Sonntag, Februar 12, 2006

Experimentelle Situationen zum exzitatorischen Konditionieren

Sign-Tracking/Autoshaping:
Sign-Tracking (Signal-Aufspürung) ist im Gegensatz zu den reflexiven Reaktionen, mit denen sich Pavlov hauptsächlich beschäftigte, ein experimentelles Verfahren, bei dem das Versuchstier auf einen konditionierten Reiz (Lichtplättchen – response key) mit einer Kontaktaufnahme (Picken gegen dieses Lichtplättchen) reagiert und den unkonditionierten Reiz (Futter) dabei hintenanstellt. Das beweist, dass komplexere Verhaltensweisen, als bloße reflexive Reaktionen, konditioniert werden können, eben durch einen solchen response key.
Experiment: Brown und Jenkins(1968) u. a. führten dazu einen Versuch mit Tauben durch.

Fear Conditioning:
Unter fear conditioning versteht man Verfahren, bei dem das trainierte Verhalten eines Versuchstieres, mit einem negativen Reizen „bestraft“ wird. Aufgrund der negativen Assoziation mit dem Elektroschock wird das Versuchstier eine Angst entwickeln, den Hebel zu betätigen.
Eine populäre Technik der Angst-Konditionierung ist die conditioned emotional response = CER [Estes und Skinner (1941)]. Dabei geht es darum, dass Ratten dazu kondtiniert werden einen Hebel zu betätigen um eine Belohnung in Form von Nahrung zu erhalten. Daraufhin wird diese konditionierte Reaktion mit einem Elektroschock kombiniert. Diese „Bestrafung“ des zuvor erlernten Verhaltens führt dazu, dass die Frequenz, in der das Tier den Hebel bedient zurückgeht – Unterdrückung des angelernten Verghaltens aus Angst. (Ratten verfallen in Starre, wenn sie sich fürchten.) Wenn die E-Schocks weggelassen werden nimmt die Ratte ihr erlerntes Verhalten, also das Hebeldrücken, wieder auf. Mit diesem Verfahren kann man also die durch Angst verursachte Unterdrückung eines Verhaltens messen.
Formel: suppression ratio = CS responding / (CS responding + pre-CS responding)
[Je kleiner die suppression ration, desto bewegungsloser das Tier, weil der CS mehr Angst erzeugt.]
Experiment: Siehe oben à Estes und Skinner, 1941; „Klein Albert“

Eyeblink Conditioning:
Das Blinzeln ist ein Reflex des Organismus auf verschiedene Reize, z.B. auf einen Luftzug oder ein plötzliches, lautes Geräusch. Bei dieser Form der Konditionierung wird der US, also ein Luftzug in Richtung auf das Auge, von einem CS, also einem Ton oder einem Lichtsignal, begleitet, was dazu führt, dass man bei der alleinigen Präsentation des CS blinzelt.
Experiment: Gormezano (1966) u. a. führte dazu einen Versuch mit Kaninchen durch.

Taste Aversion Learning:
Hierbei geht es darum einem Versuchstier eine künstliche Abneigung gegen einen bestimmten Geschmack beizubringen. ( Natürliche Abneigung gegen gewisse Geschmäcker lernt jedes Lebewesen, um zwischen giftigen und genießbaren Nahrungsmitteln unterscheiden zu können.) Dazu wird dem Tier Nahrung gegeben, die an sich völlig harmlos ist, jedoch werden durch die Injektion einer Droge oder durch Bestrahlung Krankheitssymptome ausgelöst, die das Tier mit der Nahrung in Verbindung bringt und fortan meidet.
Experiment: Barker, Best und Domjan (1985) und andere führten dazu Tierversuche durch.

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