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Der wirklich wahre Heilige Gral |
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Der wahre Ursprung des Mythos Ein Report von Walter Hain
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| 3.6.2007 Seit Jahrzehnten, eigentlich seit Jahrhunderten suchen Forscher, Mystiker und politische Führer nach dem geheimnisvollen Heiligen Gral. Sie versprechen sich dabei unermesslichen Reichtum oder unbegrenzte Macht. Es geht um die Auffindung eines bloßen Bechers - vielleicht vom letzten Abendmahl Christi - zu einem unglaublich wertvollem, mit Gold und Edelsteinen besetzten Kelch und sogar um eine sagenhafte Maschine, aus der Gold oder das biblische Manna gewonnen werden konnte. Indiana Jones und Adolf Hitler sind nur zwei dieser Gralssucher, der eine mit entsprechender Dramaturgie aus Hollywood, der andere aus rassistisch machthaberischen Gründen. Der Gral erlangte seine Popularität im 12. Jahrhundert durch eine dichterische Erzählung von Chrétien de Troyes (ca. 1150 bis 1190). In seinem Versroman Le Conte du Graal, den er für die Grafen von Flandern zwischen 1179 und 1191 verfasst hatte, schilderte er Ereignisse um einen König namens Artus und Perceval und einen Heiligen Gral, den edle Ritter in einer Gralsburg verehren und hüten. Es ist eine kostbare mit Edelsteinen verzierte Goldschale, die dem Gralskönig durch Perceval überreicht wird um ihn von seinem Leiden zu erlösen. Zwischen 1200 und 1210 übernimmt Wolfram von Eschenbach die Gralserzählung von Chrétien de Troyes. Er überträgt sie in die deutschsprachige Literatur und erweitert diese um anglonormannische Aspekte. Es sind die Herrscher und Fürsten Anjou und Balduin von Bouillon um die sich die Geschichte rankt. Sein Gral ist ein Steingefäß, namens lapis exilis, das den Gralsrittern Speise und Trank spendet. Das Gefäß schützt auch vor dem Altern und dem Tod. Seine Kräfte verdankt er einer Taube, die jeden Karfreitag eine Hostie vom Himmel bringt. Auf dem Steingefäß erscheinen die Namen der Gralsritter. Ende des 12. Jahrhunderts fügt Robert de Boron dieser Erzählung christliche Aspekte hinzu. Der Gral wird in seinem Roman de l’estoire dou Graal.zum Kelch mit dem Jesus das letzte Abendmahl begangen hat und mit dem Joseph von Arimathäa das Blut Christi am Kreuz aufgefangen hat, wie das im apokryphen, nicht-biblischen Nikodemus-Evangelium (auch bekannt als Pilatusakte oder Acta Pilati) das auf die Zeit 200 n. Chr. zurückgeht, geschildert wird. In einer Urkunde vom 14. Dezember 1134 heißt es, dass das Kloster San Juan de la Pena, in Huesca, in Spanien, im Besitz eines Kelches ist, aus grünem Achat mit Edelsteinen besetzt, den Jesus beim letzten Abendmahl benutzt hat. Im Jahr 1437 kam dieser Kelch nach Valencia wo er in der Kathedrale seither aufbewahrt wird. Drei Päpste, Johannes XXIII., Johannes Paul II. und im Jahr 2006 auch Benedikt XVI. bestätigten dem Kelch, dem "Santo Caliz von Valencia" Reliquienstatus. Richard Wagner hat die Gralslegende in seiner Oper "Parsifal" (1882) musikalisch eindrucksvoll dargestellt. Die englischen Autoren Henry Lincoln, Michael Baigent und Richard Leigh glauben in ihrem 1982 in New York erschienenen Buch Holy Blood, Holy Grail (deutsche Ausgabe Der Gral und seine Erben, 1987) den Gral als die "Blutlinie Jesu" entdeckt zu haben, indem sie - auf alte apokryphe Quellen zurückgreifend - Jesus mit Maria Magdalena ein intimes Verhältnis andichteten (siehe auch Der Da Vinci Code), aus dem Nachkommen hervorgegangen sein sollen. Der Gral soll auch eine Schale sein, die durch göttliche Fügung von König David in einer Höhle unter dem Kreuzigungshügel Golgota vor Feinden versteckt wurde. In diese Schale sollen Blutstropfen von Jesus am Kreuz gefallen sein. Wertvolle Schalen, Kelche und Trinkbecher wurden vermehrt seit dem Mittelalter als der Heilige Gral verehrt, so auch eine Achatschale aus dem Besitz der Habsburger, vermutlich aus dem 4. Jahrhundert aus Konstantinopel stammend, die in der geistlichen und weltlichen Schatzkammer, in der Wiener Hofburg besichtigt werden kann. In der natürlichen Maserung der Schale soll der Name Christus zu sehen sein. Schalen, Becher oder ähnliche Gefäße wurden aber schon viel früher für zeremonielle Handlungen benutzt und oft als wundersame Schüsseln betrachtet, aus denen alle möglichen Getränke zur Stärkung und Berauschung getrunken wurden. Man denke nur an die Zauberkesseln der Druiden. Auch die Kelten kannten magische Kessel und ein Trink- oder Füllhorn das wundersame Speisen spendete, die für Reichtum und Fruchtbarkeit sorgten. Generationen von Buchautoren, Forschern und Abenteurer suchten in den vergangenen Jahrhunderten nach dem Heiligen Gral und wurden letztendlich nicht fündig. Mehr als ein kleiner kostbarer Kelch oder eine wertvolle Schale kam dabei nicht heraus. Der Gral ist in Wirklichkeit gewaltiger und mächtiger als ein schmuckes Gefäß aus der Werkstatt eines Künstlers. Es ist auch kein simpler Holzbecher, den Jesus angeblich beim letzten Abendmahl benutzt hat. Der Gral bedeutet viel mehr, er wäre sonst nicht derart in die Mythen eingegangen. Vom Namen her stammt der Gral höchstwahrscheinlich aus dem 12. Jahrhundert um die Erzählung von Chrétien de Troyes. Es gibt das altfranzösisches Wort "graal" für ein Gefäß oder eine Schüssel; im Okzitanischen (eine galloromanische Sprache, die im südlichen Teil Frankreichs, in Italien und Spanien gesprochen wurde) gibt es das Wort "grazaal" oder "grial" für ein Trinkgefäß. Im Griechischen gibt es das Wort "krater", ein Mischgefäß das mitunter kosmische Bedeutung hat und im Lateinischen das Wort "cratalis/gradalis" ebenfalls für ein "Mischgefäß". Ein Gemälde von Thomas Cole von 1833 stellt den Gral als riesiges überdimensionales Gefäß dar, als den Krater, als das große Mischgefäß. Im Hintergrund die Sonne oder der Mond (Matthews, John: Der Gral - Die Wahrheit hinter den Mythen, S. 13). In einem Gemälde von Edwin Austin Abbey von 1895 hält Galahad den leuchtenden, strahlenden Gral in den Händen (Der Heilige Gral - Mythos des Abendlandes, S. 93). Den Gral findet man oftmals in Kunstwerken leuchtend am Himmel stehen. Den wahren Gral findet man nicht in Museen, Kirchen oder Burgen. Der wahre Gral findet sich in Jahrtausende alten Mythen. Man muss die Mythen durchforsten und die alten Schriften studieren, um dem Geheimnis auf den Grund zu kommen. Vieles was Menschen erdacht haben, gründet sich aus den Vorstellungen über die Vorgänge in der Natur, aus Jahrtausende langen Beobachtungen des unmittelbaren und entfernten Lebensraums. Wer den Gral finden will, muss in den großen Bibliotheken stöbern. Dort wird man mitunter fündig. Schon vor mehr als zwanzig Jahren fand ich in der Nationalbibliothek in Wien ein Werk aus dem Jahr 1911 mit dem Titel "Die Wurzeln der Sage vom heiligen Gral", geschrieben von Leopold von Schroeder, ein Mitglied der kaiserlichen Akademie der Wissenschaften. Damals wurden wissenschaftliche Werke in so genannten "Sitzungsberichten" von der kaiserlichen Akademie veröffentlicht. Das Werk stützt sich auf zahlreiche wissenschaftliche Publikationen um den Heiligen Gral aus dem 19. und dem beginnenden 20. Jahrhundert. Leopold von Schroeder begnügt sich nicht mit den mittelalterlichen Quellen, er stößt in die Mythen der Völkern vor und wird schließlich auf beeindruckend logische Weise fündig. Leopold von Schroeder sah also schon vor fast hundert Jahren den Ursprung der Sage vom Heiligen Gral und das Symbol eines mächtigen Gefäßes im Mythos der Veden (Weda), den ältesten heiligen Schriften der Inder aus der Zeit 1250 v. Chr. Im Mahabharata, dem Nationalepos der Inder aus dem 4. Jahrhundert n. Chr., wird berichtet, dass Yudhishthira, nachdem er Askese geübt hat, die Sonne gepriesen hat und dafür vom Sonnengott Vivasvant einen kupfernen Kochtopf (pithara) zum Geschenk erhält, der sich auf Wunsch immer wieder von selbst füllt. Die vedischen Inder betrachteten die Sonne als himmlischen Breitopf (odana). Im Sanskrit heißt es, dass der Sonnengott Vishnu an seinem höchsten Standpunkt mit den Göttern und den seligen Abgeschiedenen schmaust.
Der wahre Heilige Gral (Quelle Sonne: The Celestia Motherlode). "Sowohl im Ritus wie im Mythus der vedischen Zeit tritt es deutlich zutage, dass die beiden großen, runden Leuchtkörper des Himmels, Sonne und Mond, als himmlische Gefäße gedacht wurden, deren Inhalt von den Göttern oder den seligen Abgeschiedenen, respektive von beiden, genossen, geschlürft, getrunken wird", schreibt Schroeder. Das scheint einleuchtend, kann doch nichts gewaltiger und mächtiger sein als der Schein der Sonne und der Anblick des (vollen) Mondes. Für viele Völker erschienen diese riesigen Himmelskörper als Gefäße (Schüsseln) aus denen die Götter aber auch die Menschen Kraft schöpfen und auch (symbolisch) daraus trinken. Die Menschen der Vorzeit wussten noch nicht, das Sonne und Mond Kugelform haben. Sie sahen in ihnen riesige Leuchtkörper am Himmel und bestenfalls riesige runde Scheiben. Den Menschen war aber vor allem die Kraft der Sonne bewusst, weshalb die bedeutendsten Kulte Sonnenkulte waren. Später oder gleichzeitig kam auch der Mond dazu. Vor allem das Sonnenlicht spendet Kraft und Wärme und natürlich bestimmt es wesentlich das Leben auf der Erde. Was liegt näher, als dass die Sonne als riesiges Gefäß angesehen wurde, das Speise und Trank, die Lebensgrundlagen der Menschen und der gesamten irdischen Natur liefert. Die Sonne wurde auch als himmlisches Opferfeuer angesehen, das entzündet wird, während die Götter aus dem himmlischen Gefäß, dem Mond, den Soma trinken. In den vedischen Texten wird die Sonne als ein himmlischer Breitopf, als Milchtopf, angesehen, aus dem die Götter und manchmal auch die Menschen (vornehmlich die Priester) trinken. Manchmal wird daraus auch der himmlische Met getrunken. Im Ritual des so genannten Parvargyaopfers erscheint die Sonne als irdener Topf gefüllt mit heißer Milch. Auch die alten Germanen sahen die Sonne als ein Gefäß an, aus dem Met getrunken wird.
Der Mond als Soma-Spender (Apollo11, Nasa). Auch der Mond wurde bei den Indern und den Germanen als himmlisches Rauschtrankgefäß angesehen. Im Rigveda (ein Teil der Weda) wird vom Rauschtrank der Götter, vom Soma, berichtet. Für die Menschen ist es ein berauschender Saft aus Milch und Mehl, der durch Gärung, nach Zerstampfen einer bestimmten Pflanze, erzeugt wurde. Auch die Perser kannten einen derartigen Saft unter dem Namen Haoma oder Hauma. Der Soma der Götter befand sich aber am Himmel: es ist der Mond. In einem Rigvedalied heißt es: "Der Soma, den der Priester kennt, von dem genießt niemals ein Mensch." In einem weiteren Vers heißt es: "Wenn sie, o Gott, dich trinken aus, dann schwillst alsbald du wieder an! Des Somas Hüter ist der Wind, der Monat ist des Jahres Bild." Dies zeigt deutlich, das der Mond als Gefäß angesehen wurde, das ausgetrunken wird und anschließend sofort wieder gefüllt wird - wie auch der Gral.
Die Sonnenopfer bei den Maya. Auch das Motiv der Dürre und Unfruchtbarkeit des Landes findet sich in den indischen Veden und in der Gralslegende. Indra läßt nach heldenhaften Abenteuern den himmlischen Met als Regen zur Erde fließen. In der Gralslegende wird das Land wieder fruchtbar nachdem die Burg gefunden wird. Auch die Lanze des Longinus wurde in der Gralssage umgebildet und nicht als bloße Waffe des Römers, der den Tod Jesu prüfen wollte, belassen. Die für die Kirche heidnischen Gebräuche forderten ihre Stellung in den Köpfen der Menschen. Sie waren nur zu gewinnen, wenn ihre alten Bräuche und Mythen in christliche Vorstellungen umgewandelt wurden. So ist im Gral Lohengrin mit dem Hüter des Soma (dem Gandharven) in der indischen Veda gleichzusetzen. Die Lanze im Gral entspricht den Schilderungen im Mahabharata wonach Indra der kriegerische Gott des Himmels, des Sturmes und des Regens, mit einer Lanze oder einem Speer bewaffnet auftritt. Indra trinkt ebenfalls den Soma.
Der Sonnenkult bei den Ägyptern. Was den Gral betrifft, so ist die Schüssel, der Kelch des Joseph von Arimathea in der christlichen Vorstellung an die Stelle des heidnischen Symbols, dem Mond getreten. Alte Mythen wurden also christianisiert und lebten in den Köpfen der Menschen auf diese Weise weiter. Wunderbare Gefäße (Gegenstände), die ewige Freuden und Unsterblichkeit verleihen, erkämpft von edlen (reinen) Rittern war der Stoff aus dem die Geschichten für die Menschen im Mittelalter gemacht wurden, und die uns noch heute tief bewegen. Das Blut im Gral. Wenn die Götter aus Sonne und Mond trinken, dann trinken sie auch aus den Köpfen bzw. aus den Schädeln ihrer getöteten Feinde. So tranken die Menschen in grausigen Ritualen das Blut ihrer Feinde aus magischen Gefäßen. Die Priester aber tranken das göttliche Blut. Mitunter wurden auch die Leiber der Feinde und der Götter verzehrt. Es entwickelte sich die Vorstellung, das nur der der den Leib eines Gottes isst und das Blut eines Gottes trinkt übermenschliche Fähigkeiten erlangt. So sagt Jesus beim Heiligen Abendmahl nachdem er das Brot gebrochen hat: "Nehmt, esset, das ist mein Leib." Und er nahm den Kelch und sagte: "Trinket alle daraus. Denn das ist mein Blut..." (Matth. 26, 26-28). Das Blut ist der edelste Saft des Menschen und der Götter und der wahre Inhalt des Grals. Der Gralskult ist also ein alter Sonne- und Mondkult. Sämtliche Gralssucher der Neuzeit scheinen das nicht erkannt zu haben. John Matthews, der sich Jahrzehnte lang mit der Legende vom Heiligen Gral beschäftigt hat, schreibt zwar vom "Trank der Unsterblichkeit", dem Soma, und er sieht im Rigveda Ähnlichkeiten mit der Gralslegende, doch er erkennt offenbar nicht die himmlischen Gefäße, die Vorbilder des Gralskelches, die Rauschtrank und Met liefern, die in den vedischen Texten deutlich als solche beschrieben werden: der Mond und die Sonne. Auch in der mittelalterlichen Legende erscheint der Gral mitunter zweifach. Die Sonne liefert den Met, den himmlischen Nektar, das biblische Manna, das Ambrosia; der Mond liefert den Soma, den Rauschtrank für religiöse und kultische Zeremonien in vielen Variationen (Bier, Wein, etc.). Der Gralskult in seinem Ursprung ist kein Kelchkult oder ein Kult in Verbindung irgendeines Gefäßes (Kessel, Schüssel), er ist auch kein Kult in Verbindung einer Blutlinie (Verwandtschaftslinie) und auch kein Schlangenkult (serpent grail): er ist in seinem Ursprung ein uralter Sonne- und Mondkult. Quellen: Matthews, John: Der Gral - Die Wahrheit hinter den Mythen, Bassermann, München 2006. -"- : The Grail, Octopus Publishing Group Ltd., London 2005. Terhart, Franjo: Der Heilige Gral - Mythos des Abendlandes, Parragon Books, UK 2005. Schroeder, Leopold von: Die Wurzeln der Sage vom heiligen Gral, Sitzungsbericht der Kais. Akademie der Wissenschaften in Wien, Wien 1911. Im Internet: http://de.wikipedia.org/wiki/Heiliger_Gral
Zitat:"Der Name Soma ist verbunden mit dem arischen Mondgott bzw. der Mondscheibe am Himmel. Der Mond ist der Becher, aus dem die Götter das Soma trinken. Bei Vollmond ist er gefüllt, bei Neumond geleert. Von Vollmond zu Neumond trinken die Götter jeden Tag einen gleichgroßen Schluck. Von Neumond zu Vollmond füllt sich der Becher dann wieder von selbst." http://de.wikipedia.org/wiki/Soma_%28Getr%C3%A4nk%29
Der Gral im Da Vinci Code (only in German): http://web.utanet.at/mahain/jesus_und_der_da_vinci_code.htm
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