Kapitel: Läutern

Seite 86, Abschnitt: Läuterbottich mit Drainagerohren

 Das Läutern mit Drainagerohren (oder auch Rohrboden genannt) wurde inzwischen von mir oftmals verwendet und soll wegen der guten Resultate und der einfachen Herstellbarkeit des Rohrbodens ausführlicher dargestellt werden. Ergänzend zum Buch daher einige Erklärungen und Bilder.

Hier siehr man das Läutergefäß mit dem eingelegten Rohrboden. Die Querrohre - und bei größeren Ausführungen auch die Längsrohre - haben Schlitze welche um länger zu sein ca. 45° schräg ausgeführt sind. Die Schlitze reichen bis zur Hälfte des Rohres. Die Schlitzstärke sollte ungefähr 1mm betragen. Das kann man mit einer Eisensäge gut erreichen. In das Querrohr beim Ablasshahn ist ein Loch gebohrt, durch welches ein kleines Rohr in den Ablasshahn führt. Die Dicke dieses kleinen Rohrs richtet sich primär nach der Öffnung des Ablasshahnes. Es muss nicht exakt passen, viel mehr Spiel als 1mm sollte jedoch auch nicht sein. Ist der Durchmesser des Ablaufhahnes sehr groß, muss man sich mit einem gebohrten Stoppel oder einen ähnlichen Konstruktion (Reduktionsstück) behelfen.

Am einfachsten kann man den Rohrboden aus 28mm Kupferrohr herstellen, welches in allen Baumärkten in Stangen samt Zubehör erhältlich ist. Die Größe des Rohrsystems wird so bemessen, dass es zusammengebaut leicht in das Läutergefäß passt. Beim Ablängen der Rohre muss man natürlich beachten, dass diese zusammengesteckt ein gutes Stück in die T-Stücke und Bögen reichen. Ein kleines Konstruktionsdetail sei noch zum Abflussröhrchen erwähnt: schneidet man das Ende, welches in das Kupferrohr führt nur gerade ab, so kann es vorkommen, dass sich das Abflussröhrchen so weit in das Drainagerohr schiebt, dass es an der Rückwand des Drainagerohrs anliegt. Dann rinnt die Würze nur mehr durch den schmalen Schlitz zwischen Drainagerohrwand und Röhrchenende ins Röhrchen und zum Ablasshahn. Beim Öffnen des Ablasshahns kommt also kaum Würze, und es scheint als wären die Schlitze verstopft. Zur Verhinderung dessen wird das Abflussröhrchen am Ende etwa 1cm weit halb aufgeschnitten, so dass es wie ein Löffel aussieht. Durch diese Öffnung kann die Würze immer leicht in das Röhrchen fließen, egal wie tief es im Drainagerohr steckt. Die Kupferrohre und -winkel werden keinesfalls verlötet! So kann man das Rohrsystem zum Reinigen zerlegen und wenn die Konstruktion nicht wesentlich kleiner als der Topf ist, kann sie ohnehin nicht zerfallen.

Das Kupferrohr selbst ist nicht sehr teuer, Winkel und T-Stücke aber vergleichsweise schon. Will man Kosten sparen, kann man alternativ auch Plastikwasserrohre (Im Buch wurde das t vergessen) verwenden. Natürlich muss man aber auf Temperaturbeständigkeit und Lebensmittelechtheit achten!  

Home Nach oben

 

Bitte beachten Sie das Copyright dieser Seiten.

Letzte Änderung dieser Seite: 04.06.06