihre sonstige gute Gesundheit geben musste.

 

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