Ihrem kulturellen Interesse können sie in der Wachau in jeden Fall nachgehen. Hier stellen wir ihnen einige Sehenswürdigkeiten vor, die sie in keinem Fall versäumen sollten:
 
Dürnsteiner Stiftskirche   DÜRNSTEIN

Als Höhepunkt jeder Wachaureise gilt trotz zeitweiligen Massenandrangs ein Besuch der Kuenringerstadt Dürnstein, in deren mittlerweile zur Ruine verfallenen Festung während der Kreuzzüge König Richard Löwenherz gefangengehalten wurde. Malerwinkel, Wasserstadt, Baderhaus, Torwärter- bzw. Scharfrichterhaus, Prangerplatz, Kuenringer Taverne und das Rathaus in der verkehrsfreien Altstadt spiegeln heute noch unverfälschtes mittelalterliches Leben wider. Das bedeutendste Gebäude der Stadt ist zweifellos das von Joseph Mungengast wahrscheinlich unter Beteiligung von Jakob Prandtauer und Matthias Steinl erbaute Stiftskirche.

Stift Melk   STIFT MELK

Diese Abtei gehört zu den schönsten Ansichten des Donaustromes. Sie liegt stattlich da mit kecken Türmen und Mauern und lacht gleichsam des Stroms, der so arm zu ihren ehernen Füßen zu spielen scheint. Soviel Prunkentfaltung erfolgte freilich nicht von ungefähr. Die mit dem Petersdom wetteifernde Melker Kirchenkuppel etwa wurde vor allem mit dem Hintergedanken gebaut, Rom auch die geistliche Macht der Habsburger vor Augen zu führen.

Das bedeutendste Kunstwerk der Abtei ist zweifellos das unter Rudolf dem Stifter in Gold gefaßte Melker Kreuz (1362), dessen Kernstück ein Splitter vom Kreuz Christi bildet. Es kann ebenso wie der Marmorsaal, das Stiegenhaus und die Kaiserzimmer, besichtigt werden.

Ruine Aggstein   RUINE AGGSTEIN

Auf einem 300 m hohen Felsen thront die Ruine einer alten Kuenringerburg, die im ersten Viertel des 12. Jahrhunderts von einem Hochfreien namens Manegold III. von Abbsbach-Werde gegründet und bereits im 13. Jahrhundert wieder zerstört wurde. 1429 wurde sie vom Burgherrn Scheck vom Walde, im Volksmund auch Schreckenwald genannt, wiederaufgebaut, der seine Gefangenen der Sage nach vor die Alternative stellt, entweder von einem steilen Felsvorsprung namens "Rosengärtlein" in die Tiefe zu springen oder in einem achten Meter tiefen Kellerloch zu verhungern. Die Burganlage, die zu den größten und bedeutendsten Österreichs zählt, ist trotz Zerstörung während der Türkenkriege und baulicher Ausbeutung für die Errichtung des Klosters in Langegg heut noch in ihren Grundrissen und Fundamenten gut erkennbar. Zudem gilt das "Rosengärtlein" heute zu den eindrucksvollsten Aussichtspunkten der Wachau.

Schloß Schönbühel   SCHLOSS SCHÖNBÜHEL

Das im 12. Jahrhundert entstandene und zu Beginn des 19. Jahrhunderts völlig erneuerte Schloß befindet sich heute in Privatbesitz. Auch auf jenem Felsvorprung, der früher Teufelsburg hieß und auf dem sich heute das in den Jahren 1666 bis 1647 erbaute Servitenkloster erhebt, befand sich - wie die Chronik berichtet - früher ein "sehr angenehmes Lustschloß", das aber schon ganz verfallen war. Das Uferkloster, zu dessen Komplex auch eine frühbarocke Rosalienkirche gehört, wird von zwei romantisch aus den Fluten ragenden Donaufelsen flankiert, die im Volksmund "Kuh und Kalbl" heißen.