Naikan
Naikan bedeutet Innenschau. Es ist eine Methode der Selbstreflexion - eine Methode, um sich selbst gewahr zu werden. Im Grunde ist es eine spirituelle Übung, die vollkommen am Boden der Tatsachen ansetzt. Entwickelt wurde Naikan in Japan von Herrn Yoshimoto aus seiner eigenen spritiuellen Übung und Praxis heraus. Herr Yoshimoto wollte die Möglichkeit seiner Erfahrung allen Menschen zugänglich machen, auch wenn diese sich keiner buddhistischen Übung unterwerfen.
Was bedeutet nun Naikan als Methode?
Im Naikan betrachtet man sein Leben in Zeitabschnitten im Spiegel jeweils einer Person, mit den drei Fragen:
- Was hat diese Person für mich getan?
- Was habe ich für diese Person getan?
- Welche Schwierigkeiten habe ich dieser Person bereitet?
Das übliche Naikansetting umfasst den Zeitraum von einer Woche, in der man sich aus dem Alltag zurückzieht, damit man sich auf die Übung konzentrieren kann. In dieser Woche wird man von einer/m Naikanleiter/in begleitet. Diese/r kommt in regelmäßigen Abständen zum Naikangespräch, bei dem man die gefundenen Antworten kurz zusammenfasst.
Naikan war Bestandteil meiner Shiatsu Ausbildung. Eine Selbsterfahrung mit dem Ziel mich selbst und meine Verhaltensweisen, meinen Umgang mit Menschen besser kennen zu lernen. Das hilft mir, Menschen - speziell auch bei meiner Arbeit mit Shiatsu - offen und unvoreingenommen zu begegnen.
Ich habe seit meiner Ausbildung bereits mehrere Wochen Naikan geübt. Seit 2008 begleite ich Naikanübende auch als Assistenzleiterin meines Partners Michael Simöl (Naikanleiter) im Naikanhaus in Bodingbach bei Lunz/See.
Weitere Informationen zu Naikan finden Sie auf der Website des Naikido Zentrum Wien: www.naikan.org.