VERANSTALTUNGEN DER KARST- UND HÖHLENABTEILUNG
DES NATURHISTORISCHEN MUSEUMS WIEN
aktualisiert am 6.10.2008

1) SPELÄOLOGISCHE VORTRAGSREIHE
 - seit 1981 - 
initiiert von H. Mrkos & K.Mais

Museumsplatz 1/10, 1070 Wien,   Eingang Mariahilferstraße 2
("Museumsquartier" [Haltestelle U2]), Beginn 18 Uhr, c.t.

wenn nicht anders angegeben (!!!) -  jeweils am dritten Dienstag im Monat in der Bibliothek der Abteilung,

Dienstag 21. Oktober 2008:   Über aktuelle Forschungen in Karstgebieten und Höhlen

Rudolf Pavuza, Lukas Plan, Christa Pfarr & Günter Stummer


Wie alljährlich werden die Mitarbeiter der Abteilung über aktuelle Forschungsprojekte berichten,
ausgehend vom Langzeit-Beobachtungsprogramm in den alpinen Eishöhlen über umfangreiche
 Höhlenuntersuchungen im Einzugsgebiet der Wiener Wasserleitung und Meßprogramme in
 künstlichen unterirdischen Objekten bis hin zur systematischen Bestandsaufnahme 
und
 Bearbeitung der oftmals recht spektakulären Quelltuffe in Österreich.





 

   
    Quelltuff im Loderbach bei Haag (NÖ)



VORSCHAU

Montag (!),     3. November:  "Einer kommt - einer geht". mit und über Günter Stummer & Lukas Plan. Resumé und Ausblick
Mittwoch (!), 10. Dezember:  Robert Seebacher (Bad Mitterndorf): Aktuelle Höhlenforschungen in den Steirischen Kalkhochalpen (Arbeitstitel)



Bisherige Veranstaltungen (2008)  zur Nachinformation:

2. Jänner  2008:      Fachgespräch "Karstabtrag"

Mitarbeiter der KHA sowie Lukas PLAN (Wien) und  Rudolf WEISSMAYR (Neuzeug)

In der Reihe der "Fachgespräche" an der Höhlenabteilung kommt diesmal das eigentliche Kernthema der Karst- und Höhlenforschung zur Sprache, das zunächst kurz wissenschaftshistorisch und in weiterer Folge sowohl theoretisch als auch  praxisorientiert beleuchtet werden soll.
Dabei werden der relativ einfach zu messende  Abtrag an der Oberfläche (siehe Bild),  jener im Untergrund (der sich unter anderem in den Höhlen manifestiert) sowie der nur modellmäßig zu ermittelnde Gesamtabtrag, der auch das nicht zugängliche verkarstete Trennflächengefüge umfasst, mit Hilfe konkreter Beispiele aus den Nördlichen Kalkalpen gegenübergestellt.
Auch der Zeitfaktor wird natürlich in die Überlegungen einbezogen werden.
Einige einschlägige Publikationen mit Österreichbezug werden ebenfalls kurz vorgestellt.

Mittwoch (!!) 27. Februar  2008:                                                    PRÄSENTATION  VON  NEUERSCHEINUNGEN
Karstverbreitungs- und Karstgefährdungskarte Blatt 72-Mariazell
Höhlen und Stollen im Burgenland
Speläopfad-Folder „neu“

Das Projekt der Karstverbreitungs- und Karstgefährdungskarten Österreichs wird mit dem vorliegenden Blatt beendet. Insgesamt erschienen 6 Karten, eine umfangreiche Datensammlung (östliche Kalkhochalpen), sowie eine Zusammenfassung über das Leithagebirge (im ebenfalls heute vorgestellten Burgenlandbuch).
Das Blatt „Mariazell“ wird zweifellos vom Ötscher, dem wohl markantesten und eigenwillig weit im Norden stehenden, hochalpinen Karststock dominiert, in dem auch das längste Höhlensystem Niederösterreichs liegt.
Fast 10 Jahre nach „Höhlen und Karst im Burgenland“ erscheint – hoffentlich auch wirklich rechtzeitig - der großzügig bebilderte Folgeband, in dem neben neuen Höhlenobjekten nun auch Stollen und andere, mitunter kuriose künstliche unterirdische Hohlräume miteinbezogen worden sind.
Die zumeist erfreulichen Neugestaltungen in weiten Bereichen der Schausammlung des NHM haben eine Neufassung des „Speläopfad“-Folders erforderlich gemacht. Er soll – wie sein 2004 erschienener Vorgänger – zum Besuch des NHM aus karst- und höhlenkundlicher Sicht anregen.


11. März  2008:
     "In der Höhle bist Du nie allein"  -     von kleinen und ganz kleinen Kameraden der Tiefe

Erhard CHRISTIAN (Univ. f. Bodenkultur, Wien)


Wer sich gerne unter Tage herumtreibt, kennt die Zackeneule und den Wegdornspanner,
die Höhlenspinne mit ihren kunstvollen Ei-Kokons und - zumindest von Hörensagen -
unsere blinden Laufkäfer und den bizarren Pseudoskorpion aus dem Inneren des Toten Gebirges.
Die Stars unter den wirbellosen Höhlentieren stellen aber nur einen Bruchteil der
unterirdischen Biodiversität dar. Um die Formenfülle der winzigen Milben, Tasterläufer und Springschwänze zu erfassen,
muss man freilich genauer hinsehen. Eben dazu sollen mikroskopische Aufnahmen und Geschichten aus der
aktuellen Forschung ermuntern.

 17. Juni 2008:    "Wissenschaft vor Ort" -  Abendexkursion am Alpenostrand (Helenental-Pfaffstätten)

Wie in den letzten 4 Jahren soll auch heuer der Sommerhitze in der Bibliothek der KHA durch einen "Vortrag in der Natur" begegnet werden. Nach einem Besuch der ziemlich einzigartigen Karrenvorkommen in einem Seitental des Helenentales und eines Tuffbaches geht es nach Pfaffstätten und zu den dortigen Höhlen. Sowohl Einöd-, als auch Elfenhöhle wurden immer wieder als "Brandungshöhlen" des miozänen Meeres bezeichnet. Andererseits werden sie -im Ausflugsbereich der Großstadt - häufig besucht. Diese beiden heiklen Themen sollen vor Ort entsprechend diskutiert werden.

1.Treffpunkt: 16:30  Abzweigung der Purbachstraße (Richtung Osten) von der Straße vom Helenental nach Siegenfeld, wenige hundert Meter vom Helenental entfernt (einige Parkmöglichkeiten)

2.Treffpunkt: 18:00  Einöde westlich Pfaffstätten, am Beginn des markierten Weges zu den Höhlen.
      
    

2) AUSSTELLUNGEN

Die Ausstellung "Höhlenforschung in Österreich" in Hallstatt ( 20 000 Besucher zwischen Mai und Oktober 1999) ist diese Austellung  im Depot aufbewahrt, wo sie zuvor auch bereits zu sehen war. Einzelne Vitrinen und Poster mit karst- und höhlenkundlichen Schwerpunktthemen können bei Bedarf relativ kurzfristig zur Verfügung gestellt werden.
Ein Teil der Ausstellung wurde als Basis für eine Ausstellung des Salzburger Höhlenvereines im Sommer 2004 in der Stadt Salzburg verwendet.
In der Höhlenabteilung im Museumsquartier sind permanent aktuelle Poster, die für verschiedene Symposien, Seminare etc. gestaltet wurden, zu sehen - unter anderem über den Josefistollen, Arbeiten in den Hohen Tauern und im Dachsteingebiet, ALCADI-Dokumentationen etc.
Die Vorbereitungen für eine höhlenkundliche Ausstellung, die von der Abteilung im Bereich der Schausäle des NHM  gestaltet werden wird, sind nach wie vor im Gange, obgleich die Platzfrage nach wie vor ungelöst ist. Anregungen dazu sind sehr willkommen, auch eine aktive Mitarbeit bei der Gestaltung wird möglich sein !

Die recht umfangreiche und auch erfolgreiche  Fledermaus - Ausstellung   (zusammengestellt 2002) war im Sommer 2004 im Gemeindeamt von Obertraun (OÖ) , in der Volksschule von Hieflau sowie ab Anfang Oktober in Johnsbach (Gemeindeamt) im Bereich des Nationalparkes "Gesäuse" (bis Ende Oktober) zu sehen. Danach übersiedelte sie nach Wien in das Bezirksmuseum Simmering (bis Ende Februar 2005), und war in der Folge (2.März- 7.April 2005) beim Österreichischen Naturschutzbund im Museumsquartier in Wien und  abschließend auch in Linz (22.April-6.Mai 2005) zu sehen. Die Ausstellung war danach vom Frühjahr bis Ende Oktober 2007 im Schloß Ebenfurth (Niederösterreich) und ist derzeit - bis Mitte August - im Gemeindeamt von Kirchberg am Wechsel zu sehen.

Seit September  2008 ist diese Präsentation im Rollett-Museum im Baden bei Wien im Rahmen einer größeren Höhlenausstellung zu sehen.


3) HÖHLENKUNDLICHES IN DEN SCHAUSAMMLUNGEN

Auf Wunsch sind - nach Voranmeldung in der Höhlenabteilung - spezielle Führungen durch die verschiedenen Bereiche der Schausammlungen mit karst- und höhlenkundlichem Bezug möglich.
Eine diesbezügliche Broschüre ist in der Reihe "SPELDOK" (Nr 9) unter dem Titel "SPELÄOPFAD - eine karst- und höhlenkundliche Spurensuche in den Schausammlungen des Naturhistorischen Museums" erschienen und ermöglichte so auch eine selbständige Nachsuche nach einschlägigen Inhalten im Verlauf des über 1 km langen (!) Weges durch die Schauräume.
Die zweite (verbesserte und revidierte) Auflage ist gegen Ende 2002 erschienen ,  auch eine englische Fassung sowie eine deutsch-englische Fassung wird in absehbarer Zeit auf der Homepage verfügbar sein.  

Ein zusammenfassender Folder ist vor einigen Jahren erschienen, er wird laufend aktualisiert. Herunterladen > SPELÄOPFAD-FOLDER   

Im Rahmen der  "Langen Nacht der Museen" im Oktober 2006, 2007 und 2008 gab es durch Mitarbeiter KHA jeweils zwei Führungen längs des "Speläopfades" im NHM. Auch Schulklassen absolvierten in der Zwischenzeit bereits diesen "Pfad" (ohne Höhlenunfälle).


4) SYMPOSIEN, SEMINARE

2006 und 2007 gab es - im Gegensatz zu den Vorjahren - kein eigenes Schauhöhlenseminar, sondern lediglich eine Sitzung der "Fachsektion Schauhöhlen" im Rahmen der Jahreshauptversammlung 2006 in Frankenfels. 

Das Schauhöhlenseminar 2008 - von der KHA maßgeblich gestaltet - fand am 14, und 15.August in Gams bei Hieflau statt.

Unter Federführung und maßgeblicher Beteiligung der KHA wurde das Österreichische Katasterführerseminar 2007 unter dem Titel "Höhlendokumentation in Österreich" vom 19.-21.Oktober 2007 in Johnsbach (Kölblwirt) organisiert.

Die  Höhlenführerprüfung 2008 fand  - unter Beteiligung der KHA -  im Mai 2008 statt.