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Manfred Lerch

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KBS 324 Gyöngyös-Gyöngyössolymos-Lajosháza 11 km
KBS 325 Gyöngyös-Mátrafüred 7 km
                Mátrabahn
 
Die fast neben dem MÁV Bahnhof Gyöngyös (KBS 85) ausgehenden Linien ins Mátragebirge, wurden ab 1906 als Pferdebahn von der erzbischöflichen Domäne Eger errichtet, sie erreichten eine Länge von 46 km.
Bereits 1916 wurden die ersten Dampflokomotiven eingesetzt, wobei der Transport eine Besonderheit war. Die Lok fuhr mit eigener Kraft, nach dem Abladen vom Transportwaggon, vom Normalspurbahnhof auf der Strasse zum Schmalspurbahnhof. Die Gleisstücke wurden immer wieder hinten weggenommen und vorne wieder aufgelegt.
Bereits 1926 wurde die fahrplanmässige Personenbeförderung aufgenommen.
Ab 1961 wurden die Strecken als zweite Pionierbahn Ungarns benutzt.
Durch die Strassenkonkurrenz wurde 1978 der Holz- und 1980 der Steintransporte eingestellt
Seither werden die beiden zwischen 1979 und 1983 modernisierten Linien von jungem Personal betreut und eine eigene Werkstätte renoviert von der MÁV übernommene und baut auch neue Waggons auf.
Der Betrieb wickelt sich primär auf der Linie nach Mátrafüred ab, das dortige Stationsgebäude hat für seine zwei Weichen ein Gleisbildstellwerk.
Zum Wandern in unberührte Natur, empfielt sich die Linie nach Lajosháza, die aber leider nur noch mit 6 Zugspaaren und nicht jeden Tag befahren wird.
Mátrafüred eignet sich aber auch zum Ausgangspunkt für Wanderungen.
Die Züge werden mit Lokomotiven der Reihe Mk 48.200 befördert, eine C 50 gehört auch zum Bestand.
 
 
KBS 330 Miskolc-Kilián-Észak - Papírgyár - Lillafüred - Garadna     14 km
KBS 331                                     - Papírgyár - Mahocá - Taksalápa   20 km
                Waldbahn von Lillafüred, LÁEV
 
Der Bau dieser Bahn ist eine Auswirkung der Ländertrennung nach dem Ende des ersten Weltkrieges. Früher wurde hier hauptsächlich Brennholz geschlagen, nach dem Wegfall der Karpaten und Siebenbürgen (heute Rumänien) musste infolge des Holzmangels eine zunehmende Gewinnung im Bükkgebirge gesichert werden. Das machte einen rentablen Holztransport notwendig.
Am 17. Mai 1921 wurde die Linie Miskolc -Papírgyár - Garadna 18 m eröffnet.
Bedeutende Bauwerke sind das Viadukt über das "Tiefe Tal" (64 m), die Tunnel vor und nach der Station Lillafüred (112 und 119 m) und die Bogenbrücke beim Hámori See.
Die bei der Papírgyár (Papierfabrik) abzweigende Linie nach Mahocá wurde 1922, die Verlängerung nach Taksalápa 1940 und die gesamte Strecke nach Farkas-Gödör (Wolfsgrube) 1949 mit 20 km errichtet.
Drei Nebenlinien wurden 1921 und 1922 erstellt, wobei die Linie nach Lád die Bahn mit der MÁV-Station Eisenhütte Diósgyõr verband und den Austausch der Güter sicherte. Transportiert wurde Holz, Dolomitgestein von Garadna und Kohle aus der Marta-Grube in Diósgyõr.
Die fahrplanmässige Personenbeförderung begann auf der Hauptlinie nach Garadna 1924 und auf der Nebenlinie 1963.
Bereits 1927 wurde die Bahn mit einem Triebwagen ABmot 1 (leider verschrottet) ausgestattet, jedoch musste die LÁEV ihren ABmot 2 mit allen Beiwaggon an die Kindereisenbahn in Budapest übergeben.
Ab 1970 ging der Gütertransport kontinuierlich zurück.
Heute verkehren die von Mk 48.2000 gezogenen Züge nach Fahrplan mit 2 Zugkompositionen nach Garadna und retour. Die Linie nach Taksalápa wird nur im Sommer und meistens nur auf Bestellung befahren und im Moment nur bis Mahocá, da immer wieder Gleismaterial entwendet wurde.
Die letzte Dampflokomotive der LÁEV, Betriebsnummer 447.401, war bis 1972 in Betrieb. Sie wurde aufgearbeitet (Slowakei) und restauriert, nachdem sie jahrelang in Diósgyõr-Majláth, wo sich das Depot, die Remise und auch das Betriebsgebäude befindet, abgestellt war.
Dort befindet sich auch eine C 50 und das Schienenauto (Arow/Skoda).
Die Ausgangstation Kilián-Észak ist mit der Strassenbahn vom HBF Miskolc sehr gut zu erreichen.
 
 
 
 
KBS 332 Pálháza - Kõkapu - Rostalló  10km
                Waldbahn von Pálháza ab 1975
                Waldbahn von Kemencepatak bis 1975
 
Die, sich ganz in Nordosten im Zempléner Gebirge, in der Nähe Sátoraljaújhely befindliche Bahn, ist die älteste Waldbahn in Ungarn.
Auf der Strecke von Pálháza nach Kõkapu wurde bereits 1888 eine Rollbahn mit 700 mm Spurweite errichtet. Bergwärts wurden die Wagen von Pferden gezogen und talwärts rollte der mit Holz beladene Zug, dank der Gravitation, von selbst.
Nachdem 1903, unterhalb des Jagdschlosses von Kõkapu ein Tunnel mit 37 Meter Länge angelegt wurde, ist die Strecke bis zur Station Susulya verlängert worden.
Die erste Dampflokomotive wurde 1902 in Betrieb genommen, da es aber immer wieder zu Waldbränden kam wurde 1906 wieder auf Pferde umgestellt.
Es gab ab 1924 bzw. 1927 einen Verbund zwischen der Hegyköz-(Bergland-) Bahn und der Feldbahnvon Bodrogkõz (Bodrog Insel), die, die Weiterbeförderung der Güter der Waldbahn ermöglichte.

1947 wurde sie verstaatlicht und kam zum MÁV Netz von Sárospatak, welches aber heute nur noch aus

KBS 332 und KBS 118/119 besteht. Gleichzeitig wurde auf 760 mm umgespurt.

Ab 1948 war wieder Dampf- und ab 1964 Dieseltraktion.

Personenverkehr wurde 1958 wieder aufgenommen.

Am 29. November 1980 kam das Aus, da auch die angrenzenden Bahnen eingestellt wurden. Die heute betriebene Strecke wurde ab 1988 neu aufgebaut und am 15. August 1989 wurde der Verkehr wieder aufgenommen. In den Ort Pálháza wurde 1996 verlängert.
Zuglokomotiven sind C 50.
Es hat sich herausgestellt, dass diese sehr schwer zu erreichende Bahn (keine MÁV-Linie, nur per Pkw oder Bus zu erreichen) ein Kleinod für viele Eisenbahnfans und Wanderer ist. Sie hat mit über 12.000 beförderten Personen im Juli 2000 ihren bisher besten Betriebsmonat in den letzten 12 Jahren gehabt.
Der Bahnhof in Rostalló wurde in Holz neu erbaut und gerade bei meinem Besuch im August 2000 ist der Bahnsteig erneuert worden.
 
 
KBS 333 Debrecen-Fatelep - Hármashegyalja 17 km
                Städtische Waldbahn von Debrecen ab 1904
                Städtische Feldbahn von Debrecen ab1939 - 1949
                Waldbahn Zsuzsi, Debrecen seit 1996
 
Das Eisenbahnunternehmen Debrecen-Guth eröffnete am 16. Juli 1882 auf der Strecke Debrecen-Fatelep (Holzlager) - Nyírmártonfalva (22 km) eine Schmalspurbahn mit 950 mm Spurweite.
Der Holzlagerplatz war mit einer normalspurigen Werkbahn mit der MÁV verbunden. Das Holz wurde mittels Dampfbahn aus den Wäldern von Guth zum Sägewerk und zur Verladestelle mit der Werkbahn befördert.
Der Name Zsuzsi entstand durch den Namen der ersten Dampflokomotive.
Zu den Stationen Csereerdõ und Hármashegyalja wurden noch Zubringerlinien
mit 600 mm gebaut, die nach dem Aufforsten wieder abgebaut wurden.
Am 15. Februar 1923 genehmigte das Verkehrsministerium den Personenverkehr.
1949 am 5. Januar kam die Kleinbahn an die MÁV.
Insgesamt wurden zwischen 1924 bis 1950 km eine Streckenlänge von 48,1 km erbaut, die bis zur Station Nyírbéltek reichte.
In den Jahren 1960 und 1961 wurde die Spurweite auf 760 mm verringert und 1961 ging man zum Dieselantrieb über.
Obwohl 1974 582 175 Fahrgäste befördert wurden und es für viele Einödhöfe und Ortschaften die einzige Verkehrsverbindung zur Arbeit und zum Einkaufen war, kam das Aus trotz der Proteste der Bevölkerung.
Am 31. August 1977 kam auf Weisung des Ministeriums für Verkehr und Postwesen die Einstellung der Bahn und der Rest wurde abgetragen.
Die MÁV übergab die restliche Strecke mit allen Lokomotiven und Waggons an die Verkehrsbetriebe Debrecen. Ab 1979 war sie als Pioniereisenbahn und ab 1990 als Waldbahn von Debrecen in Betrieb.
Die Stillegung der Bahn wurde zum 1. Mai 1995 angeordnet.
Jedoch gab es schnell einen gemeinützige Gesellschaft
(Waldbahn Zsuzsi e.V.) der ab 13. Juli mit dem Namen Waldbahn Zsusi den Betrieb wieder aufnahm.
Die meist aus vier Personenwaggons bestehenden Züge vekehren nur am Wochenende im Sommer und verlassen Debrecen um 08.00, 12.00 und 16.00 Uhr. Eine Stunde später ist die Rückfahrt.
Trotzdem empfielt es sich den Fahrplan abzufragen und für Informationen wendet man sich an:
                "Zsuzsi" Kisvasútért Baráti Kör
                Raktár u. 4
                H-4031 Debrecen