Flammenherd Angola

Angola – in Kürze ein zweiter Kongo? Gelingt es den schwarzen Rebellen, die Macht an sich zu reißen, bricht die Vorherrschaft Europas in Afrika zusammen. Noch verteidigt sich die Diktatur Portugals mit Napalmbomben und brutalem NATO-Waffeneinsatx. Doch schon terrorisieren die Guerillas erfolgreich das offene Land. Und unaufhalt- sam schiebt sich die schwarze Gewalt an die Städte und Industriezentren heran. 60 000 Mann weißes Militär mit modernstem und schwerstem Kriegsgerät drohen zu unterliegen. Während die Befreiungs- bewegungen GRAE und MPLA von außen her wirken, haben sich die »Schwarzen Chinesen« der UNITA in Zentralangola selbst festgesetzt und bilden die gefährlichste und schlagkräftigste Guerillagruppe. Unterstützt werden sie paradoxerweise von keinem einzigen afrikanischen Staat. Dafür aber vom kommunistischen China und – vom Weltkirchenrat. Fritz Sitte nahm größte Strapazen auf sich, um zu den Rebellen vorzudringen. Sein Schluß: Jeden Augen- blick kann der Flammenherd Angola explodieren. Und ein noch so blutiger Krieg könnte von keiner der Fronten militärisch gewonnen werden.

Fritz Sitte, Jahrgang 1924, gehört zur internationalen Journalisten-Prominenz. Wie kaum ein anderer kennt er die Probleme des Krisenkontinents Afrika aus eigenem Erleben. Life, Time, Paris Match, Bunte Illustrierte u.a. kauften seine brandheißen Angola- reportagen an. Neun europäische Staaten und die USA zeigten seine TV-Filme. 1968 besuchte er Angola offiziell über Einladung der portugiesischen Diktatur. 1969 marschierte er illegal mit den Guerillas Roberto Holdens nach Nordangola. Jetzt ist ihm geglückt, was keinem anderen Journalisten gelang: Nach einem Fußmarsch von mehr als 2000 km quer durch Kampfgebiete, quer durch Dschungel und hüfttiefe Sümpfe, fand er den Weg in das Haupt- quartier der UNITA-Rebellen. Nur ihm hat deren Führer, der Pastorensohn Dr. Jonas Savimbi, zwei Monate lang exklusives Material zugänglich gemacht.

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