Wolfgang Giegerich (1998) Der Jungsche Begriff der Neurose
"Daran habe ich gelernt, was eine Neurose ist." So heißt es in dem Bericht C.G. Jungs über seine eigene Neurose im Kindesalter. Der Bericht bietet die Chance, an eben dem, woran Jung seinen Begriff der Neurose entwickelt hat, uns auch unser Verständnis seiner Neurosenkonzeption zu erarbeiten. Eine eingehende Erörterung dieses Textes zeigt, daß Jung, der grundsätzlich nie eine Neurosenlehre aufgestellt hat, sehr wohl einen strengen Begriff von Neurose hatte und daß gerade das Begreifen für das Verständnis wie für die Therapie der Neurose unverzichtbar ist. Jungs Begriff der Neurose zeichnet sich vor den meisten anderen Neurosenlehren dadurch aus, daß er, als wahhaft psychologischer Begriff, die Neurose aus der Seele selber - als ein inneres Leben ihrer selbst, als ihr Verhältnis zu ihr selbst - begreift, ohne auf psychologie-externe Begriffe wie "Triebe" oder "Konditionierung" zurückgreifen zu müssen. Grundlegende Differnzierungen werden nötig im BLICK AUF DIE Pubetätsrituale archaischer Kulturen, auf die Neurose in der ersten und in der zweiten Lebenshälfte sowie auf Vorstellungen der archetypische Psychologie (Hillman).
Wolfgang Giegerich (1998) Der Jungsche Begriff der Neurose
Der Jungsche Begriff der Neurose kann in jeder Buchhandlung bestellt werden. Die ISBN ist 3-631-34315-9.
(Achtung: Das englischsprachige Buch The Soul's Logical Life: Towards a Rigorous Notion of Psychology kann nur direkt von der Niederlassung des Peter Lang Verlags in Bern, Jupiterstrasse 15, CH-3000 Bern 15, Tel.: ++41 (31) 940 21 21, Fax: ++41 (31) 940 21 31, Email: 101630.1473@compuserve.com bezogen werden.)
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