GeoLine - Projekte
Aktuelle und mögliche Beiträge der Karst- und höhlenkundlichen
Abteilung des Naturhistorischen Museums Wien
1. Eiszeittrail - vom Ennstal
nach Altenmarkt
Eiszeit-Wanderweg zu
den Themen Geologie, Botanik und Regionalgeschichte
Option:
Karstrelevantes Informationsmaterial und Ideen zu einzelnen Stationen
2. Interaktives Gebirgsmodell im
Wasserspielpark Eisenwurzen
Im interaktiven Wasserspielpark
Eisenwurzen wird den Kindern das Thema Wasser und Natur auf
spielerische Weise näher gebracht
Derzeit noch kein Beitrag durch die Karst- und höhlenkundliche
Abteilung in Planung
3. Altenmarkt - Tor zum
Europäischen Geopark
Geologie und Wecken der Sinne –
Einbindung von Vermittlungsstationen für Natur- und Umweltkunde
Option: Aufbereitung und Einbindung der „Teufelskirche“
(natürliche Höhle) in Bezug auf Geologie, Karst und Sage
4. Geopfad
Gams-Nothklamm-Kraushöhle
Der bestehende GeoPfad führt
oberhalb der Nothklamm entlang. Durch die Erweiterung im Bereich der
Nothklamm besteht die Möglichkeit einen Rundweg anzulegen und
somit den GeoPfad zu attraktivieren, auf welchem bereits jetzt tausende
Besucher die Angebote rund um die geologischen Besonderheiten der
Gemeinde Gams nützen. ( 20.000 Besucher im Geodorf)
Eine
wichtige Sehenswürdigkeit entlang des Geopfades ist die
Kraushöhle. Im Jahre 1881 entriss der bekannte Höhlenforscher
Franz Kraus die damals „Annerbauernloch“ genannte 340 Meter lange
Höhle der Vergessenheit und baute sie zur Schauhöhle aus.
Bereits am 28. Mai 1882 erfolgte die feierliche Eröffnung.
1883 wurde die Höhle (übrigens als erste der Welt) elektrisch
beleuchtet. Allerdings verfielen die Anlagen in der Höhle
bald. 1930 (Zahl 6167/D30 des Bundesdenkmalamtes) wurde die Höhle
unter Schutz gestellt. Erst 1963 wurde der Führungsbetrieb von der
Freiwilligen Feuerwehr wieder aufgenommen. Inzwischen ist die
Gemeinde Gams Besitzer der Höhle und sie ist ein wesentlicher
Bestandteil des GeoPfades geworden. Einzigartig ist die Höhle
durch ihren Höhleninhalt, den Gipskristallen, die ihre Entstehung
einer Reaktion von Schwefelsäure mit dem Kalkgestein der
Höhle verdanken. Die Kraushöhle kann sich daher mit
Recht als größte „Gipskristallhöhle“ des
deutschsprachigen Raumes bezeichnen.
Im Zuge der Neuanlegung des GeoPfades muss der Folder für den
GeoPfad überarbeitet und neu aufgelegt werden.
Erstellung von Exkursionsführern, Beratung, Beginnende
Untersuchungen in der Kraushöhle (Temperatur, Radon, Wasser).
Option: Sinterdatierung der Gipse
5. Gams -
Geowerkstätte
Bearbeitung von Fundstücken
und das Freilegen von Fossilien
Option: Wasserwerkstatt (einfache Experimente mit Wasser)
6.
"Trias-Erlebnis"
Großreifling
Audivisionsraum und Geopfad.
Option: Kalke der Trias als Träger des Karstphänomens.
7. Palfau:
Wasserlochklamm - Projekt Aqua Mystica
Erlebnisbereich - Zubau zur
Wasserlochschenke: Dieser Erlebnisbereich umfasst als zentrales
Element die Video–Höhle zur Vorführung des 3D – Films
über Aqua Mystica. Die Video–Höhle wird für 50
Besucher ausgelegt sein. Interaktive Elemente bieten dem Besucher
die Möglichkeit das Phänomen der größten
wasserführenden Höhle Mitteleuropas zu erleben.
Eindrucksvolle Bilder, Tontechnik und eine beeindruckende
architektonische Gestaltung geben Aqua Mystica das Potential der
Kristallwelten in Wattens. (derzeit 15.000 Besucher in der
Wasserlochklamm jährlich)
Die Höhle weckt bei den Besuchern immer wieder den Wunsch, sie
betreten zu können, um sie zu erforschen und das rätselhafte
Phänomen der unregelmäßigen natürlichen
Wasserschüttungen zu ergründen. Aus
naturräumlichen und sicherheitstechnischen Gründen ist
dies aber nicht möglich.
Deshalb soll im Bereich der Wasserlochschenke ein unterirdischer
Nachbau der Höhle errichtet werden. Ein solches Vorhaben ist
natürlich nur dann sinnvoll, wenn den Besuchern wertvolle
Information geboten wird, die zum einen lehrreich, zum anderen aber
auch unterhaltsam sein muss. Es ist daher geplant, dem
Höhlennachbau noch weitere Räume hinzuzufügen, in denen
die Besucher sich über Themen informieren können, die in dem
Zusammenhang von Bedeutung sind. Dazu gehören unter anderem
Geologie, die Erforschung der Höhle, Tropfsteinbildung, etc. Dem
Namen ‚Aqua Mystica’ soll allerdings auch insofern Rechnung getragen
werden, als dass auch auf den mystischen Aspekt der Höhle und
ihrer Umgebung eingegangen wird. Die Verbindung von Mystik und
Wissenschaft im Zusammenhang mit der Höhle wird sich wie ein
logischer roter Faden durch den Besucherbereich ziehen. Es wird
gezeigt, dass trotz modernster wissenschaftlicher Methoden doch nicht
alle Phänomene entmystifiziert werden können
Mitarbeit bei der gesamten Konzeption, hydrologische Untersuchungen und
einjährige Beprobung, Aufarbeitung der Sagenwelt
8. Weißenbach/Enns:
Projekt Eiszeitwelten
Das
Projekt Eiszeitwelt
Weißenbach stellt eines der zentralen Elemente der Vermittlung
geologisch – erdgeschichtlicher Besonderheiten der gesamten Region
dar. Untergebracht in einem alten Getreidespeicher, mitten im
Ortszentrum von Weißenbach, vermittelt dieses Projekt einen
nachhaltigen Eindruck über Eiszeit, Vergletscherung, Fauna
und Flora der Eiszeit in den vier Geschossen des Gebäudes.
Interaktiv aufbereitet, werden die einzelnen Stationen zu
Erlebnisbereichen in denen sich Kinder ebenso wie Erwachsene aktiv an
der Erforschung dieses Erdzeitalters beteiligen können. Als
zentrales Allwetterangebot von GeoLine, bietet dieses Projekt eine
ideale Ergänzung zum bereits erfolgreich betriebenen
Wasserspielpark Eisenwurzen. Weiters wird durch dieses Projekt ein
alter Getreidespeicher – ein wesentliches Kulturgut unserer Region –
erhalten und einer nachhaltigen Nutzung zugefühhrt. Ein
paar Schritte weiter können wir eine Bärenhöhle
betreten. Draußen sehen
wir die eiszeitliche Landschaft; herinnen liegen zum Greifen nahe die
Überreste der letzten Bärenmahlzeit: Knochen und
Fellstücke der
Beutetiere. Auch Teile eines Höhlenbärenskeletts sind zu
sehen (wohl
der vorletzte Bewohner der Höhle). Plötzlich taucht jedoch
der
Höhlenbär selbst auf. Auf ein Illusionsgemälde eines
Höhlenbären wird
der Kopf eines heutigen Braunbären (Filmaufnahme) passgenau
projiziert:
der Kopf bewegt sich, brüllt, bleckt die Zähne etc., wodurch
der
Eindruck von Lebendigkeit entsteht.
Mitarbeit bei Höhlenmalerei und Bärenhöhle
9. Hieflau:
Schneckensafari -
Teufelsmühle
Die „Schneckensafari“ im
Waaggraben Hieflau wird im Rahmen von Führungen, als Themenpfad
und als Besuchergebäude die Einzigartigkeit des gleichzeitigen
Vorkommens urzeitlicher und heutiger Schnecken in Hieflau erlebbar
machen. Wesentliche Elemente der pädagogischen Aufbereitung
finden in Verbindung mit interaktiv dargestellten Elementen in einem
Starthaus der Schneckensafari im Ortszentrum von Hieflau Verwendung.
Die Vernetzung mit den anderen Projekten der Region – gemeinsames
Marketing unter GeoLine ergeben ein schlüssiges Gesamtbild und
eine wesentliche Aufwertung der Region.
Mitarbeit am Gesamtkonzept, insbesondere dem Teilbereich
„Teufelsmühle“, wissenschaftliche Vorarbeiten.
Ausstellungsbereich
"Teufelsmühle"
Um auch solche
Besucher für eine Besichtigung des Waaggrabens zu begeistern, die
sich nicht für Schnecken interessieren (und somit die
Erlebnisausstellung nicht besuchen), steht ein an Kasse und Shopbereich
anschließender Ausstellungsraum zur Verfügung, dessen Besuch
kostenlos ist.
Thema
Vorstellung
der im Volksmund „Teufelsmühle“ genannten Karsthöhle, die
sich an Station 12 der Schneckensafari befindet.
Atmosphäre
Schon
vom Foyer werden die Besucher auf den geheimnisvollen Eingang zum
Ausstellungsraum (Raum 4) aufmerksam: die Tür wird als
Höhlenspalt gestaltet, auch die Raumecken werden als amorphe
Höhlenrundungen kostengünstig kaschiert, die sich von unten
nach oben zu einem Gewölbe verbreitern. Im Rauminneren herrscht
gedämpftes Licht (versteckte Spots, indirekte
Lichtabstrahlung). Als Raumklang hören die Besucher
Geräusche aus der Höhle, verbunden mit der gesprochenen Sage
vom Teufel und dem Müller (versteckte Lautsprecher).
Gestaltung
Um in dem ca.
8 m2 großen Raum maximale Bewegungsmöglichkeit zu bieten,
sind die Informationen an den Wänden angebracht:

·
Infotafel mit Fotos von der Teufelsmühle
·
Höhlenplan
·
Sage vom Pakt des Teufels mit dem Müller
·
Geländeplan
·
Ergebnisse von Färbeversuchen (erklärt Wissen über
Höhlenverlauf)
10. Johnsbach :
Odelsteinhöhle
Präsentation
der unterirdischen Landschaft in der einzigen Schauhöhle im
Umfeld des „Nationalparks Gesäuse"
Mitarbeit an der Publikation des Höhlenführers, Beratung zu
Erschließung, laufende Betreuung, mehrjährige
Klimabeobachtung, Kalkabtragsmessungen; Option:
Sinterdatierungen