ZUR GESCHICHTE DER ABTEILUNG

Die heutige Abteilung wurzelt im ehemaligen Referat für Höhlenschutz am Bundesdenkmalamt in Wien, wo sie die Agenden bis zum Übergangdes seit 1928 bundesweit einheitlichen Gesetzes zum Schutz der Höhlen in die jeweiligen Landeskompetenzen (1974) wahrzunehmen hatte.
Die bis dahin klare und übersichtliche rechtliche Lage und die Fachkompetenz erfuhrendadurch eine recht drastische Zäsur, die
bis heute nicht sinnvoll überwunden werden konnte.

Das Referat für Höhlenschutz bestand im Bundesdenkmalamt noch
bis 1979,nahm dabei vor allem dokumentatorische Aufgaben wahr
und führteForschungsarbeiten - z.B. Bergungen von paläontologischen
und urgeschichtlichen Funden in Höhlen - durch.

1979 kam das Referat als "Institut für Höhlenforschung"- unter der Leitungvon Dr. Hubert Trimmel - zum Naturhistorischen Museum,
blieb jedoch bis 1983 in den Räumen des Bundesdenkmalamtes beheimatet.
Seitdem  logiertdas einige Jahre später in eine echte "Abteilung" umgewandelte "Speläologische Dokumentationszentrum"  in den
ehemaligen Hofstallungen (früher "Messepalast", nun "Museumsquartier")
gegenüber dem Haupthaus am Ring.

In vieler Hinsicht ist die Abteilung als Nachfolgeinstitution des ehemaligen,traditionsreichen "Speläologischen Institutes" am Landwirtschaftsministeriumzu sehen, das sich mit Karst- und Höhlenforschung allgemein, späterhin vorwiegend mit Karstwasserfragen beschäftigt hat.

Die Arbeit der Karst- und Höhlenkundlichen Abteilung ist geprägt von einer intensiven Zusammenarbeit mit dem Verband österreichischer Höhlenforscher und seinen Mitgliedsvereinen und Schauhöhlen.
Die Tätigkeit umfaßt einerseits dokumentatorische Aufgaben und Forschungsarbeiten, andererseitstraten in den letzten Jahren
anwendungsorientierte Projekte - so etwa im Rahmen der Wiener Wasserversorgung (aus Karstgebieten!) - mehr in den Vordergrund.

Eine Schausammlung im Haus am Ring konnte die vergleichsweise "junge" Abteilung bislang aus Platzgründen noch nicht realisieren. Die vor kurzer Zeit
auchin verschiedenen Karst- und Höhlengebieten Österreichs gezeigte "Höhlenausstellung" sollte ein gewisser Ersatz dafür sein.
Ein kleiner Führer ("SPELÄOPFAD") durch die höhlenkundlich relevanten Teile der verschiedenen Schausammlungen soll dem Fehlen einer eigenen Dauerausstellung voerst einigermaßen ökonomisch begegnen.