"Konsequenzhöhlen" sind jene - bereits als natürliche Höhlen zu bezeichnende - Räume, die in der Folge von künstlichen unterirdischen Bauten (z.B. Bergwerken etc.) enstanden sind. Sie lassen wohl stets den Verlauf, aber nur teilweise die ursprüngliche Raumform des primären Hohlraumes erkennen und orientieren sich vor allem am Trennflächengefüge des Gesteins. An sich nicht als Karstformen anzusprechen, ergeben sich doch mannigfaltige Schnittstellen mit Karsthöhlen, wo sehr häufig - vor allem im alpinen Bereich - ganze Höhlenabschnitte ebenfalls durch Verbruch gekennzeichnet sind und die ursprünglichen, durch Gesteinslösung entstandenen Hohlräume gar nicht mehr erkennen lassen (Als Beispiel dafür mag der Bereich des Artusdomes in der Dachstein-Rieseneishöhle, einer der bekanntesten Schauhöhlen Österreichs dienen).
Im Rahmen der Arbeit der Kommission für Pseudokarst der Internationalen Union für Speläologie wird diesem Phänomen in den letzten Jahren besondere Beachtung geschenkt.
Am Dienstag, den 15. Jänner 2002 wurde im Rahmen der Speläologischen Vortragsreihe über dieses wenig bekannte Thema referiert.
Im Rahmen der Arbeiten der Abteilung in den Stollen des Burgenlandes sowie im Josefistollen (Friesach) werden die dortigen Hohlräume auch hinsichtlich "Konsequenzhöhlen" untersucht.
Die UIS-Kommission für
Pseudokarst beschäftigt sich unter anderem
mit diesem Phänomen. In manchen Ländern - z.B. in Holland - scheinen
derartige Erscheinungen weit häufiger als "natürliche" Höhlen
vorzukommen.