UN-Druck auf
Zypern wächst
27.01.2011
Zypernbrief an die Wiener Zeitung + Artikel (PDF)
Nordteil Zyperns: Konservative Opposition gewinnt Wahl
20.04.2009
Bei
der vorgezogenen Parlamentswahl im türkischen Nordteil Zyperns hat die oppositionelle
konservative Partei der Nationalen Einheit (UBP) gestern einen klaren Sieg errungen. Nach
Auszählung aller Stimmen erreichte die Partei von Dervis Eroglu rund 44 Prozent der
Stimmen. Die bisher regierende gemäßigte Republikanisch-Türkische Partei (CTP) erhielt
29 Prozent der Stimmen.
Die konservative Demokratische Partei (DP) kam auf 10,7 Prozent. Zwei kleinere
linksgerichtete Parteien erhielten jeweils sechs Prozent und wären damit auch in dem 50
Sitze zählenden Parlament vertreten. Der bisherige Ministerpräsident und CTP-Chef Ferdi
Sabit Soyer räumte seine Niederlage ein.
Die "Türkische Republik Nordzypern" (KKTC) wird ausschließlich von der Türkei
anerkannt, deren Armee den Norden der Insel 1974 besetzt hatte. Zur Stimmabgabe aufgerufen
waren 161.000 Wahlberechtigte.
Bemühungen zur Wiedervereinigung
Die konservative UBP sicherte sich 26 von insgesamt 50 Abgeordnetenmandaten und kann
allein die Regierung bilden. Parteichef Eroglu sagte nach dem Wahlsieg, die Bemühungen
zur Wiedervereinigung der seit 35 Jahren geteilten Insel würden fortgesetzt.
Seine Partei werde den Volksgruppenführer der Zyperntürken, Mehmet Ali Talat,
unterstützen. Dessen Partei, die bei der Wahl unterlegene CTP, setzt sich für eine
Konföderation des türkisch besetzten Nordteils mit dem von der griechisch-zypriotischen
Bevölkerungsmehrheit bewohnten Gebiet im Süden ein. Die UBP steht den Verhandlungen mit
dem zypriotischen Präsidenten Demetris Christofias über eine Wiedervereinigung Zyperns
grundsätzlich ablehnend gegenüber.
EU-Regeln im Norden nicht angewendet
Völkerrechtlich wurde ganz Zypern 2004 Mitglied der Europäischen Union, doch findet das
EU-Regelwerk in dem von türkischen Truppen besetzten Nordteil keine Anwendung. Ein
UNO-Wiedervereinigungsplan war 2004 von den griechischen Zyprioten in einem Referendum
massiv verworfen worden, die türkischen Zyprioten hatten ihn dagegen gutgeheißen.
Brief an ORF
04.05.2009
ORF
NEWS Redaktion
Sehr geehrte Redaktion!
Danke, dass Sie Nordzypern (TRNZ = KKTC) so viel Raum gewidmet haben.
Es ist richtig, dass die TRNZ nur von der Türkei anerkannt wird jedoch dies
liegt nicht in Einflussbereich der türkischen Zyprioten. Nach die Anerkennung
von Osttimor und des Kosovo ist uns um so unbegreiflich warum man die
TRNZ nicht anerkennt!
Legalität oder Illegalität sind an sich aus einem Rechts- und Gerichtsbarkeit -
System auftauchende, relative Begriffe. Somit stellt sich die Frage: Nach
welchem Recht oder welcher Gerichtsbarkeit ist der südliche (griechische)
Teil von Zypern legal, während der türkische Teil illegal sein soll?
Interessant ist es auch, wie der Zypernkonflikt für die griechische Seiten und
die Medien erst im Jahr 1974 begonnen zu haben scheint!
Der Grund, warum das Zypernproblem seit 45 (und nicht wie irrtümlich von
Ihnen als 35 angegeben) Jahre ungelöst geblieben und so viele Friedensvermittler
gescheitert sind, liegt darin, dass keiner von Ihnen jemals die Wurzel des
Übels dieses kronisches Konfliktes verstanden hat. Sich damit vielleicht erst
gar nicht befasst hat.
Zu allererst versagte der UNO - Sicherheitsrat, und zwar schon im März 1964,
während der Diskussion vor der Erstellung der UNFICYP - Friedenstruppe
(Resolution 186). Man erklärte der griechische Militärverwaltung als die
legitime Regierung Zyperns. Am 20. Juli 1974 hat die Türkei in Ausübung
ihres Rechtes auf Intervention, das im Garantievertrag von 1960 festgelegt
worden war, das türkisch - zypriotische Volk von der Tyrannei und den
mörderischen Angriffen der Griechen und griechischen Zyprioten bewahrt und
deren Versuche die Insel mit Griechenland zu vereinen (ENOSIS) vereitelt.
Aus türkisch zypriotischer Sicht ist das einseitiges Vollmitgliedschaft
Südzyperns (unter totaler Missachtung der 1960 getroffenen Vereinbarungen)
eine weitere Schritt im historischen Streben nach ENOSIS (Anschluss an
Griechenland).
Dieses Wahlergebnis zeigt auch, dass die türkischen Zyprioten (die in 2004,
Ja zu Wiedervereinigung und ja zu EU gesagt haben) es mit die europäischen
Überheblichkeit, Unehrlichkeit und Zynismus satt haben. Die EU hast sich einen
historischen Fehler erlaubt und muss selbst mal schauen wie man aus der
Sackgasse heraus kommt. Zypern ist die gemeinsame Heimat der
türkischen sowie griechischen Zyprioten, und nur die zwei Volksgruppen
können über das Schicksal Zyperns entscheiden und nicht die EU.
Mit freundlichen Grüßen
Dipl.-Ing. Küfi Seydali
Obmann
Verein der Freunde von Nordzypern
Heinrichweg 9
3291 Kienberg
Tel: 07485 - 97496
Der Türkei droht das Ende der Beitrittsverhandlungen
05.02.2009

Quelle: KURIER, 05.02.2009
«Nach oben»
Hoffen auf zypriotischen Frühling
21.03.2008
Es wäre nicht die erste Grenzöffnung, und an der realten Teilung der Mittelmeerinsel
würde es auch nicht viel ändern. Doch könnten sich Zypern-Griechen und Zypern-Türken
beim heutigen Gifpel auf ein Niederreicßen der Mauer in der Ledrastraße im historischen
Kern Nikosias verständigen, könnten schnell weitere Barrieren (auch im Kopf) fallen. Die
"goldene Gelegenheit" für das seti 1974 geteilte Eiland, wie der Politologe
Joseph Joseph die situation einschätzt, würde tatsächlich beginnen, Gestalt anzunehmen.
Begründet wird die neue Hoffnung mit dem Machtwechsel im
griechischen Süden. Der Reformkommunist und Befürworter eines Dialogs mit den Türken
Demetris Christofias löste den Hardliner Tassos Papadopoloulos als Präsident Zyperns ab.
In dieser Funktion trifft er heute Mehmet Ali Talat, den Führer der nur von Ankara
anerkannten "Türkischen Republik Nordzypern".
Ein weiteres Scheitern wäre verheerend für die Zukunft des
Volkes, für die griechischen und türkischen Zyprioten", sagte Christofias vor
Beginn der Gespräche. Er gehe davon aus, dass das Problem innerhalb seiner
(fünfjährigen) Amtszeit zu lösen sei. Talat peilt die Wiedervereinigung gar noch bis
Jahresende an. Das dürfte wohl zu optimistisch sein. Denn bei den zwei größten Brocken
auf dem Weg zu einer "bikomunalen und bizonalen" Föderation gibt es keine
Bewegung: Die Rückkehr der bis zu 200.000 aus dem Norden vertriebenen Griechen und die
völlige Entmilitarisierung der Insel. Hat doch die Türkei rund 35.000 Soldaten seit dem
Einmarsch 1974 auf Zypern stationiert.
Und noch eine weitere Hürde gilt es zu meistern. Ankara, die
Schutzmacht der Inseltürken, ohne die gar nichts geht, zeigt derzeit wenig Interesse an
EU-Fragen im Allgemeinen und dan der Zypern-Lösung im Besonderen. Umgekehrt freilich
würde die Wiedervereinigung der Insel der türkischen EU-Annäherung neuen Schub
verleihen. Nicht zuletzt deshalb, weil die Gegner einer Mitgliedschaft Ankaras eines ihrer
wichtigsten Argumente verlören.
Der bisher letzte Versuch, die Teilung zu überwinden, fand
2004 statt: In getrennten Referenden stimmten die Griechen gegen den UN-Plan, die Türken
dafür. Seither herrschte Eiszeit, jetzt hoffen alle auf den zypriotischen Frühling.
Quelle: KURIER, 21.03.2008
«Nach oben»
UK Prime Minister Reply to North Cyprus Petition
07.05.2007
http://www.number-10.gov.uk/output/Page11602.asp
EU sucht nach Lösung des Zypernstreits
29.01.2007
Im April 2004, also vor fast drei Jahren, versprach die
Europäische Union den Nordzyprern nach ihrem Votum für die Wiedervereinigung der Insel,
die Isolation des Nordens zu beenden. Allerdings blieb es bis dato bei diesem politischen
Versprechen, denn konkrete Maßnahmen konnte die EU bisher nicht durchsetzten.
Am vergangen Montag haben die EU-Minister in Brüssel nun entschieden:
*Unverzüglich wolle man unter Ägide der deutschen Ratspräsidentschaft über einen
direkten Handelsaustausch und Finanzhilfen mit Nordzypern reden. Bleibt zu hoffen, dass
die Ankündigung diesmal tatsächlich umgesetzt wird und nicht an der intransigenten
Politik der Zyperngriechen scheitert.
«Nach oben»
Südzypern darf sich nicht gegen EU-Direkthandel mit Nordzypern
sperren
11.01.2007
Wie der *Tagesspiegel in seiner Ausgabe vom
5.01.07 berichtete, hat der luxemburgische Außenminister Jean Asselborn das
EU-Mitglied Südzypern aufgefordert, eine mögliche Aufnahme des Direkthandels zwischen
der EU und Nordzypern nicht zu blockieren.
Asselborn erinnerte im Gespräch mit dem Tagesspiegel daran, dass die EU im
April 2004 ihre Bereitschaft erklärt habe, die Isolierung der Zyperntürken zu beenden.
Alle Mitgliedstaaten (*) müssen bereit sein, diese Zusage umzusetzen, sagte
Asselborn weiter. Er habe vollstes Vertrauen in den deutschen EU-Vorsitz, das
Versprechen an Nordzypern einzulösen.
Die EU-Außenminister wollen am 22. Januar bei ihrem ersten Treffen unter deutscher
EU-Ratspräsidentschaft einem Abkommen den Weg ebnen, wonach der Direkthandel zwischen
Nordzypern und der EU wieder aufgenommen werden könnte.
«Nach oben»
"Politische Streiflichter"
18.12.2006
Artikel aus Diplomatischer Pressedienst - "Politische
Streiflichter" (PDF, 167 KB)
An die Redaktion "Kronen Zeitung"
15.12.2006

1) Solid waste sector programme for the ^Turkish
^Cypriot community;
2) Feasibility study for the rehabilitation of the Lefke/Lefka mining area;
3) Upgrading the management of the energy sector;
4) Upgrading of urban and local infrastructure;
5) Supporting private sector development within the ^Turkish ^Cypriot community;
6) Information on the European Union political and legal order.
The second part of the financial assistance will be adopted before the end of 2006, after
the favourable opinion of the Phare Management Committee on 20 October 2006.
For the implementation of the assistance, the Commission has put in place a Programme Team
composed of Commission officials and contract agents working both in Brussels and in
^Cyprus. The addresses of the programme team will be in Brussels and at the Representation
of the European Commission in ^Cyprus.
This team will be using a Programme Support Office in the northern part of ^Cyprus to
facilitate contacts with the beneficiary community, with a view to ensuring cost-effective
coordination, preparation and implementation of the assistance, whilst also providing a
venue for meetings and seminars. The Programme Support Office has been operational since
mid-September undertaking preparatory activities.
---
Council Regulation n°389/2006
«Nach oben»
Ankara fordert Ende des Embargos
06.10.2006
Die Auseinandersetzung zwischen der Europäischen
Union und der Türkei um die Öffnung türkische See- und Lufthäfen für den Verkehr aus
Südzypern geht weiter, allerdings
unter leicht veränderten Vorzeichen: Hatte die EU noch bis vor kurzem einen
uneingeschränkten Personen- und Transportverkehr gefordert, scheint nun auch eine
Teillösung akzeptabel, die vorsieht, nur einige türkische Häfen zu öffnen.
Im Gegenzug, so der EU-Vorschlag, könnte das Embargo gegen Nordzypern punktuell
aufgehoben werden, indem Ausfuhren aus dem Inselnorden über einen gemeinsam von
Zyperntürken und Zyperngriechen betriebenen Hafen abgewickelt werden könnten.
Ankara steht dem Vorschlag skeptisch gegenüber und hält an der Ankündigung fest, seine
Häfen für Schiffe und Flugzeuge aus dem Inselsüden erst nach Beendigung der Isolation
Nordzyperns freigeben zu wollen.
«Nach oben»
Zyperntürken klagen vor dem ECHR
18.08.2006
Neben anderen Aufgaben widmet sich die
zyperntürkische Stiftung für Menschenrechte (TCHRF) auch der Frage ungelöster
Eigentumsansprüche. Diese sind ein Kernpunkt
der Zypernfrage. So mussten zehntausende Inselbewohner mit Beginn des Bürgerkriegs ab
1963 und später im Zuge der türkischen Intervention ihre Heimat verlassen und in den
jeweils anderen Inselteil flüchten. Dabei haben die Flüchtlinge Land und Gut
zurücklassen müssen, das sie nun zurückfordern.
Ein aktueller Fall aus Nordypern ist der von Mehmet Ali Birsen, auf dessen Grundstück im
Süden ein Militärcamp errichtet wurde. Der TCHRF ruft im Namen von Birsen den
Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte an (ECHR), um über diese Instanz
Rückgabeforderungen beziehungsweise Kompensationszahlungen geltend zu machen.
Man bemühe sich im Rahmen existierender Möglichkeiten darum, die Betroffenen zu
unterstützen, erklärt Emine Erk, Vorstandsvorsitzende des TCHRF. Laut Erk lassen die
rechtlichen Rahmenbedingungen im Süden bisher keinen Ausgleich auf einheimische Ebene zu.
«Nach oben»
Zyperntürken feiern den Frieden
21.07.2006
Am 20. Juli wurde in Nordzypern der 32. Jahrestag
der türkischen Intervention gefeiert. Im Sommer 1974 intervenierte die Türkei unter
Berufung auf ihr Recht als Garantiemacht. Das Eingreifen war nötig geworden, nachdem die
griechische Junta den zyprischen Präsidenten Erzbischof Makarios gestürzt hatte, um den
Weg für die *Enosis *den widerrechtlichen Anschluss der Insel an das griechische
Festland* zu ebenen.
In seiner Rede anlässlich der Feierlichkeiten bekräftigte der türkische Premier Recep
Tayyip Erdogan, dass die Türkei auch in Zukunft an Nordzyperns Seite stehen werde. Im
Beitrittsstreit mit der EU werde man keine Zugeständnisse machen, sagte Erdogan. Derzeit
erweist sich die Zypernfrage als ein Hindernis für einen EU-Beitritt der Türkei. Ankara
möchte Südzypern den Zugang zu seinen See- und Flughäfen solange verwehren, bis das
Embargo gegen den nördlichen Inselteil aufgehoben wird.
Offener Brief an Dr. Wolfgang Schüssel
10.07.2006
Herrn
Dr.Wolfgang Schüssel
Bundeskanzler der Republik Österreich
Ballhauspaltz 2
1014 Wien
post@bka.gv.at
Sehr geehrter Herr Bundeskanzler,
Wir haben Ihre Kommentare in Bezug auf Zypern und die EU-Mitgliedschaft der Türkei
gelesen und möchten unserer Enttäuschung Ihnen gegenüber sowohl als österreichischer
Bundeskanzler als auch residierender Präsident der EU, Ausdruck geben.
Zu allererst ist es, da Österreich's friedenserhaltende Beiträge innerhalb des
UN-Zypernengagements auf Zypern, sich über 37 Jahre erstreckt haben (1964-2001),
schwierig zu behaupten, dass Sie über den chronischen, ein halbes Jahrhundert alten
Zypernkonflikt, nicht informiert sind. Das Zypernproblem bestand ja schon lange vor der
Entstehung der EU in ihrer jetzigen Form und lang bevor Österreich Mitglied wurde.
Was die EU betrifft, so ist dieser die Schuld am Missmanagement und an der Einmischung in
die Angelegenheiten *Zyperns", sowie Missachtung der Rechte der türkischen Zyprioten
vorzuwerfen. Die EU hat durch die einseitige Gewährung der Vollmitgliedschaft an den
griechischen Süden, im Wissen um alle Komplikationen und Einwände von der türkischen
Seite auf Zypern, ein historisches Fehlurteil getroffen. Weiters hat die EU keine ihrer
den türkischen Zyprioten vor dem Referendum im April 2004 gemachten Versprechungen
eingehalten. Die türkische Seite stimmte zu 65% mit Ja, wogegen die griechische Seite mit
76% Nein stimmte ! Die EU belohnte die griechische Seite weiterhin, was massiv zur
Unbeugsamkeit beitrug, die von der Papadopullos-Regierung gezeigt wird.
Die gesamt Welt weiß, wie die türkischen Zyprioten unter ihren griechischen Nachbarn
gelitten haben und die Partnerschaftsrepublik von 1960 durch griechisch-nationale Ideale
(ENOSIS/MEGALI Idea) willkürlich zerstört worden ist. Ebenso ist bekannt, dass die
Türkei, ein NATO Mitglied und Freund des Westen während des Kalten Krieges, schon
1963(d.h. 32 Jahre vor dem EU-Beitritt Österreichs) um EU-Mitgliedschaft angesucht hat.
Mitlerweile sind die meisten Warschaupaktländer und die griechischen Zyprioten von der EU
aufgenommen worden- die Türkei
hingegen nicht.
Der Türkei die EU-Mitgliedschaft aus geographischen Gründen zu verwehren ist
lächerlich, wenn man die örtliche Lage Zyperns bedenkt. Die EU mag ja sehr *klug"
sein, es stellt sich jedoch die Frage: wie weit gedenkt die EU ohne türkische
Mitgliedschaft zu gehen?
Wir, die türkischen Zyprioten, wissen eines: wir werden unseren Weg weitergehen, weil wir
nirgendwohin anders gehen können. Wir verlangen nichts als Gerechtigkeit und die Chance,
unsere Zukunft friedlich aufzubauen und dies Seite an Seite mit unseren griechischen
Landsleuten. Die Alternative dazu ist zu schrecklich auszudenken. Jeder , der nur im
Geringsten mit der Geschichte Zyperns vertraut ist, muß das wissen.
Ja, Herr Bundeskanzler, Sie haben uns als *Österreich" und als *EU"
enttäuscht. Machen Sie mit Ihren griechischen Freunden was Sie wollen, aber bleiben Sie
unserem Teil Zypern's fern, den werden wir nicht so leicht abgeben.
Hochachtungsvoll,
Dipl.-Ing Küfi Seydali
Obmann Stlv.
Türkisch-Zyprische Vereine in Europa
Heinrichweg 9
3291 Kienberg
07485-97496
«Nach oben»
EP-Konferenz in der TRNZ
24.05.2006
Medienberichten zufolge plant die Grüne Fraktion des
Europäischen Parlaments (EP) dieses Jahr eine mehrtätige Konferenz in Nordzypern
auszurichten. Die Versammlung
soll einen Beitrag dazu leisten, die Isolation des nördlichen Inselteils zu überwinden.
Wie das türkische Newsportal ABHaber.com berichtet, geht das Vorhaben auf die Initiative
des türkischstämmigen EP-Abgeordneten Cem Özdemir zurück. Erst letztes
Jahr hatte die Europäische Grüne sich in Istanbul versammelt, um dort ein Zeichen für
die Europa-Zugehörigkeit des Landes am Bosporus zu setzen.
«Nach oben»
Aussenminister Denktas in der Slowakei
11.05.2006
Nach Einladung der "Slovak Foreign Policy
Association" (SFPA) befindet sich der zyperntürkische Außenminister Serdar Denktas
derzeit auf Arbeitsreise in der Slowakei. Unter anderem wurde dort in der Hauptstadt
Bratislava über künftige Chancen zur Beilegung des Zypernstreits konferiert. Anlässlich
der Veranstaltung plädierte Denktas
dafür, auch für alternative Lösungsansätze offen zu sein, sollte die intransigente
Haltung der Zyperngriechen andauern.
Denkbar wäre etwa eine Lösung der Zypernfrage in Anlehnung an das tschechoslowakische
Modell: Anfang der 1990er, nach Zusammenbruch des kommunistischen Systems, einigte man
sich friedlich auf die Teilung der Föderation in zwei unabhängige Staaten (Slowakei,
Tschechien). *Wenn wir gemeinsam nicht in einem Staat leben können, dann müssen wir die
Insel teilen. Vereinigt wären wir innerhalb der EU", sagte Denktas.
«Nach oben»
Zypernstreit: Gefahr für den türkischen EU-Beitritt?
09.05.2006
Falls die EU tatsächlich hinter der Beitrittsperspektive
für Ankara stehen sollte, wird man in Brüssel noch im Laufe des Jahres einen Ausweg aus
der *Zypernkrise" finden müssen. Andernfalls bleibt die fortdauernde
Auseinandersetzung um die Öffnung der türkischen See- und Lufthäfen für den Verkehr
mit Südzypern ein Rechtfertigungsgrund der Türkei-Skeptiker den EU-Beitrittsprozess zu
blockieren, hieß es am gestrigen Samstag aus türkischen Parlamentskreisen.
Indessen ist von türkischer Seite aus ein Aufweichen der eigenen Position nicht zu
beobachten. Yasar Yakis, Vorsitzender der EU-Harmonisierungskommission im türkischen
Parlament sieht sich ethisch und rechtlich auf der sicheren Seite. Man werde in der Frage
solange nicht nachgeben, bis auch die EU ihrerseits Maßnahmen zur Überwindung
der Isolation Nordzyperns ergreife, sagte Yakis. Insofern fordert Ankara von Brüssel
nicht mehr als ein *quid pro quo". Gegenüber der türkischen Tageszeitung *Turkish
Daily News" tritt Yakis selbstbewusst auf, wenn er erklärt, dass auch die EU früher
oder später erkennen werde, dass Ankaras Standpunkt in der Sache feststehe. *Wir sind
entschlossen uns treu zu bleiben", so Yakis.
Ausgangspunkt der ungelösten Streitfrage ist ein Protokoll, das die Türkei im letzten
Jahr unterzeichnet hat. Das so genannte Ankara-Protokoll erweitert die Zollunion zwischen
der Türkei und der Europäischen Union auf die zehn neuen Mitgliedstaaten,
einschließlich Zypern. Seitdem fordert Ankara von der EU sich um die Aufnahme direkter
Handelsbeziehungen mit Nordzypern zu bemühen.
Erst im Januar hatte die Türkei vorgeschlagen, ihre Häfen für Güter aus Südzypern zu
öffnen, wenn gleichzeitig die Isolation des Inselnordens aufgehoben wird.
Dipl.-Ing. Küfi Seydali
Obmann
Verein der Freunde von Nordzypern
«Nach oben»
Zyperntürken protestieren in Brüssel
27.04.2006
Gestern wurde in Brüssel gegen das andauernde
Zypern-Embargo demonstriert. Der Protest richtet sich hauptsächlich gegen die EU. Diese
hatte angekündigt, bestehende Handelsrestriktionen gegen den nördlichen Inselteil
aufzuheben. Allerdings sind entsprechende Maßnahmen bisher ausgeblieben.
Organisiert wurde der Protestmarsch von der in Großbritannien ansässigen
Nichtregierungsorganisation *Embargoed". Beteiligt hatten sich Personen aus der
Türkischen Republik Nordzypern (TRNZ) und Großbritannien, die anlässlich der
Demonstration nach Belgien gereist waren.
Im Memorandum der Protestler heißt es: *Wir fordern, wie am 26. April 2004 von der EU
versprochen, das nunmehr seit 42 Jahren andauernde Embargo gegen Nordzypern zu beenden. Im
Referendum vom 24. April 2004 haben zwei Drittel der Zyperntürken für den
UN-Friedensplan gestimmt, der vorsah, die Insel unter Berücksichtung der politischen
Gleichheit beider Seiten, wiederzuvereinen. Nachdem das Referendum am zyperngriechischen
*Nein" scheiterte, wollten die Vereinten Nationen die Isolation Nordzyperns
schrittweise abbauen. Obwohl 2 Jahre vergangen sind, greift das Nordzypern-Embargo nach
wie vor. Die Zyperngriechen sind inzwischen EU-Mitglied. Dagegen leiden die Zyperntürken
weiter unter vorsätzlicher Diskriminierung. Direkte Repräsentation sowie Transport und
Kommunikation über bzw. mit der EU und dem Rest der Welt bleiben dem Norden
verwährt."
Um diese Missstände zu beseitigen, fordern die Demonstranten die EU dazu auf, den
direkten Dialog mit den Behörden und den gewählten Repräsentanten auf Nordzypern zu
suchen.
«Nach oben»
U.S. ready to trade with Turkish Cypriots
21.02.2006
To
The Editor
Washington Times
letters@washingtontimes.com
Dear Sir,
I have read your article " U.S. ready to trade with Turkish Cypriots"
By Nicholas Kralev, February 21, 2006, and wish to briefly comment on
this rather delicate and chronical subject.
The US decision is indeed commendable and the only humane and fair approach
to the so-called Cyprus conflict. There is not much point in complaining that
this decision comes very late and after 40 years suffering by the Turkish Cypriots,
who did nor harm to no one! Yes, better late than never.
The claim that " The Greek-Cypriot government agrees that economic,
business and social ties with the Turkish Cypriots should be encouraged, .."
shows how dishonest the Greek Cypriot leadership is. In fact, successive
Greek Cypriot leaders sought to convey the impression of honest and frinedly
leaders with nothing to hide, who seek only peace and harmony for all the
people of Cyprus. However, they continuously blocked the freedom of speech,
movement and development of the Turkish Cypriots.
The administration of South Cyprus has no legal or moral right to claim to represent
anyone except the Greek Cypriot people. The self- assumed title of the "Governmnet
of Cyprus" has no juristiction to represent or act on behalf of the Turkish Cypriot
people, whose sole, legitimate representatives are those elected under and by virtue
of the Constitution of the Turkish Republic Of Northern Cyprus (TRNC) whose
democratically elected President is Mr. Mehmet-Ali Talat.
Cyprus is a very small island but, when it comes to understanding the other side's
mindset, the two Cypriot Communities are on completely different Galaxies.
The crux of the problem is a conflict between the Turkish Cypriot determination not
to fall under Greek domination again and the deep rooted Greek desire to keep the
door open to ENOSIS (Union with Greece).
For the Turkish Cypriots, who has always been ready for peace, the essence, the
sine qua non, of any settlement must be security against renewed Greek aggression.
Finally Sir, we further believe that, all external interferences and possible incentives
tend to drive the combatants into a cul-de-sac through the illusion of inevitability.
Like it or not, the Greek and Turkish Cypriots are bound together in a common fate,
with or without the EU. Any final solution must be both balanced and flexible enough
to withstand the buffeting of history. Any final solution based on the humiliation
of the "other side" or denial of his legitimate needs is bound not only to fail
but to curse
both parties for generations. The final settlement must address the core interests of each
party and achieve an equitable balance between their sacrifices and benefits.
The Turkish Cypriots are fed up with the one-sided, myopic EU-policies on Cyprus which
will only lead to the cementing and permanenet solidifcation of the so-called
"Division" and
"two- country-solution". The Turkish Republic of Northern Cyprus has arisen out
of need,
following years of aggression by the Greek side which left the Turkish Cypriots Stateless.
Without first accepting the TRNC reality and facts of Cyprus, the EU's fruitless efforts
to
secure a solution in line with Greek mythological dreams, must stay as what they are,
pipe-dreams.
Yours Faithfully
Kufi Seydali, M.Sc., DIC.
Heinrichweg 9
A-3291 Kienberg
Austria
Tel:0043-7485 97496
******************************************************************
Sent: Tuesday, February 21, 2006 12:50 PM
Subject: THE WASHINGTON TIMES: U.S ready to trade with TRNC
U.S. ready to trade with Turkish Cypriots
By Nicholas Kralev
THE WASHINGTON TIMES
February 21, 2006
The United States is preparing to begin direct trade with northern Cyprus
for the first time since it was occupied by Turkey three decades ago,
including steps opposed as "creeping recognition" by the Greek-Cypriot
government in Nicosia.
The American government and U.S. companies already are working with the
Turkish Cypriots to bring the sanitary working conditions and the business
practices of potential exporters up to world standards, U.S. officials
said.
"We are laying the foundation," said one State Department official, who
explained that the United States sees easing the isolation of northern
Cyprus as the best way to reunify the island.
"We provide direct aid to facilitate direct trade. Economic disparity is
pretty big between the north and the south right now. To unify, you need
to
mitigate those disparities."
Like all U.S. officials interviewed for this article, he spoke on the
condition of anonymity because of the sensitivity of the issue.
Northern Cyprus has been virtually isolated since Turkish troops occupied
the territory in 1974, one week after a Greek-backed coup in Nicosia.
Turkey still provides an economic lifeline to the north and is the only country
to recognize the Turkish Republic of Northern Cyprus (TRNC) government.
The Greek-Cypriot government agrees that economic, business and social ties
with the Turkish Cypriots should be encouraged, but opposes direct contact
with the political leaders of the north at a time when the United States,
Britain and other European countries are seeking to end that isolation.
Washington and London have called for permitting direct trade to pass
through northern Cypriot ports, while Nicosia wants the goods to be taken
by truck to southern ports controlled by the internationally recognized
Republic of Cyprus government.
Opening ports in the north would be de facto recognition of a
Turkish-Cypriot state, said Euripides Evriviades, the Cypriot ambassador
in Washington.
Meetings with Turkish-Cypriot political leaders pose the same problem, he
said, referring to British Foreign Secretary Jack Straw's insistence last
month on meeting with Turkish-Cypriot leader Mehmet Ali Talat at his
office.
Mr. Evriviades said such contact "downgrades the legitimacy of our
government and upgrades the legitimacy of the TRNC."
But U.S. officials sided with Mr. Straw, rejecting the notion that a visit
with Mr. Talat or dealing with his government means legitimizing the
breakaway republic. A U.S. official who plans to visit northern Cyprus
this year said he, too, would meet Turkish-Cypriot officials.
«Nach oben»
Zyperngriechen gegen
UN-Fonds für Inselnorden
18.01.2006
Die zyperngriechische Administration empfindet die
Einrichtung eines UN-Fonds für den Norden Zyperns, der auf die Verbesserung der dortigen
Lebensstandards abzielt, als Provokation. Das erklärte der zyperngriechische
Außenminister George Iacovou am Freitag. Der Fond des UN-Weltentwicklungsprogramms (UNDP)
sei ohne das Wissen der zyperngriechischen Administration eingerichtet worden, so Iacovou.
Aufgrund des Alleinvertretungsanspruchs für die gesamte Insel hätte der Süden vorherige
Konsultationen erwartet.
Die aktuelle Auseinandersetzung um die Gewährung von Finanzhilfen für den Inselnorden
ist nicht die Erste. Kürzlich sind den Zyperntürken EU-Gelder über 120 Millionen Euro
verwehrt worden, nachdem das EU-Mitglied Südzypern die Auszahlung blockiert hatte. Die
zyperngriechische Administration wollte die Freigabe der Gelder an die Übergabe von
Varosha (Maras) koppeln. Damit erhoffte man sich in Nikosia-Süd die Erweiterung des
eigenen Hoheitsgebiets um zyperntürkischen Territorium: Die *Geisterstadt" Varosha
im Nordosten der Insel war vor 30 Jahren das größte Touristenzentrum Zyperns, heute ist
die Gegend militärisches Sperrgebiet.
Der zyperntürkische Präsident Mehmet Ali Talat hat diese Konditionierung der in Aussicht
gestellten Finanzhilfen abgelehnt. Stattdessen fordert Talat Unterstützung frei von
Bedingungen. Entsprechende Hilfsmaßnahmen waren von Brüssel, Washington und London nach
dem zyperntürkischen Positivvotum zum UN-Wiedervereinigungsplan (2004) wiederholt
angekündigt worden. Bisher scheiterte deren Umsetzung allerdings an der
zyperngriechischen Blockadepolitik.
«Nach oben»
22 JAHRE TÜRKISCHE REPUBLIK NORDZYPERN (TRNZ)!
(Küfi Seydali, M.Sc., DIC.)--Nachdem ihr die meisten
grundsätzlichen Menschenrechte vorenthalten waren (1963 - 1983), machte vor 22 Jahren,
die türkische Bevölkerung auf Zypern ihren Anspruch auf Selbstbestimmung geltend, indem
sie ihre eigene Republik (TRNZ) gründete.
Die der zwanzigjährigen Unterdrückung der türkischen Zyprioten stillschweigend zusehende und inaktive Welt reagierte empört und verdammte die türkische Initiative als "illegalen" Akt, während sie den griechischen Aggressoren nach wie vor ihre Anerkennung als Republik "Zypern" gewährt.
Die öffentliche Meinung wurde einerseits durch die
griechische Propaganda und andererseits durch den historischen Türkenhass, weiter
geschürt und all dies auf die türkische Seite projiziert, was schließlich zu einer
totalen Isolation der türkischen Zyprioten führte.
Das Zypernproblem tritt gegenwärtig in eine gänzlich neue und für die EU unangenehme
Phase ein. Zumal es den Anschein hat, als wäre die Einstellung der EU dahingehend
ausgerichtet, die zukünftige Entwicklung zu bestimmen. Die EU steht auf dem Standpunkt,
dass die Türkei niemals eine Vollmitgliedschaft erreichen kann, so sie nicht das
Zypernproblem löst - ein Problem, das die Türkei gar nicht verursacht hat. Diese
Einstellung zu Zypern und insbesondere gegenüber dem griechisch-zypriotischen Regime im
Südteil der Insel, könnte den Todesstoß für den Gedanken einer bi -zonalen Föderation
auf Zypern bedeuten und ist dem Friedensprozess sicherlich nicht dienlich.
Wenn die Welt wirklich an einer friedlichen Lösung des nun schon 42 Jahre andauernden
Zypernproblems interessiert ist und sich aufrichtig auf der Suche nach vertrauensbildenden
Maßnahmen befindet, so sollte sie die griechische Seite überreden von den über die
türkische Seite verhängten Blockaden und Embargos abzugehen.
Ferner, die Existenz des anderen als gegeben zu erachten, dies zu respektieren und sich
als gleichberechtigte Verhandlungspartner mit dem Bestreben auf eine friedliche und
bleibende Lösung, zusammenzusetzen und zu verhandeln.
Was wollen die türkischen
Zyprioten?
In den letzten fünfzehn Jahren fanden in Europa Entwicklungen
von historischer Tragweite statt, basierend auf dem Selbstbestimmungsrecht und dem Recht
jedes einzelnen Volkes, ungehindert über seinen politischen Status zu entscheiden. Die
türkischen Zyprioten wollen nicht mehr, aber auch nicht weniger. Sie wollen ihre
Freiheit, Sicherheit und Integrität als ein politisch gleichrangiges, gesondertes Volk
mit einer andersartigen Kultur schützen.
«Nach oben»
"Der Kampf einer Vertriebenen" v. 27.10.2005
(Ulrike Botzenhart)
An
Die Redaktion
KURIER
leser@kurier.at
Sehr geehrte Redaktion,
Ich habe Ihren einseitigen Bericht "Der Kampf einer Vertriebenen" v. 27.10.2005
auf Seite 4
(Politik) gelesen und als betroffener türkischer Zypriot, möchte ich dazu kurz Stellung
nehmen.
Zuerst einmal: Den Zypernkonflikt gibt es nicht seit 31, sondern schon seit 42 Jahren
(Österreich hatte
bereits 2001, 37 Jahre Friedensdiesnt geleistet).
Die offiziellen Flüchtlingszahlen der UNO belegen 120.000 griechisch und 83.000
türkische
Zyprioten. Die Zahl von 240.000 ist rein subjektiv und nicht nachvollziehbar.
Die Frau Loizidou ist eine Vertreterin der griechisch zypriotischen Regierung und ist
nicht die
einzig Betroffene. Es gibt gar keine türkischen Zyprioten im Süden - warum? Wo sind sie
alle hingegangen. Ich verrate Ihnen in Richtung London, Canada und Australien zu schauen.
Das Zypernproblem, das durch griechische nationalistische Motive ausgelöst wurde auf
Einzelschicksale zu reduzieren, zeigt, wie unseriös der EUGH ist und wie sie ihre
Befugnisse
mißbrauchte.
Ihr Artikel wirft einige Fragen auf, nicht jedoch, was mit den türkischen Zyprioten
geschehen soll! Einseitge Berichte wie die von Frau Ulrike Botzenhart bringen uns
nicht weiter. Eine Lösung des 42 Jahre alten Zypernkonfliktes ohne die Rechte der
türkischen Zyprioten zu berücksichtigen führt uns nur noch weiter vom Problem weg.
Die Anerkennung der legitimen Rechte der türkischen Zyprioten und die Aufhebung
des ungerechten und unmenschlichen Embargos gegen sie, sind die Mindestanforderungen,
wenn man nach einer Versöhnung und Lösung wirklich sucht.
Die TRNZ wird am 15. November 22 Jahre alt und ob Anerkennung oder nicht, es ist ein
Symbol des türkischen zypriotischen Bestrebens nach einer eigenen Identität und
Eigenständigkeit.
Mit freundlichen Grüssen
Dipl.-Ing. Küfi Seydali
Obmann
Verein der Freunde von Nordzypern
Heinrichweg 9
3291 Kienberg
07485-97496
«Nach oben»
USA lädt Talat ein
30.09.2005
Die amerikanische Führung, die auf die Aufhebung der Isolationen der Zyperntürken zielt, hat eine neue Initiative ergriffen. Die US-Außenministerin Condolessa Rice hat den TRNZ-Staatspräsidenten Mehmet Ali Talat als "Staatspräsident" nach Washington eingeladen. Laut diplomatischen Quellen werde dieser Besuch die Aufhebung der Isolationen beschleunigen und der Zypern-griechischen Führung die Botschaft übermitteln, dass sie nicht der einzige Vertreter der Insel ist. Der endgültige Besuchstermin stehe noch nicht fest, werde aber für Mitte November angesetzt, gaben die diplomatischen Kreise bekannt.
WHITFIELD:
"ISOLATIONEN WERDEN BEENDET"
Ed Whitfield, Leiter der Türkischen Freundschaftsgruppe im
US-Repräsentantenhaus, gab bekannt, dass er sich für die Beendigung der Isolationen
gegen die TRNZ einsetzen werde. Whitfield, der im Mai mit einer Delegation die TRNZ
offiziell besucht hatte, bezeichnete die Isolationen als eine ungerechte Durchführung.
Diesen Besuch habe das US-Außenministerium und der Nationale Sicherheitsrat des Weißen
Hauses bestätigt, sogar gefördert, erklärte er und sagte: "Unser Besuch war ihnen
bekannt und sie machten sogar unseren Besuch unterstützende Erklärungen. Nach meiner
Meinung sind sich alle der ungerechten Lage der Zyperntürken bewusst. Ich denke auch,
dass jeder zur Lösung der Frage entschlossen ist. Meiner Meinung nach werden die
Zyperntürken diskriminiert. Die Zyperntürken haben keine gleichgewichtigen kommerziellen
Gelegenheiten." Amerika müsse mit Nordzypern kommerzielle Beziehungen knüpfen,
fügte er hinzu.
TALAT AN PAPADOPOULOS:
"DEIN ANSPRECHPARTNER BIN ICH"
TRNZ- Staatspräsident Mehmet Ali Talat wies darauf
hin, dass der Ansprechpartner des Führers der Zyperngriechischen Führung Tasos
Papadopoulos nicht Ministerpräsident Erdogan, sondern er selbst sei. Die Verhandlungen
sollten nicht mit Ministerpräsident Erdogan, sondern mit ihm geführt werden, sagte Talat
und rief dazu auf, alle Beschränkungen auf der Insel gemeinsam aufzuheben. Talat schlug
ferner gegen die Öffnung der türkischen Häfen für die Zyperngriechischen Schiffe die
Öffnung der Luft- und Seehäfen der TRNZ für die Außenwelt vor.
14.10.2005
Tagesspiegel
«Nach oben»
Präsident Talat gegen Anerkennung Südzyperns
30.09.2005
Die Anerkennung von Nikosia-Süd durch Ankara vor
Überwindung des Inselstreits zu fordern, wäre kontraproduktiv, warnte der
zyperntürkische Präsident Mehmet Ali Talat gestern in einem Interview mit der
Nachrichtenagentur AP. Solche Forderungen würden die Chancen für eine Wiedervereinigung
Zyperns wesentlich verringern, sagte Talat.
Zwar könnte Südzypern im Zuge der EU-Beitrittsgespräche mit der Türkei wieder an den
Verhandlungstisch gezwungen werden, doch glaube er nicht, dass dem zyperngriechischen
Regierungschef Tassos Papadopoulos ernsthaft an einer Lösung der Zypernfrage gelegen sei.
Es wäre daher *undenkbar, dass die Türkei die *Republik Zypern" in dieser Phase
anerkennt. Faktisch würde das bedeuten, die Zyperntürken im Stich zu lassen", sagte
Talat, der für dieses Negativ-Szenario sogar das Wiederaufflammen interkommunaler
Auseinandersetzungen nicht ausschließt.
Er hoffe dennoch, dass die türkische EU-Beitrittsperspektive einen positiven Einfluss auf
den Einigungsprozess zwischen Nord- und Südzypern haben werde. Zumindest würde dadurch
die Auseinandersetzung auf der Mittelmeerinsel wieder in das Bewusstsein der
internationalen Staatengemeinschaft gerückt. Von dieser erwartet der nordzyprische
Präsident jetzt positive Signale, etwa die Isolation des nördlichen Inselteils zu
beenden. Talat wörtlich: *Wir erwarten die Öffnung der internationalen See- und
Lufthäfen für den Personen- und Handelsverkehr aus Nordzypern.
«Nach oben»
Brief an Mrs. Karin Resetarits
05.08.2005
Dear Mrs. Resetarits,
I am writing to you as a Turkish Cypriot who has been living and actively working in Austria for the past 28 years. Never have I till now read anything like this on that chronic problem-country Cyprus. In fact, never in my life and 40 years experience of the Cyprus Conflict, have I read anything so balanced and fair on subject matter. Thank you very much, Danke schön!
It really has never been appreciated that the real victims of the Cyprus conflict are the poor Turkish Cypriots. It has also never been appreciated that, despite the mistreatment and unfair attacks by the Greek side, they have never resorted to violence, today generally called "terrorism". It has equally not been appreciated that it was the Turkish Cypriots who democratically said YES to a solution, and YES to union with Europe in April 2004.
The EU, is responsible for the situation created in and around Cyprus. Under Greek pressure, they accepted the Greek part of Cyprus to membership prior to a just solution to the 40 years old problem. Now, the big EU doesn't know what to do, because they are prisoners of Greek mythological dreams. These dreams are not only limited to Cyprus; they extend to Istanbul, the Agean and even up to Trabzon. We are also not forgetting the role played by another EU member England, who is still firmly sitting in Cyprus and serving Anglo-American interests.
Azerbaijan has paved the way by establishing direct contacts and direct flights with the TRNC. The USA has already sent delegations to Cyprus and is actively working on the subject of breaking the long isolation of the Turkish Cypriots. We expect the same from the EU. We expect them to deliver the promises that they had given to us in Helsinki and prior to April 2004.
The Turkish Cypriots are asking for no more than equal treatment and equal opportunities, and basic human rights enjoyed by the Greeks and everybody else.
Mrs. Resitarits, once again, thank you ever so much for the courage you have shown in daring to spell out the truth about Cyprus. Danke schön.
Respectfully yours
Küfi Seydali, M.Sc., DIC.
Obmann
Verein der Freunde von Nordzypern
Heinrichweg 9
A-3291 Kienberg
Tel: 07485 97496 / 0664
1207941