Schwarze Götter

Surinam, ehemals Niederländisch-Guayana, liegt an der Nordküste Südamerikas. Der Großteil der Bevölkerung lebt in einem 50 km breiten Küstenstreifen am Atlantik; dort liegt auch die einzige Stadt: Paramaribo, gleichzeitig Hauptstadt Surinams. Der Rest des Landes ist undurchdring- licher Regendschungel, der nur durch zahlreiche Flußläufe, die mit Stromschnellen von den Bergen zum Meer stürzen, unterbrochen ist.

Fritz Sitte, der zur internationalen Journalisten- prominenz zählt, ist in diese kaum erschlossene und unwegsame Wildnis eingedrungen. Die Indianer und Neger (Nachkommen geflüchteter Sklaven) leben dort in Dorf- und Stammes- verbänden nach ihren alten Gesetzen. Ihr Oberhaupt ist der Medizinmann, der das Leben der Urwaldbewohner nach geheimnisvollen Bräuchen der animistischen und totemistischen Urreligionen bestimmt.

 

Der Autor folgte den Spuren der Indianer und Neger, beobachtete ihre Lebensgewohnheiten, begleitete die Buschpatres bei ihrer Arbeit im Urwald und suchte die sagenhaften »weißen Indianer« auf seinen abenteuerlichen Bootsfahrten durch den unheimlichen Dschungel. Seine Erlebnisse im modernen Surinam vervollständigen das Bild von einem Land, das im Aufbruch begriffen ist. Im Rassenschmelztiegel Surinam leben sieben Rassen nebeneinander, die Weißen sind nur ein verschwindend kleiner Teil der Bevölkerung. Das allein birgt eine Zeitbombe in sich, die durch die wirtschaftlichen und entwicklungsbedingten Probleme noch zusätzlich aufgeladen wurde.

Fritz Sitte scheute keine Strapazen und Gefahren, an einen Krisenherd unserer Zeit vorzustoßen. Ergebnis ist ein spannender Augenzeugenbericht über das Leben im Busch, die Gefahren einer Urwald- expedition und eine schonungslose Analyse der Probleme eines Entwicklungslandes, das er wie kaum ein anderer Europäer kennt.

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