
Diese Seite behandelt industriel erzeugte Lebensmittel sowie andere bedenkliche Stoffe aus islamischer Sicht. Bisher war es den Muslimen leicht festzustellen, ob Lebensmittel haram oder helal sind. Der Qur'an gibt dazu klare Anleitungen. Durch die fortschreitende Industrialisierung der Lebensmitelerzeugung im 20. Jahrhundert, wurden immer mehr alte (bekannte) Erzeugungsmethoden verschiedener klassischer Produkte (z.B. Brot) aufgelassen und durch industriefreundlichere ersetzt. Die Undurschaubarkeit machen es dem Muslim schwer, sich über die verwendeten Zutaten zu informieren. Daneben wurden viele neue Produkte erfunden, die von den meisten Menschen gern konsumiert werden (Coca Cola, Kaugummi etc.). Industriell erzeugte Lebensmittel stellen den muslimischen Konsumenten aus zweierlei Sicht vor nicht leicht beantwortbare Fragen:
Da es eine ganze Reihe Informationen zu gesundheitlichen Risiken gibt, beschränkt sich diese Seite nur auf die Frage "was beinhalten Lebensmittel?". Da die Klassifizierung einzelner Zutaten (Haram/Helal) nur durch Gelehrte erfolgen kann und ich diese Seite auch nicht für die Rechtsprechung (fiqh) einer bestimmten Richtung (Mezheb) erstellen möchte, werde ich die Substanzen nicht nach Haram/Helal einteilen. In Fragen Fatva wenden Sie sich bitte an einen Gelehrten Ihres Vertrauens.
Da die Seite neu erstellt wurde und es nicht leicht ist an Informationen zu kommen, bitte ich jeden, der eine Verbesserung einbringen kann, mir per e-mail zu berichten. Meine e-mail Adresse befindet sich am Ende der Seite.
Die Seite ist gegliedert in
![]()
Lebensmittelzusatzstoffe sind eine Untergruppe der Zutaten [GuE].
Lebensmittelzusatzstoffe werden als Hilfsmittel Lebensmitteln
beigefügt. Um die verwendeten Zusatzstoffe zu standardisieren
und dem Konsumenten einen über Landesgrenzen ragenden Durchblick
gewähren zu können wird jeder Zusatzstoff mit einer
Nummer geführt. In der EU bestehen diese Nummern aus 'E',
eine 3 bis 4 stellige Zahl sowie u.U. einem kleinen Buchstaben.
Die Reihenfolge der Zutatenliste entspricht dem Gewichtsantel
[AK]. Die Lebensmittelindustrie ist verpflichtet,
die verwendeten Zusatzstoffe bekanntzugeben. Diese Verpflichtung
gillt nur für verpackte Lebensmittel. Allerdings erreichte
die Industrie (vermutlich durch Einfluss auf die Politik) verschiedene
Ausnahmen.
Die Verpackung des Produkts muß mindestenz 10cm2
groß sein. Wenn es sich um frisches Obst, Gemüse oder
Käse, Butter, Schlagsahne handelt braucht keine Zutatenliste
angegeben werden [AK]. Aromen können mit
dem nictsagenden Bezeichnung Aroma oder künstliches-,
natürliches Aroma gelistet werden ohne deren chemische
Zusammensetzung anzugeben. Natürliche aromen werden durch
physikalischer, enzymatischer oder mikrobieller Verfahren gewonnen
[AK]. In manchen fast ausschließlich aus
Zusatzstoffen bestehenden Lebensmittel (wie Kaugummie, BonBons)
müssen -obwohl gerade hier eine Deklaration vonnöten
wäre- gar keine Angaben gemacht werden. Bei nicht verpackten
Lebensmittel (z.B. Brot) bleibt die Zutatenliste völlig im
dunkeln. Ein weiteres (gravierendes) Problem ist , daß der
Erzeuger nur die Zusatzstoffe angeben muß, die von ihm selbst
hinzugefügt wurden -in den USA werden alle angegeben. . Wenn
z.B. ein Bäcker eine fertige Mehlmischung kauft, braucht
er die Zusatszstoffe die von der Mühle der Mehlmischung beigefügt
wurden nicht angeben! Aus islamischer Sicht problematisch, erscheint
im weiterem, die nicht Erwähnung von Herstellungsprozeduren.
Um Zellmebranen öffnen zu können werden manchmal Hilfsmittel
verwendet, die aus islamischer Sicht nicht akzeptabel sind. Wenn
im Endprodukt, diese Hilfsmittel nicht vorkommen sollen, werden
sie auch nicht angegeben. In Zukunft werden wir uns mit der Gen-Technologie
befassen müssen, da in diesem Bereich Neuland betreten wird
(z.B.: was ist mit Schweinegenen?) [Reg].
Die folgende Tabelle, führt die von mir bis jetzt festgestellten
Zusatzstoffe auf, die tiereischer Herkunft seien können.
Dabei ist zu beachten, daß die Tabelle keinerlei Anspruch
auf Vollständigkeit bietet. Da viele Zusatzstoffe aus mehreren
Quellen erzeugt werden können, ist es sehr oft nicht möglich,
eindeutig die Herkunft anzugeben.
| Nummer | Name | Herkunft | Verwendungsbeispiele |
| E153 | Kohlenschwarz [GuE], [VUK], [Hot] | Aus gekohlter organischen Substanzen | Käseschale |
| E422 | Glycerin [GuE], [Hal], [Kos], [VUK] | Wird aus Fett gewonnen | Torten, Kuchen, Gebäck etc. |
| E471 | Mono- und Diglyceride von Speisefettsäuren (natürlich) [GuE], [Hal], [VUK], [Kos] | Aus verschiedenen Fettsorten | als Emulgator weit verbreitet |
| E472a-f | Mono- und Diglyceride von Speisefettsäuren verestert mit verschiedenen Säuren (kann manchmal auch synthetisch sein) [GuE], [Hal], [VUK], [Kos] | Aus verschiedenen Fetten | als Emulgator weit verbreitet |
| E473 | Zuckerester [VUK] | aus Zucker und Fettsäuren | Alkoholfreie Aperitifs, Speiseeis, Desserts, Suppen, Kaffeeweißer |
| E474 | Zuckerester und Glycerin mit Fettsäure und Zucker verestert [VUK], [Hal], [Kos] | aus Zucker und Fettsäuren | Alkoholfreie Aperitifs, Speiseeis, Desserts, Suppen, Kaffeeweißer |
| E475 | Polyglycerinester [VUK], [Kos] | Glycerin | Pudding, Torte etc. |
| E913 | Wollfett [GuE] | Schafwolle | Überzugmittel für Gebäck und Süßwaren |
| E920 | L-Cystein, L-Cysteinhydrochlorid [VUK], [Kos] | Eine aus (menschlichen) Haaren oder Pferde- und Schweineborsten gewonnene Aminosäure | Gebäck (Semmel etc.) |
| E921 | Cystein/Cystin [Lis] | Aus Haaren von Menschen oder Schweinen | Mehl, Semmel, Medikamente |
| E1100 | Amylase [Hot] | aus Bakterien, Schimmelpilzen und Schweine-Bauchspeicheldrüsen | Fruchtsäfte, Brot, Gebäck |
VORSICHT! Die unten gelisteten Zusatzstoffe koennen ganz allgemein von Tieren
(nicht unbedingt von Schweinen) gewonnen werden. Dabei sind auch voellig unbedänkliche
Stoffe wie Fisch oder Ei der Vollständigkeitshalber inkludiert.
| Nummer | Name | Herkunft | Verwendungsbeispiele |
| E160a | Alpha-Carotin, Beta-Carotuin, Gamma-Carotin[Bry] | Pflanzlich, es kann aber Gelatine (meistens vom Fisch) vermischt sein | Guchen und Torten, Margarine, Getränke |
| E160e | Beta-Apo-8 Carotinal [VUK], [Hot] | Pflanzlich, synthetisch oder tierisch (Leber) | Kekse, Margarine, sehr verbreitet |
| E160f | Beta-Apo-8 Carotinsäureethylester [VUK], [Hot] | Pflanzlich, synthetisch oder tierisch (Leber) | Kekse, Margarine, sehr verbreitet |
| E210 | Benzoiksäure [GuE] | Pflanzlich oder tierisch (selten) | Gemüse- und Obstkonserven, Marinaden, Mayonnaise |
| E252 | Kaliumnitrat [VUK], [GuE] | Synthätisch, pflanzlich oder tierisch (selten) | Käse, Fleisch, Fisch |
| E325 | Natrium lactat [VUK], [GuE] | - | Käse, Konfekt |
| E326 | Kalium lactat [VUK], [GuE] | - | Fertiges Schaumgebäck, Pasteten, Torten |
| E327 | Calcium lactat [VUK], [Kos], [GuE] | - | Fertiges Schaumgebäck, Pasteten, Torten |
| E430 | ? [VUK] | - | - |
| E431 | Poly-ethilen(40)stearat [VUK] | - | - |
| E432 | polyoxyethyl-sorbitan-monolaureat(20) [VUK] | - | - |
| E433 | polyoxyethyl-sorbitan-monooleat(80) [VUK] | - | - |
| E434 | polyoxyethyl-sorbitan-monopalmitat(40) [VUK] | - | - |
| E435 | polyoxyethyl-sorbitan-monostearat(60) [VUK] | - | - |
| E436 | polyoxyethyl-sorbitan-tristearat(65) [VUK] | - | - |
| E470a
-b | Mg- Salze der Fettsäuren(-b) [VUK] | - | Fertigkuchen, Kartoffelchips |
| E476 | Polyglicerin, Polyricinoleat [VUK] | - | Fettreduzierte Aufstriche und Saucen |
| E477 | Propylenglycolester von Speisefettsäuren [VUK] | - | - |
| E478 | ? [VUK] | - | - |
| E479b | Thermooxidiertes Sojaöl mit Mono- und Diglyceriden [VUK] | - | Fettemulsionen zum Braten |
| E481 | Natriumstearoyllaclyl-2-lactat [VUK] | - | - |
| E482 | Calciumstearoyllaclyl-2-lactat [VUK] | - | - |
| E483 | Searoyltartrat [VUK] | - | - |
| E491 | Sorbitan-monostearat [VUK] | - | - |
| E492 | Sorbitan-tristearat [VUK] | - | - |
| E493 | Sorbitan-monolaureat [VUK] | - | - |
| E494 | Sorbitan-monooleat [VUK] | - | - |
| E495 | Sorbitan-monopalmitat [VUK] | - | - |
| E570 | Stearinsäure [VUK] | Aus Fetten | Kaugummi, verschiedene Lebensmittel |
| E572 | Salz der Stearinsäure [VUK], [Kos] | Aus Fetten | - |
| E585 | Eisen (II)-lactat [VUK] | - | Schwarze Oliven |
| E620 | Glutaiminsäure | Aminosäure | Als Gescmackverstärker in Fertiggerichten |
| E631 | Natriuminosinat [VUK] | Nukleinsäuren | Geschmackverstärker |
| E634 | Calcium-5-ribonucleotid | ? | - |
| E635 | Dinatrium-5-ribonucleotid [VUK] | - | - |
| E640 | Glycin und Natriumsalze [VUK] | - | - |
| E907 | Mikrokristalline Wachse [Hot] | aus Rückständen der Schmierölherstellung | Wachsüberzüge |
| Nummer | Name | Herkunft | Verwendungsbeispiele |
| E120 | Echtes Karmin (Cochenille) [Kos], [GuE], [Hot] | Scharlachschildlaus | Getränke, Konfitüren, Joghurt |
| E161a | Xanthophylle/Flavoxanthin [VUK] | Syntätisch, pflanzlich oder aus kleinen Krebsen | Biskuits |
| E234 | Nisin [Hot] | Milchsäurebakterien | Konserven, Margarine, Kindernahrung, Getränke, Konfekt, Salatsaucen, Softmargarinen |
| E270 | Milchsäure [VUK], [GuE], [Hot] | Bakterien | Konserven, Margarine, Kindernahrung, Getränke, Konfekt, Salatsaucen, Softmargarinen |
| E415 | Xanthan [Hot] | durch Fermentation von Zucker mit Bakterien (Xanthomonas) | Konserven, Margarine, Kindernahrung, Getränke, Konfekt, Salatsaucen, Softmargarinen |
| E904 | Schelllack [GuE] | Schell-Laus | Überzugsmittel für Zitrusfrüchte und Äpfel, Kaugummi |
| E1102 | Glucoseoxidase [Hot] | aus Schimmelpilzen | Getränke, Saucen |
![]()
Folgende Substanzen können tierischem Ursprung sein:
| Name | Herkunft | Verwendungsbeispiele |
| Albumin [Kos], [Lis] | - | - |
| Ambergris [Kos] | Walinnereien | - |
| Backmittel [Leb] | Quellstärke, Enzyme | Brot und Backwaren |
| Backtriebmittel [Leb] | Backpulver, Pottasche | Teigwaren |
| Catalase [Kos] | Kuhleber | - |
| Civet [Kos] | Katzen | Getränke, Eis, Gebäck, Kaugummi |
| Colin Bitartrate [Kos] | Tiergewebe | Vitamin-B (komplex) |
| Collagen [Hal], [Lis] | - | - |
| Enzyme [Hal] | - | - |
| Glycerol [Hal], [Kos] | - | - |
| Glycogen [Hal] | - | - |
| Hormone [Hal] | - | - |
| Hydrolized animal protein [Hal], [Lis] | - | - |
| Kalziumstearat [Kos] | - | - |
| Kalziumstearollactylat [Kos] | - | - |
| Käseferment (Rennet) [Kos] | Kalbsmagen | - |
| Kolestrol [Hal] | - | - |
| Lysin-L und -DL [Kos] | Blut, casein | - |
| Mehlbehandlungsmittel [Leb] | Ascorbin- und Aminosäuren | Teigwaren |
| Mittel zur erhaltung der Rieselfähigkeit [Leb] | Gelbe Blutaugen, Salz und Natriumcarbonat | Pulverförmige Lebensmittel, zum verhindern von Zusammenkleben |
| Oleic-Säure[Kos] | Aus Ölen und Fetten | - |
| Oxysterin[Kos] | Glyceride, Stearinsäure | - |
| Pepsin [Hal] | Kann aus Saumagen hergestellt werden oder synthetisch sein | Käseferment |
| Phospholipide [Hal], [Kos] | Kann aus Saumagen hergestellt werden | Käseferment |
| Schaumverhüter [Leb] | Öle, Fette | Kartoffelchips, Konfitüren |
| Sodium Propionate [Kos] | Aus Käse (siehe Fermente) | - |
| Stabilisatoren [Leb] | Gelier- und Verdickungsmittel | Pudding, Joghurt etc. |
Im weiterem verfügt [Lis] über eine ausführliche Liste tierischer Substanzen.
![]()
Fast jedes Eis enthält Emulgatoren (habe noch keines ohne gesehen). Dabei handelt es sich meistens um die bedenkliche E471/472 Sorte. Die beigefügte Fruchtmischung/Schokolade enthält manchmal Alkohol und/oder Emulgatoren. Auch verwendete Aromen können aus bedenklichen Substanzen bestehen. Es ist auch üblich, nicht verkauftes Eis wieder zu pateurisieren und mit neuem zu vermischen. Insbesonders eignet sich Schockolade-Eis zum beimischen von aufbereitetem Eis (andere Sorten).[Ice]
Unbedingt auf E-Nummern achten! Manche Getränke beinhalten Gelatine [Sof].
Manche enthalten Glycerin! Für Kaugummis und Zucker müssen keine Inhaltsstoffe angegeben werden.
Insbesonders werden Zitrusfrüchte und Äpfel behandelt. Am besten vor dem Verzehr schälen. Auch exotische Früchte (besonders im Winter) werden sehr oft behandelt.
Nach manchen Behauptungen wird Knochenmehl verwendet. Konnte ich allerdings nicht verifizieren.
![]()
Die Hüllen der Pillen werden oft aus tierischen Substanzen erzeugt [Bra]. Insbesonders werden antibiotische Kapseln (meist zweifarbig) aus Gelatine hergestellt. Gelatine wird aus Knochenmark (sehr oft von Schweinen) durch kochen von Knochen gewonnen. Medikamente, die sich im Darm auflösen werden eher aus beständigen synthetischen Substanzen gemacht.
Kann das Medikament
von der Kapsel getrennt werden bevor es eingenommen wird?
Das hängt von dem Medikament ab. Fragen Sie zuerst einen
Arzt Ihres Vertrauens. Wenn möglich, lassen Sie sich Tabletten
(Drages) verschreiben.
Viele Gelehrte sind der Ansicht, daß die Inhaltsstoffe eines Medikaments der zu bekempfenden Krankheit unterzuordnen sind. Daher wird das Einnehmen von Medikamenten erlaubt. Dennoch ist es sicher für viele Muslime wichtig, bei vorhandensein von Alternativen, das reinere Medikament zu wählen.
Ich konnte folgende oft verwendete bedenkliche Substanzen ausmachen
(nicht vollständig):
| Name | Herkunft |
| Adrenalin | Schweine und andere Tiere [Ani] |
| Ambergris | Walinnereien [Kos] |
| Amylase | Schweine Pankreas [Ani], [Kos], [Lis] |
| Colin Bitartrate [Kos] | Tiergewebe , Vitamin-B (komplex) |
| Duodenum | Aus dem Verdauungstrakt von Wiederkäuern [Ani] (in Vitaminen [Ani]) |
| Jelatin | Tierisch [Ani] |
| Tierisches Fett | Verschiedene Tiere [Ani] |
[Lis] verfügt über eine ausführliche Liste tierischer Substanzen.
Zahnpasten beinhalten oft von Schweinen gewonnene Substanzen (insb. Fett). Amerikanisch Jüdische Vereine haben Listen mit koscher Zahnpasten erstellt (die leider für Europa nicht brauchbar sind) [GR].
Verwenden Sie möglichst Zahnpasten aus pflanzlichen Quellen.
Man könnte auch öfters die vom Profeten (S.A.S) empfolene
Wurzel misvak verwenden, die in den meisten Moscheen erhältlich
ist.
Bedenkliche Substanzen:
Gelatine [Ani]
Knochenmehl [Ani]
Lard (Schweinefett) [GR]
Lauryl und Sorbit Substanzen [Lis]
Schweineborsten (in Naturbürsten) [Ani]
[Lis] verfügt über eine ausführliche Liste tierischer Substanzen.
![]()
Sehr viele der heute erhältlichen Produkte enthalten Proteine. Diese werden zumeist aus Schlachtrückständen, Blut oder Kadavern (z.B. Haustiere) gewonnen.
Waschmittel können Enzyme beinhalten (insb. solche die bei niedrigen Temperaturen Flecken entfernen). Diese wurden früher von Bauchspeicheldrüsen der Schweine gewonnen. Heute weden sie jedoch mit Bakterien erzeugt. Waschmittel können auserdem Glyceride enthalten.
Achten Sie auf folgende Substanzen:
| Name | Herkunft |
| Aminosäure | Schweine und andere Tiere [Ani], [Lis] |
| Amylase | Schweine Pankreas [Ani] |
| Arachidonic-Säure | Aus Gehirn und Drüsen fetter Tiere [Ani], [Lis] |
| Aspartiksäure | Kann tierisch, pflanzlich oder synthetisch sein [Ani] |
| ß-Carotin | Pflanzlich oder tierisch (selten) [Ani] (wird als Farbe verwendet) [Ani] |
| Batylalkohol, Batylisostearat | immer tierisch[Lis] |
| Benzoiksäure | Meist Synthetisch oder Pflanzlich, (selten) tierisch [Ani] |
| Benzyltrimonium | immer tierisch[Lis] |
| Betaine | Wird aus Fett gewonnen, kann tierisch sein [Ani] Verwendung: Seife, Schampo, Kosmetik [Ani] |
| Bone black | Knochen [Ani] (Augenlid) [Ani] |
| C30-46 Piscineöl | immer tierisch[Lis] |
| Cantharidestinktur | immer tierisch[Lis] |
| Catharidin | immer tierisch[Lis] |
| Cysteine, L-Form. Cystine | Eine aus (menschlichen) Haaren oder Pferde- und Schweineborsten gewonnene Aminosäure [Ani] (Crem, Schampo [Ani]) |
| Epidermöl | immer tierisch [Lis] |
| Gelatine | Tierisch [Ani] |
| Glycerin | Meistens tierisch [Ani] (Seife, Schampo etc. [Ani]) |
| Glyceride | Glycerinester [Wasch] |
| Hide glue | Grobe Gelatine [Ani] |
| Hydrolized animal protein | Tierisch [Ani] (Seife, Schampo etc. [Ani]) |
| Karmin | Läuse [Ani], [Kos] (Lippenstifft -> E120) [Ani] |
| Keratin, Nägel, Klauen | Tierisch [Ani], [Lis] (Schampo, etc. [Ani]) |
| Kolesterin | Kann tierisch sein [Ani] (Crem, Schampo etc.) [Ani] |
| Lard | Schweinefett [Ani] |
| Lipoids/Lipids | Kann tierisch sein [Ani], [Kos] |
| Metionine | Aus Proteinen [Ani] (Crem) |
| Mono- und Diglyceride | Meistens tierisch [Ani] |
| Myristicsäure | Wird aus Fett erzeugt [Ani] (Schampo, Crem [Ani]) |
| Nucleic-Säure | Aus Zellen [Ani] (Schampo, Vitamin [Ani]) |
| Oleicsäure | Oleth-2, -3, -20, etc. Oleyl Alcohol. Oleamine. Oleyl |
| Palmitic acid | Pflanzlich oder tierisch [Ani] (Seife, Crem, Aftershave [Ani]) |
| Panthenol | Pflanzlich oder tierisch [Ani] (Seife, Vitamine [Ani]) |
| Placenta | Tierisch [Ani] (Schampo, Crem [Ani]) |
| Polypeptides | Tierisch [Ani] |
| Polysorbates | Fettsäuren [Ani], [Kos] (Kosmetik [Ani]) |
| Progesterone | Tierisch oder synthetisch [Ani] |
| Schweineborsten | Naturbürsten [Ani] |
| Tierisches Fett | Tiere [Ani] |
Im weiterem verfügt [Lis] über eine ausführliche Liste tierischer Substanzen.
![]()
Es gibt Hinweise, daß der waßerlösliche Klebstoff der auf Rückseiten von Briefmarken usw. verwendet wird tierische Substanzen enthält. Man sollte sicherheitshalber Briefmarken nicht ablecken.
Sind diese Informationen
Vollständig ?Leider nein! Diese Tabellen wurden mit Hilfe nachfolgend aufgelisteten Quellen zusammengestellt. Weitere Forschung ist vonnöten. Bitte geben Sie Informationen die Sie besitzen an micht weiter.
![]()
Ich hoffe Ihnen mit dieser Seite Anhaltspunkte beim Einkauf gegeben zu haben. Sie werden vermutlich in erster Zeit länger brauchen, um sich auskennen.
Dennoch werden Sie nicht alles erkennen können (vielleicht steht es auch gar nicht so genau drauf). Daher lautet die wichtigste Regel:
Versuchen Sie soviel wie möglich unbehandelte, natürliche Lebensmittel zu kaufen.
Versuchen Sie doch mal selbst zuhause Fruchtjoghurt herzustellen. Nach einigen Stunden wird es nicht mehr sehr appetietlich aussehen, also ohne Chemie können solche Produkte nicht Marktgerecht hergestellt werden. Je mehr ein Produkt zubereitet worden ist desto mehr muß auf Lebensmittelchemie zugegriffen werden.
Als eine Herausforderung für die muslimische Geselschaft empfinde ich die Idee ein Labor zur Untersuchung von verpackten Lebensmittel zu gründen. Vielleicht finden sich einiges Tages die dazu notwendigen Sponsoren und Experten.
![]()
Einige Web-Adressen könnten inzwischen deaktiviert sein.
![]()