Der Himmel im Februar

Die Übersichtskarte stimmt genau für 16. Februar, 20 Uhr 08 MEZ - Sternzeit: 6 Uhr
(MEZ = Mitteleuropäische Zeit, also unsere Normalzeit)
(Die Sternzeit bedeutet, dass Objekte mit Rektaszension 6 Uhr um diese Uhrzeit genau im Süden stehen)

Himmelskarte

Anleitung zur Orientierung am Himmel:

Was tut sich also im Februar?


Anblick nach Süden:
Das gesamte Wintersechseck (in der Karte strichliert) ist zu sehen: Der Ausgangspunkt könnte der schöne Orion sein, der am Himmel halbhoch im Süden steht. Mit seinen hellen Hauptsternen Beteigeuze (rötlich links oben) und Rigel (weiss, rechts unten), den gleichmäßigen drei Gürtelsternen und darunter die drei schwachen Sterne des Schwertgehänges, in der Mitte der Orionnebel - insgesamt ein Highlight des Winterhimmels. Der Orion ist im selben Arm der Milchstraße beheimatet, wie unser Sonnensystem, also nach astronomischen Begriffen ganz nahe. Der Orion-Nebel ist ein Gebiet, wo neue Sterne entstehen, 1400 Lichtjahre entfernt, die heißen Zentralsterne bringen das Gas zum Leuchten - er ist von einem dunklen Beobachtungsort mit freiem Auge zu sehen.
Folgt man den Gürtelsternen des Orion in der Richtung abwärts, stößt man auf den hellsten Fixstern des nördlichen Himmels: Sirius im Großen Hund. Der Hundsstern (Sirius) war im Altertum in Ägypten ein wichtiger Stern: sobald er erstmals in der Morgendämmerung zu sehen war, stand die Nilüberschwemmung bevor.
Weiter im Uhrzeigersinn ein heller weißer Stern: Prokyon, der Hauptstern des Sternbildes Kleiner Hund - die Jagdhunde des Jägers Orion sind damit komplett.
Nächster Haltepunkt: die Zwillinge, zwei etwa gleich große Sterne mit Namen Castor und Pollux, letzterer ist etwas heller.
Weiter im Wintersechseck zu einem hellen gelblichen Stern: Capella im Sternbild Fuhrmann.
Weiter zu einem hellen rötlichen Stern: Aldebaran im Sternbild Stier. Aldebaran steht im großen V der Sterngruppe Hyaden (passen gerade in ein Gesichtsfeld des Feldstechers), oberhalb die Sternwolke der Plejaden (Siebengestirn), eine Augenweide im Feldstecher! Die rechte Hornspitze des Stiers gehört noch zum vorigen Sternbild, dem Fuhrmann.
Unterhalb des Wintersechsecks mit seiner Ansammlung von hellen Sternen das unscheinbare, nur bei dunklem Himmel aufzufindende Sternbild Hase - charakteristisch die beiden 'Löffel'.


Anblick nach Westen:
Das große Viereck des Pegasus verschwindet bereits anfangs der Nacht unter dem Horizont.
Halbhoch im Westen das Sternbild Widder, ein gekrümmtes Widderhorn. Der hellste Stern heißt Hamal. Rechts davon das Dreieck, ein regelmäßiges Dreieck dreier schwacher Sterne.
Weiter nach oben zum Sternbild Perseus. Zwischen dessen hellstem Stern in Richtung zum W der Kassiopeia liegt ein Schaustück für den Feldstecher: zwei eng beisammen stehende Offene Sternhaufen, der Doppelsternhaufen h/chi.
Hoch im Südwesten der Stier bereits beim Blick nach Süden beschrieben.


Anblick nach Norden:
Der Große Wagen steht am Kopf, von ihm geht's zum Polarstern und weiter zum Sternbild Kepheus.
Darüber das W der Kassiopeia, darunter der schwache Kleine Wagen, von dem man meist nur die beiden letzten Sterne des Wagenkastens findet - und zwischen Großem und Kleinem Wagen die Windungen des Sternbildes Drache, mit dem charakteristischen 'Karo' des Kopfes.


Anblick nach Osten:
Das große Sternbild Löwe hat sich bereits zur Gänze über den Horizont erhoben.
Nur mit Mühe findet Ihr das schwache Sternbild Krebs, das aber den schönen offenen Sternhaufen M44 Praesepe (Krippe) enthält (Feldstecher).
Im Nordosten steht der Große Wagen, versucht ihn nach der Karte zu einem Großen Bären zu vervollständigen - die Wagendeichsel ist der Schwanz des Bären.


Viel Spaß beim Suchen und Finden!