KBS 330 Miskolc-Kilián-Észak - Papírgyár - Lillafüred - Garadna 14 km
KBS 331 - Papírgyár - Mahocá - Taksalápa 20 km
Waldbahn von Lillafüred, LÁEV
Der Bau dieser Bahn ist eine Auswirkung der Ländertrennung nach dem Ende des ersten Weltkrieges. Früher wurde hier hauptsächlich Brennholz geschlagen, nach dem Wegfall der Karpaten und Siebenbürgen (heute Rumänien) musste infolge des Holzmangels eine zunehmende Gewinnung im Bükkgebirge gesichert werden. Das machte einen rentablen Holztransport notwendig.
Am 17. Mai 1921 wurde die Linie Miskolc -Papírgyár - Garadna 18 m eröffnet.
Bedeutende Bauwerke sind das Viadukt über das "Tiefe Tal" (64 m), die Tunnel vor und nach der Station Lillafüred (112 und 119 m) und die Bogenbrücke beim Hámori See.
Die bei der Papírgyár (Papierfabrik) abzweigende Linie nach Mahocá wurde 1922, die Verlängerung nach Taksalápa 1940 und die gesamte Strecke nach Farkas-Gödör (Wolfsgrube) 1949 mit 20 km errichtet.
Drei Nebenlinien wurden 1921 und 1922 erstellt, wobei die Linie nach Lád die Bahn mit der MÁV-Station Eisenhütte Diósgyõr verband und den Austausch der Güter sicherte. Transportiert wurde Holz, Dolomitgestein von Garadna und Kohle aus der Marta-Grube in Diósgyõr.
Die fahrplanmässige Personenbeförderung begann auf der Hauptlinie nach Garadna 1924 und auf der Nebenlinie 1963.
Bereits 1927 wurde die Bahn mit einem Triebwagen ABmot 1 (leider verschrottet) ausgestattet, jedoch musste die LÁEV ihren ABmot 2 mit allen Beiwaggon an die Kindereisenbahn in Budapest übergeben.
Ab 1970 ging der Gütertransport kontinuierlich zurück.
Heute verkehren die von Mk 48.2000 gezogenen Züge nach Fahrplan mit 2 Zugkompositionen nach Garadna und retour. Die Linie nach Taksalápa wird nur im Sommer und meistens nur auf Bestellung befahren und im Moment nur bis Mahocá, da immer wieder Gleismaterial entwendet wurde.
Die letzte Dampflokomotive der LÁEV, Betriebsnummer 447.401, war bis 1972 in Betrieb. Sie wurde aufgearbeitet (Slowakei) und restauriert, nachdem sie jahrelang in Diósgyõr-Majláth, wo sich das Depot, die Remise und auch das Betriebsgebäude befindet, abgestellt war.
Dort befindet sich auch eine C 50 und das Schienenauto (Arow/Skoda).
Die Ausgangstation Kilián-Észak ist mit der Strassenbahn vom HBF Miskolc sehr gut zu erreichen.
KBS 332 Pálháza - Kõkapu - Rostalló 10km
Waldbahn von Pálháza ab 1975
Waldbahn von Kemencepatak bis 1975
Die, sich ganz in Nordosten im Zempléner Gebirge, in der Nähe Sátoraljaújhely befindliche Bahn, ist die älteste Waldbahn in Ungarn.
Auf der Strecke von Pálháza nach Kõkapu wurde bereits 1888 eine Rollbahn mit 700 mm Spurweite errichtet. Bergwärts wurden die Wagen von Pferden gezogen und talwärts rollte der mit Holz beladene Zug, dank der Gravitation, von selbst.
Nachdem 1903, unterhalb des Jagdschlosses von Kõkapu ein Tunnel mit 37 Meter Länge angelegt wurde, ist die Strecke bis zur Station Susulya verlängert worden.
Die erste Dampflokomotive wurde 1902 in Betrieb genommen, da es aber immer wieder zu Waldbränden kam wurde 1906 wieder auf Pferde umgestellt.
Es gab ab 1924 bzw. 1927 einen Verbund zwischen der Hegyköz-(Bergland-) Bahn und der Feldbahnvon Bodrogkõz (Bodrog Insel), die, die Weiterbeförderung der Güter der Waldbahn ermöglichte.
1947 wurde sie verstaatlicht und kam zum MÁV Netz von Sárospatak, welches aber heute nur noch aus
KBS 332 und KBS 118/119 besteht. Gleichzeitig wurde auf 760 mm umgespurt.
Ab 1948 war wieder Dampf- und ab 1964 Dieseltraktion.
Personenverkehr wurde 1958 wieder aufgenommen.
Am 29. November 1980 kam das Aus, da auch die angrenzenden Bahnen eingestellt wurden. Die heute betriebene Strecke wurde ab 1988 neu aufgebaut und am 15. August 1989 wurde der Verkehr wieder aufgenommen. In den Ort Pálháza wurde 1996 verlängert.
Zuglokomotiven sind C 50.
Es hat sich herausgestellt, dass diese sehr schwer zu erreichende Bahn (keine MÁV-Linie, nur per Pkw oder Bus zu erreichen) ein Kleinod für viele Eisenbahnfans und Wanderer ist. Sie hat mit über 12.000 beförderten Personen im Juli 2000 ihren bisher besten Betriebsmonat in den letzten 12 Jahren gehabt.
Der Bahnhof in Rostalló wurde in Holz neu erbaut und gerade bei meinem Besuch im August 2000 ist der Bahnsteig erneuert worden.