Die Roten Khmer

In Kambodscha tobt seit Jahren ein gnadenloser Krieg. In den Vietnamkrieg hineingezogen, kämpften die Roten Khmer in den siebziger Jahren gegen das Lon-Nol-Regime.

Selbst an der Macht, gingen sie daran, ihre Vorstellungen eines "Steinzeitkommunismus" zu verwirklichen. Die Millionenbevölkerung der Städte wurde auf die Reisfelder des Landes getrieben, Zehntausende gingen auf diesen Gewaltmärschenzugrunde. Eine medizinische Versorgung gab es in diesem ausgebluteten Land kaum. Seuchen rafften wieder Zehntausende hinweg.

In mehreren Säuberungswellen wurde die Bevölkerung durchgekämmt, die allmächtige Parteiorganisation Angka, die dem  »Henker der Nation« Pol Pot allein unterstand, hatte freie Hand, jeden politisch nicht absolut Zuverlässigen zu beseitigen.

Seit 1979 sind die Vietnamesen, die Todfeinde der Khmer, im Land. Die Roten Khmer sind einmal

 

mehr im Dschungel. Und was niemand geglaubt hatte, gelang ihnen: Sie konnten das Land ein zweites Mal mobilisieren, diesmal im Kampf gegen die Vietnamesen. Hinter diesem Dschungelkrieg aber steht Moskau und China, die kommunistischen Großmächte.Bereits seit den zwanziger Jahren hat Moskau ein geeintes Indochina im Auge – unter der Führung Vietnams. Für dieses Ziel läßt es 250.000 Vietnamesen in Kambodscha kämpfen. Hinter den Roten Khmer aber stehen die Chinesen, die das Übergewicht Moskaus an ihrer Südflanke auf jeden Fall verhindern wollen. Fritz Sitte war in Kambodscha. Durch thailändische Sperrzonen wurde er in das Land geschleust. Sitte zog mit einer Abteilung Soldaten der Roten Khmer durch den Dschungel, auf dem Rücken von Elefanten, zu Fuß und durch Flüsse watend. Er bekam Einblicke in den neuerlichen Dschungelkrieg, er lernte die Organisation der Khmer kennen und sprach mit hohen Regierungsfunktionären. Sitte bringt einen authentischen Bericht aus dem heiß umkämpften Boden Kambodschas, der Zu- sammenhänge und Hintergründe dieser Tragödie aufdeckt.

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