Panikattacken und Angstzustände


Angst gehört zu den stärksten Motiven, nicht in Psychotherapie zu gehen. Gleichzeitig sind Ängste typisch für psychische Erkrankungen schlechthin. Fast jede Facette psychischen Krankseins kann Angst oder Panik bewirken. Wenn angstreduzierende Mechanismen versagen, kann die Panik durchbrechen, die ihrerseits einen somato-psychischen Teufelskreis anwirft: Angst bewirkt körperliche Symptome, diese verstärken die Angst. Mit "Panikattacken" sind körperlich-vegetative Zustände (Herzklopfen, Würgegefühl, Atemnot, Schwitzen....) gemeint, die äußerst bedrohlich erscheinen, bei welchen jedoch von Ärzten keine organische Grundlage festgestellt werden kann.

Angst- und Panikerkrankungen können Menschen dazu bringen, ihr Haus nicht zu verlassen. Viele Panikkranke glauben zunächst körperlich krank zu sein. Später zweifeln sie mitunter sogar an ihrem Verstand.

KlientInnen mit Panikstörungen haben oft eine schwere Kindheit mit einer entweder besonders strengen oder besonders achtlosen Erziehung hinter sich. Die Panik kann auch andere Ursachen haben, z.B. "übernommene" Gefühle repräsentieren. Hier wird Angst mit einer geliebten Person geteilt, sie wird aber dadurch nicht weniger sondern mehr!

Ängste haben viel mit Beziehung zu tun, das erlebt jede Angstklientin / jeder Angstklient in der Psychotherapie....


Copyright 2000 Mag. Ingrid Possnigg

Diplom-Psychotherapeutin für systemische Einzel-, Paar- und Familientherapie.
Wien 18, Schalkgasse 2

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