Donnerstag, Jänner 19, 2006

Begrenzung der Generalisation: Diskrimination

Die Generalisation bringt Vorteile mit sich. Der Lernende muss nicht auf jede Verände rung eines Merkmals gesondert reagieren. Ein Klingelzeichen ändert normalerweise seine Bedeutung nicht, wenn es etwas schriller oder dumpfer, leiser oder lauter ertönt. Die Gene ralisation kann aber u.U. ihre Nützlichkeit verlieren, so etwa im Falle eines Verkehrsteil nehmers, der zwischen dem roten Licht einer Ampel und einem roten Reiz in seiner Um welt nicht mehr unterscheiden kann. Ebenso mag ein Mensch z. B. eine Schlangenfurcht be sitzen. Er wäre jedoch besser angepasst, wenn er zwischen harmlosen und gefährlichen Tie ren unterscheiden würde. Ebenso haben viele Menschen eine Abneigung gegenüber dem Bohrer des Zahnarztes entwickelt, können diesen jedoch von dem Bohrer eines Heim werkers unterscheiden. Dieses Unterschei dungslernen bezeichnet man als Diskrimina tion. Beim Diskriminationslernen handelt es sich also um einen Prozess, in dessen Verlauf ein Individuum lernt, auf zwei Reize, die sich ähneln, unterschiedlich zu reagieren. Auch Pawlows Hund musste lernen, zwi schen einem schrillen und einem dumpfen Ton zu diskriminieren, denn nur dem ersteren folgte der unkonditionierte Reiz (Futter). Der Lernprozess war abgeschlossen, nachdem das Tier nur noch auf den hohen Ton, nicht mehr dagegen auf den tiefen Ton mit Speichel reagierte.

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