Dienstag, Februar 28, 2006

Rampus, Tajfel & Hellman zur Sozialen Kompetenz

Rampus (1947) definiert soziale Kompetenz als ein "Maß für die Fähigkeit, sich in einem gegebenen sozialen Feld angemessen zu bewegen". Er orientiert sich als Schüler Lewins an dessen Feldtheorie, wobei er teilweise die erst später als wirksam erkannten Mechanismen des Interaktionismus vorwegnimmt und zeigt, daß dieses Konstrukt in einem komplexen multidimensionalen Modell abgebildet werden muß. "Social Competence is possessing and using the ability to integrate thinking, feeling and behaviour to achieve social tasks and outcomes valued in the host context and culture. In a school setting, these tasks and outcomes would include accessing the school curriculum successfully, meeting associated personal social and emotional needs, and developing transferable skills and attitudes of value beyond school" (Rampus 1947, S. 683).
Rampus unterscheidet zwischen personalen und situationalen Variablen, die niemals isoliert sondern nur in ihrer Kovarianz gemessen werden können, wobei das Problem darin liegt, die Varianz angemessen zu separieren. Er demonstriert dies an einem Beispiel aus dem Sport, wo etwa Fairness durchaus ein relativer Begriff sein kann. Das Verhalten eines Footballspielers, der bekannt für seine harten Angriffe ist, wird auf dem Spielfeld anders zu beurteilen sein als im Kontext des Unterrichts am College.
Tajfel (1952) orientierte sich am need-drive-Konzept und definiert ein komplementäres Konzept sozialer Inkopentenz in Situationen, in denen innere drive-Zustände äußeren situativen need-Anforderungen gegenüberstehen. Sozial inkompetent ist nach ihrer Definition jenes Verhalten, in dem die drives den needs gegenüber ohne Einschränkung durch gesellschaftliche Normen durchgesetzt werden. Allerdings ist an ihrem Konzept zu kritisieren, daß die Operationalisierung allein über die subjektive Wahrnehmung durchgeführt wird, sodaß die Anforderungen der Situation nur über ihre Abbildungen in der Person erfaßt werden. Allerdings enthält Tajfels Ansatz bereits eine prognostische Komponente, indem die drives in Bezug auf eine angestrebtes Ziel konkretisiert werden, wenn etwa Mundraub in der Belastungssituation großen Hungers mit dem Ziel auch deshalb sozial akzeptiert werden kann, um ein Sättigungsgefühl zu erreichen, das zu einem zufriedenstellenden Endzustand für die Person (Überleben)
und die Gesellschaft (die Person wird zumindest in naher Zukunft nicht mehr "kriminell" werden) führen wird. Bedauerlicherweise wird dieser sozialpsychologisch interessante Ansatz nicht weiter ausgeführt.
Hellman (1963) wählt einen relativistischen Zugang und begründet dies: "Very different social competencies are required and valued in different contexts. Behaviours which are dysfunctional and disapproved of in one context might be functional and approved of in another. Through thinking and feeling, the socially competent person is able to select and control which behaviours to emit and which to suppress in any given context, to achieve any given objective set by themselves or prescribed by others. This relativistic definition deliberately omits any specification of a particular outcome. However, populist conceptions of social competence often assume specific outcomes, implying but not making explicit culturally based value judgements". Er nähert sich Tajfels Ansatz insofern an, als er an anderer Stelle schreibt:
"However, it is significant that a number of these are expressed negatively, seeking to define social competence as the absence of social incompetence. This highlights the need to term specific behaviours as socially competent or incompetent, not so label children. Although it might in principle be meaningful to term a person socially competent as a function of the number of social skills they possessed, the number of contexts in which they could demonstrate them, and the number of different objectives they could thereby achieve, quantifying these performance indicators would prove very difficult". Auch Hellman versucht also das Konzept der sozialen Kompetenz im traditionellen psychologischen Konstruktumeld zu verankern, indem er es an dem inzwischen obsoleten Fähigkeitsmodell (skills) orientiert.

Sonntag, Februar 26, 2006

Immer wieder Suchwörter zur Psychologie

Donnerstag, Februar 23, 2006

Das Rosenhan-Experiment - Normale spielten verrückt

IM JAHRE 1973 veröffentlichte der amerikanische Psychologieprofessor David L.Rosenhan in der Zeitschrift "Science" den Bericht über ein außergewöhnliches Experiment, das weit über die Fachwelt hinaus Aufsehen erregte und abendfüllenden Gesprächsstoff abgab. Der französische Philosoph Michel Foucault wünschte im gleichen Jahr dem Amerikaner einen "Nobelpreis für wissenschaftlichen Humor". Der Grund:
Fünf Männer und drei Frauen verschafften sich dadurch den Status von Psychiatriepatienten, daß sie den Ärzten erklärten, sie würden Stimmen hören, die die Worte "leer", "hohl" und "dumpf" sagten. Es waren gesunde Leute, die dieses Symptom lediglich beim Aufnahmegespräch vorspiegelten, danach nicht mehr.
Es handelte sich um einen Studenten der Psychologie in den 20ern, drei Psychologen, ein Kinderarzt, ein Psychiater, ein Maler und eine Hausfrau. Sie suchten insgesamt 12 psychiatrische Krankenhäuser auf, for-schungsorientierte ebenso wie alte, manche waren personell unterbesetzt, andere hingegen waren gut ausgestattet. Die Schauspielerei der Pseudepatienten beschränkte sich darauf, daß sie andere Namen angaben, aus Furcht, daß sie eine psychiatrische Diagnose später behindern könnte und daß einige den falschen Beruf angaben. Ansonsten verhielten sie sich so normal, wie sie es gewohnt waren und wie es ihnen möglich war. Die Pflegeberichte registrierten sie denn auch als "freundlich" und "kooperativ".
Trotzdem wurden sie nicht als Pseudopatienten entlarvt und es wurde auch nicht die andere ebenso richtige Feststellung getroffen, daß man sich die Symptome mit den vorhandenen Mitteln nicht erklären könne. Die Mitglieder an diesem Experiment waren zwischen 7 und 52 Tagen hospitalisiert, 19 Tage im Durchschnitt. Alle wurden entlassen mit der Diagnose " abklingende Schizophrenie". Dies ist auch deswegen so erstaunlich, weil während der ersten drei Aufenthalte 35 von 118 Patienten der Aufnahmestation den Verdacht äußerten, daß es sich um keine echten Patienten handeln könne. Das Personal hingegen nie. Dies hing sicher mit der Tatsache zusammen, daß die Pfleger relativ wenig Zeit mit den Patienten zusammen verbrachten, die Ärzte sogar noch weniger und daß es für einen Psychiater ein geringeres Risiko bedeutet haben mag, einen Gesunden für krank zu halten, als umgekehrt einen Kranken für gesund.
Ärztliche Mitglieder eines Forschungs-und Lehrhospitals, das mit dieser Möglichkeit des Irrtums konfrontiert wurde, behaupteten, daß dies bei ihnen nicht vorkommen könne. Anlaß genug für Rosenhan, die Gegenprobe zu machen. Er kündigte an, innerhalb der nächsten drei Monate kämen ein oder mehrere Pseudopatienten, um in diesem Hospital das gleiche Spiel zu spielen. Tatsächlich kam aber keiner aus Rosenhans Gruppe. Das Ergebnis: 41 von 193 Patienten sollten nach Ansicht von mindestens einem Mitglied des Pflegepersonals trotzdem Pseudopatienten gewesen sein. 23 Patienten wurden als Pseudopatienten "entlarvt" von mindestens einem Psychiater, immerhin noch 19 von einem Psychiater sowie einem anderen Mitglied des Personals.
Was Rosenhan, der an dem Experiment selbst teilnahm, besonders auffiel: Einmal als "abnormal" abgestempelt, färbt dieses Merkmal die Wahrnehmung von der betreffenden Person völlig ein und man übersieht die normalen Anteile oder interpretiert sie falsch. Die Lebensgeschichte wurde so umgedeutet, daß sie mit der gängigen Schizophrenietheorie übereinstimmte. Das Personal schien von der Annahme auszugehen, daß die Menschen, weil sie im Krankenhaus aufgenommen worden waren, geistig gestört sein mußten. Und da sie für sie geistig gestört waren, waren auch ganz normale Tätigkeiten, wie etwa das Anfertigen von Notizen für das Personal Ausdruck dieser Störung. Nie hatte das Personal erkennbar die Idee, daß irgendwelche Verhaltensweisen, die es beobachtete, etwas mit dem Krankenhaus oder den Interaktionen zu tun haben könnte.
An sich selber stellten die "Gesunden" bereits nach kurzer Zeit sogenannte "Depersonalisationserlebnis-se" fest. Einer hatte sogar das Gefühl, unsichtbar zu sein. 71 % der Psychiater und 88 % der Schwestern und Pfleger sind bei ganz normalen Fragen von Patienten einfach weitergelaufen ohne den Fragesteller zu beachten. Dies ist ein Verhalten, das in normalen Interaktionen, auch wenn die Menschen wenig Zeit haben, so nicht vorkommt, wie Rosenhan glaubhaft belegen konnte. Es konnte beobachtet werden, wie Pfleger Patienten verbal oder physisch mißhandelten, solange sie sich nicht vom übrigen Personal beobachtet fühlten. Waren lediglich "Patienten" die Zeugen, so hinderte sie das offenbar nicht daran, rüde mit ihnen umzuspringen. Patienten sind nicht glaubwürdig.
Die "Patienten" hatten die Situation insoweit unter Kontrolle, als sie ja selbst es waren, die sich in diese Lage brachten. Was wäre aber gewesen, wenn die Einweisung in ein psychiatrisches Krankenhaus von anderen inszeniert worden wäre, ohne daß die angeblichen Patienten an diesem Betrug freiwillig mitgewirkt hätten? Wenn ganz normales Schreiben im Kontext eines psychiatrischen Krankenhauses zu einem "Gehabe des Schreibens" wird, so fragte Foucault im Nouvel Obser-vateur, was würde es dann erst bedeuten, da drin jemandem einen Schlag in die "Fresse" zu verpassen?
http://www.stanford.edu/~kocabas/onbeingsane.pdf

Stelle im Bereich Wissenspsychologie /Technologie-gestütztes Lernen

Im Arbeitsbereich Allgemeine Psychologie des Instituts für Psychologie der Universität Graz ist ab sofort eine
Stelle im Bereich Wissenspsychologie / Technologie-gestütztes Lernen
(Vollbeschäftigung) zu besetzen.
Vergütung: Entsprechend FWF
Beschäftigungsdauer: Bis Februar 2008
Aufgaben: Weiterentwicklung und Anwendung formaler psychologischer Modelle zur Wissensrepräsentation und –diagnose im Rahmen eines EU-Projekts zum Thema „Game-Based Learning“.
Anforderungen: Diplom oder Promotion in Psychologie; Erwünscht sind neben Projekterfahrung insbesondere Kenntnisse in den Bereichen Wissensrepräsentation und –diagnose, sowie Lernpsychologie; IT-Kenntnisse; Interesse an der Mitarbeit in einem interdisziplinären Team und der Kooperation mit europäischen Partnern.
Die Universität Graz strebt die Erhöhung des Frauenanteils an und fordert deshalb qualifizierte Frauen ausdrücklich zur Bewerbung auf. Frauen werden bei gleicher Qualifikation vorrangig aufgenommen.
Näheres siehe http://css.uni-graz.at.
Bitte richten Sie Ihre Bewerbung bis 15.03.2006 an:
O. Univ.-Prof. Dr. Dietrich Albert oder Dr. habil. Jürgen Heller, Institut für Psychologie, Universität Graz, Universitätsplatz 2/III, A-8010 Graz bzw. bevorzugt Online an
dietrich.albert@uni-graz.at oder juergen.heller@uni-graz.at.

Ein drastisches Experiment

In einigen Schulen erhalten die Kinder eine sehr drastische Form der Aufklärung über gute Ernährung durch Laborversuche mit Ratten. Das 1. Rattenpaar erhält eine natürliche Nahrung ohne Konservierungsstoffe, Farbstoffe, Zusätze oder raffinierte Kohlenhdyrate. Das 2. Paar erhält eine Nahrung aus Hamburgern mit Weißbrot, Pommes frites, alten Kohlabfällen, Milchshakes, Cola-Getränken, Kirschkuchen und Wasser. Das 3. Paar bekommt gesüßtes Müsli, Weißbrotprodukte, Pudding, abgepackte Kuchen, süße Brausen, Milchshakes, Dosenfrüchte und Wasser.
Die Ergebnisse nach 37 Tagen der Beobachtung:
Paar 1 schien glücklich, ruhig und gesund. Die Ratten wuchsen gut und ließen sich ruhig anfassen.
Paar 2 wurde fett, faul und lustlos. Die Ratten ließen sich kaum berühren, waren kleiner als das 1. Paar, das Fell war räudig, die Augen stumpf.
Paar 3 war nervös, mager, hyperaktiv und zeigte Fellverfärbungen. Die Ratten waren bissig und kleiner als die beiden anderen Paare.
Reed und Schauss begrüßen diese Art der Erziehung auf Schulniveau sowie die beginnende wissenschaftliche Arbeit in den Haftanstalten und den staatlichen Programmen. Sie sind unermüdliche Kreuzritter im Kampf gegen jahrelange Skepsis und Widerstände seitens der konservativen Justiz und der medizinischen Autoritäten (Let's Live 2/84).

Fünf Wege zum Sieg

1. Jene, die wissen, wann sie kämpfen und wann sie nicht kämpfen sollen, werden siegen. [Chang Yu sagt: Wenn er kämpfen kann, wird er fortschreiten und die Offensive übernehmen. Wenn er nicht kämpfen kann, wird er sich zurückziehen, und verbleibt in der Defensive. Er wird unweigerlich erobern,wenn er genau weiß, wann er in die Offensive gehen muß, oder in der Defensive verbleibt.]
2. Jene, die wissen, wann sie überlegene und unterlegene Kräfte wo einsetzen können, werden siegen. [Dies bezieht sich nicht hauptsächlich auf die Fähigkeit des Generals, Zahlen genau schätzen zu können, wie Li Ch'uan und andere feststellten. Chang Yu erweitert dies, indem er sagt: „Indem man „Art of War” anwendet, kann man mit kleineren Kräften sich gegen eine größere verteidigen, und umgekehrt. Das Geheimnis liegt in einem genauen Auge für die Umgebung, und darin, den richtigen Moment nicht zu verpassen. So sagt Wu Tzu: „ Mit einer überlegenen Streitmacht bewege dich auf leichtem Grund, mit einer unterlegenen auf schwierigem Grund.]
3. Jene, deren obere und untere Ränge die gleichen Ziele verfolgen, die denselben Teamgeist, Mannschaftsgeist besitzen, werden siegen.
4. Jene, die dem Unvorbereiteten vorbereitet entgegentreten, werden siegen.
5. Jene, deren Generäle fähig sind und nicht von ihrer Regierung behindert werden, werden siegen. [Tu Yu zitiert Wang Tzu, der sagt: „Es ist die Funktion des Souveräns, allgemeine Instruktionen zu geben, aber es ist Aufgabe des Generals, im Kampf zu entscheiden. Es ist unnötig, auf die militärischen Katastrophen hinzuweisen, die dadurch zustande gekommen sind, daß Operationen im Kampf durch Anweisungen der Regierung gestört worden sind. Napoleon hatte unzweifelhaft außergewöhnlichen Erfolg dadurch, daß er nicht von einer zentralen Autorität behindert wurde.]

Samstag, Februar 18, 2006

Die acht Todsünden der Angehörigen von depressiven Menschen

Beim Umgang mit depressiven Menschen sollten bestimmte „Ratschläge“ vermieden werden, die zwar gut gemeint, für den Leidenden aber oft von ungünstiger bis gegenteiliger Wirkung sind.
Ein solches Fehlverhalten ist vor allem bei unerfahrenen Angehörigen, gelegentlich aber auch bei Therapeuten zu beobachten. „Empfehlungen“ von Letzteren sind besonders gefährlich, zumal deren Wort für den Patienten doppelt zählt.
1. Appelle: Es ist falsch, depressive Menschen aufzufordern, sich z. B. zusammenzureißen, nicht gehen zu lassen, zu beherrschen, durchzubeißen und Haltung zu bewahren.
Die meisten Kranken sind ohnehin hoffnungslos, willensschwach, unentschlossen, resigniert, gehemmt, ohne Schwung und Initiative. Ein Aufruf kann die Verzweiflung des Patienten verstärken und die Selbstmordgefahr sogar verstärken.
2. Ablenkung: Es ist falsch, zu versuchen, depressive Menschen aufzuheitern, zur Zerstreuung zu animieren, bzw. entsprechende Vorschläge, wie „Gönn dir wieder einmal ein Vergnügen!“ zu machen.
Depressive Menschen möchten sehr wohl, können aber nicht. Das ist ein großer Unterschied. Demzufolge ist es ebenso sinnlos, auf die „schönen Dinge dieser Welt“ zu verweisen. Gerade für solche Menschen ist es besonders belastend, wenn sie sich an nichts erfreuen können. Durch diese Aufforderungen und Einladungen entwickeln sie meist noch Schuldgefühle.
3. Überredungsversuche: Es ist falsch, depressiven Menschen einreden zu wollen, „es gehe ihnen im Grunde doch gut“.
Diese können durchaus selbst empfinden, wann es ihnen gut geht und sie nicht mehr depressiv sind. Sind sie aber noch depressiv, dann erleben sie eine solche Äußerung als schmerzliche Verkennung ihres Zustandes, als Unverständnis, Misstrauen oder gar Hohn.
4. Urlaub: Es ist falsch, depressive Menschen in den Urlaub zu schicken.
Diese fühlen sich aufgrund ihrer seelisch-körperlichen Einengung, ihrer Merk- und Konzentrationsstörungen, ihrer Ratlosigkeit, Verunsicherung, Ängstlichkeit und ihrer Minderwertigkeitsgefühle – vor allem aber durch den Kontaktverlust und der damit gegebenen Isolationsgefahr – in fremder Umgebung noch weniger zurecht als zu Hause. Meist beschränken sie sich in ihren Gedanken nur noch auf ihre depressive Symptomatik.
Ganz besonders schmerzlich ist für die Kranken, dass sie ihren früheren Hobbys freudlos, gleichgültig, teilnahmslos, furchtsam bzw. mit schweren Schuldgefühlen gegenüberstehen. Häufig entsteht dann der Eindruck, sie wären undankbar. Auch sind depressive Menschen durch die fremde Umgebung bzw. die neue und ungewohnte Situation oft rasch überfordert und geraten schnell in umschriebene und diffuse Angst oder zeigen panikartige Reaktionen.
5. Kuraufenthalt: Es ist falsch, Patienten mit einer Depression zur Kur zu schicken.
Dabei können im Wesentlichen dieselben Probleme auftreten wie im Urlaub. Auch ist die überwiegende Mehrzahl der Kur- und Heilanstalten weder vom Mitarbeiterstab noch von dessen Ausbildung her auf depressive Patienten eingerichtet. Außerdem haben Kuranstalten einen anderen diagnostischen und therapeutischen Schwerpunkt und sind nicht auf Depressionen spezialisiert.
Aus diesem Grund können depressive Menschen, die unter Umständen noch suizidgefährdet sind, nicht nur für sich selbst, sondern auch für die dortigen Ärzte, die Mitarbeiter und die Kurgäste zu einer erheblichen Belastung werden. Allerdings kann bei einigen depressiven Zuständen, wie z. B. der Erschöpfungsdepression, ein gut organisierter Urlaub bzw. Kuraufenthalt unter günstigen familiären, medikamentösen, ärztlichen und psychosozialen Voraussetzungen durchaus erfolgreich sein. Dies setzt allerdings eine gezielte Verlaufsuntersuchung, fundierte organisatorische Planung und entsprechend motivierte bzw. instruierte Angehörige und Therapeuten voraus.
6. Wahnideen: Es ist falsch, depressiven Menschen mögliche Wahnideen ausreden zu wollen.
Dies betrifft vor allem deren Krankheitswahn („Mein Leiden ist unheilbar“), den Verarmungswahn („Mittellos, Schulden, jetzt frisst die Krankheit noch das restliche Vermögen auf ...“) bzw. den Schuld- und Versündigungswahn („Ein schlechter Mensch, der rechtswidrig gehandelt hat, verdient Strafe“).
Nicht nur dem schizophrenen, auch dem depressiven Wahn ist mit logischen Argumenten bzw. Gegenbeweisen nicht entgegenzukommen. Lässt man sich auf eine solch nutzlose Auseinandersetzung ein, läuft man nur Gefahr, das Wahnsystem des Leidenden zu verstärken.
Auch kann „Misstrauen“ seitens eines Therapeuten dem verunsicherten Patienten das Vertrauen nehmen, da sich dieser unverstanden, lächerlich gemacht oder gar angegriffen fühlt.

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Freitag, Februar 17, 2006

NeurozymGedächtnis-Spray

Das Neurozym Gedächtnis-Spray von APIA enthält eine wertvolle Kombination von Wirkstoffen, die einen positiven Effekt auf die Durchblutung der Kapillargefäße im Gehirn haben und speziell die Gehirnfunktion, sowie Gedächtnisleistung unterstützen.Basis der Neurozym-Formel ist Ginkgo und dessen nachgewiesene positive Wirkung bei Symptomen von Gedächtnis- und Konzentrationsschwäche, Depression, Schwindel, sowie Kopfschmerz-Problemen und Alterskrankheiten, wie Demenz und Alzheimer. Die Kombination mit Vitamin B12, den biowirksamen Stoffen L-Carnitin, Cholin, Inositol und Phosphatiden, natürlichen Aromen und der kalorienfreien Süße des Steviablattes erzeugt eine einzigartige Mischung zur Unterstützung der gesunden Hirnfunktion.
Daneben hat das Neurozym Gedächtnis-Spray den Vorteil, dass die Wirkstoff-Mikrotröpfchen sofort über die Mundschleimhaut in den Blutkreislauf und damit ins Gehirn gelangen, ohne den Stoffwechsel weiter zu belasten. So kann das Neurozym Gedächtnis-Spray sehr schnell seine Wirkung entfalten. Es wirkt nicht nur belebend und regenerierend, sondern bietet darüber hinaus in kürzester Zeit eine wertvolle Hilfe bei geistiger Arbeit mit geforderter Gedächtnisleistung und in mentalen Stresssituationen (Prüfungen, Präsentationen, konzentrationsintensive Arbeiten usw.).
Vorteile des neuen Neurozym Gedächtnis-Sprays:
* Ideal vor Meetings oder Prüfungen, sowie bei chronischer Konzentrationsschwäche
* Sehr schnelle Aufnahme und sofortige Absorption über die Mundschleimhäute!
* Passt in jede Hosen- und Handtasche für unterwegs.
* Ausschließlich pflanzliche Vitamine ohne Chemie! Dadurch wird ein hoher Wirkungsgrad erreicht.
* Keinerlei Schluckprobleme und ohne Binde- und Füllmittel.

Donnerstag, Februar 16, 2006

Frankfurter Schule

Als Frankfurter Schule wird die neomarxistische dialektische Kritische Theorie bezeichnet, die von Max Horkheimer und Theodor Wiesengrund Adorno im Institut für Sozialforschung (IfS) begründet worden war. 1930 wurde Horkheimer zum Ordinarius für Sozialphilosophie an der Universität Frankfurt/Main ernannt und gründete dort das IfS. Nach der Schließung des Instituts durch die Nationalsozialisten emigrierte Horkheimer nach New York, wo er an der Columbia University das IfS neu gründete. Von dort leistete er die ideologische Vorarbeit für die Gehirnwäsche, die als ,,Re education" Maßnahmen nach dem Krieg durch die Westalliierten im besiegten Deutschland durchgeführt wurden. 1947 veröffentlichte er gemeinsam mit Adorno die Dialektik der I. Einführung zu den Begriffen Frankfurter Schule und Kritische Theorie Eine philosophische Schule wie die Frankfurter Schule besteht aus der Gemeinschaft der Lehrer- und Schülergeneration, die durch gemeinsame Grundanschauungen, durch gemeinsame

Forschungsmethoden und Ziele miteinander verbunden sind und die sich mit einer Idee oder mit einem Programm identifizieren.
Die Namen Frankfurter Schule und Kritische Theorie hat Max Horkheimer in den frühen 30er Jahren erfunden und genutzt, um seine Position vom dogmatischen Marxismus abzugrenzen und um zu dokumentieren, daß die "Frankfurter" einen revisionistischen Marxismus (Neomarxismus) vertreten. Dogmatisch-orthodoxer Marxismus wurde in den 30er Jahren mit KPD und Stalinismus gleichgesetzt. Zugleich wollte Horkheimer seiner Theorie eine ganz besondere Aura, ein unverwechselbares Merkmal der qualitativen Unterscheidung von anderen Theorien, etwa der Philosophie des Deutschen Idealismus, verleihen. Die Kritische Theorie der Frankfurter Lehrer und Schüler meint ein Denken, das in einer offenen Form der marxistischen Tradition steht und das der Abschaffung von Herrschaft (jeder Art, d. Verf.) verpflichtet ist. Für den bekannten Historiker Golo Mann, der in der amerikanischen Emigration sozusagen Hausnachbar von Horkheimer war, ist Kritische Theorie nichts anderes als »Marxismus für feine Leut
e«, also
Intellektuelle. Die Kritische Theorie unterscheidet sich grundlegend von traditionellen Theorien und Wissenschaften, die vom Interesse an Objektivität und Wahrheit geleitet sind. Die Kritische Theorie ist demgegenüber vom Interesse an Veränderung der bestehenden Gesellschaft geleitet und aus diesem Grunde an der Hervorbringung eines bestimmten Verhaltens, d.h. "Kritischen Verhaltens" interessiert. Das erkenntnisleitende Interesse der "Frankfurter" ist auf Veränderung und kritisches Verhalten gerichtet. Dieses kritische Verhalten zeige sich in dem bewußten Widerspruch gegen das gesellschaftliche Ganze. Die "Kritik" ist prinzipielle Kritik, d.h. eine Grundhaltung der Verneinung aller Wirklichkeit und zugleich Kampf gegen das Bestehende, also gegen die bürgerliche Gesellschaft im weitesten Sinne. Die Kritische Theorie will die Wirklichkeit nicht beschreiben, sie will sie verändern, sie steht damit im polemischen Widerspruch zu allen traditionellen Wissenschaften, insbesondere
zur
Philosophie des Deutschen Idealismus. Damit ist schon angedeutet, daß die Gründerväter der Frankfurter Schule Max Horkheimer, Theodor W. Adorno, Herbert Marcuse, Jürgen Habermas, aber auch deren frühe Mitarbeiter, etwa der Sexualtheoretiker und Sexualpolitiker Wilhelm Reich, der evangelische Religionsphilosoph und Theologe Paul Tillich, die Psychoanalytiker Erich Fromm und Alexander Mitscherlich und der marxistische Nationalökonom und KP-Funktionär Friedrich Pollock und viele andere keine neuen Ideen hervorbrachten oder verwirklichten, die Väter standen vielmehr auf den Schultern der geistigen Großväter, vor allem auf Karl Marx und Sigmund Freud, bzw. der geistigen Urgroßväter Jean-Jacques Rousseau und der Französischen Revolution von 1792 (nicht 1789). Marx und Freud, beide prominente Vertreter des philosophischen Materialismus, nahmen die These Rousseaus auf, daß die »Zivilisation das Glück des Menschen, das ihm im Naturzustand zuteil wurde, zerstört und die Sitten verdor
ben habe«.
Von Natur aus sei der Mensch gut, erst mit dem Privatbesitz, der eigentlichen Ursünde des Kapitalismus, seien Herrschaft und Unterdrückung und damit Unglück und Bosheit in die Welt gekommen. Allein durch die Aufhebung des Privateigentums an den Produktionsmitteln könne die Herrschaft von Menschen über Menschen endgültig beendet und eine menschenwürdige Gesellschaft - das Paradies auf Erden - errichtet werden.

Mittwoch, Februar 15, 2006

Theodor Wiesengrund Adorno

Die Parole "Zurück zur Natur" findet heute noch ihren Widerhall in der Technikfeindlichkeit und ökologischen Besessenheit der Grün/Alternativen. Der marxistische Appell »Proletarier aller Länder, vereinigt euch!« lautet in der neomarxistischen Version "Intellektuelle aller Institutionen, emanzipiert euch!" Während der Marxismus/Sozialismus an die ökonomisch-sozial verelendeten Proletarier appellierte und eine Arbeiterbewegung in Gang setzte, die die Basis (Produktionsverhältnisse) ändern, vielleicht sogar mit Gewalt umstürzen (revolutionieren) sollte, wendet sich der Neomarxismus der "Frankfurter Schule" an die intellektuell und psychosozial verelendeten Subjekte im Bildungssystem, d.h. im kulturellen Oberbau.
Er bewirkte 1968 eine Studentenbewegung, die den kulturellen Oberbau revolutionieren, d.h. eine Kulturrevolution durchführen sollte, deren Folgen Thema dieser Publikation sind. Die gesamte Programmatik der Frankfurter Schule und der neu-linken Bewegung läßt sich als Kulturrevolution, als Umbau des Menschen, seiner Psyche, seines Denkens und Strebens und seines Lebens, als Umbau der Institutionen, die das menschliche Bewußtsein und Verhalten prägen sowie als Umwälzung der gesamten Kultur und Zivilisation beschreiben. Die Studentenrevolte von 1968 war kein Randphänomen der Gesellschaft, sondern eine wirkliche Revolution.

Montag, Februar 13, 2006

XI. Workshop Aggression von Donnerstag, 02.11.2006 bis Samstag, 04.11.2006 an der Philipps-Universität Marburg

Der Workshop bietet Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern die Möglichkeit, aktuelle Forschungsergebnisse aus der grundlagen- und anwendungsorientierten Aggressions- und Gewaltforschung zu präsentieren und zu diskutieren. Wir möchten unter anderem dazu anregen, wissenschaftliche Ergebnisse der Grundlagenforschung mit Erkenntnissen aus der Praxis zu verbinden.
Im Rahmen des Workshops sollen insbesondere auch noch laufende oder kürzlich abgeschlossene Forschungsprojekte empirischer oder theoretischer Art präsentiert werden. Es können sowohl Referate als auch Poster in deutscher oder englischer Sprache angemeldet werden.
Für Vorträge und Poster bitten wir um ein kurzes Abstract mit nicht mehr als 250 Wörtern und 5 keywords. Die Anmeldung erfolgt online über die Homepage des Workshops (http://www.workshop-aggression.de).
Deadline für die Anmeldung von Beiträgen ist der 31. August 2006.
Genauere Informationen zum Tagungsort, zu Unterkunftsmöglichkeiten sowie zum vorläufigen Programm finden Sie in Kürze auf unserer Homepage.

Sonntag, Februar 12, 2006

Experimentelle Situationen zum exzitatorischen Konditionieren

Sign-Tracking/Autoshaping:
Sign-Tracking (Signal-Aufspürung) ist im Gegensatz zu den reflexiven Reaktionen, mit denen sich Pavlov hauptsächlich beschäftigte, ein experimentelles Verfahren, bei dem das Versuchstier auf einen konditionierten Reiz (Lichtplättchen – response key) mit einer Kontaktaufnahme (Picken gegen dieses Lichtplättchen) reagiert und den unkonditionierten Reiz (Futter) dabei hintenanstellt. Das beweist, dass komplexere Verhaltensweisen, als bloße reflexive Reaktionen, konditioniert werden können, eben durch einen solchen response key.
Experiment: Brown und Jenkins(1968) u. a. führten dazu einen Versuch mit Tauben durch.

Fear Conditioning:
Unter fear conditioning versteht man Verfahren, bei dem das trainierte Verhalten eines Versuchstieres, mit einem negativen Reizen „bestraft“ wird. Aufgrund der negativen Assoziation mit dem Elektroschock wird das Versuchstier eine Angst entwickeln, den Hebel zu betätigen.
Eine populäre Technik der Angst-Konditionierung ist die conditioned emotional response = CER [Estes und Skinner (1941)]. Dabei geht es darum, dass Ratten dazu kondtiniert werden einen Hebel zu betätigen um eine Belohnung in Form von Nahrung zu erhalten. Daraufhin wird diese konditionierte Reaktion mit einem Elektroschock kombiniert. Diese „Bestrafung“ des zuvor erlernten Verhaltens führt dazu, dass die Frequenz, in der das Tier den Hebel bedient zurückgeht – Unterdrückung des angelernten Verghaltens aus Angst. (Ratten verfallen in Starre, wenn sie sich fürchten.) Wenn die E-Schocks weggelassen werden nimmt die Ratte ihr erlerntes Verhalten, also das Hebeldrücken, wieder auf. Mit diesem Verfahren kann man also die durch Angst verursachte Unterdrückung eines Verhaltens messen.
Formel: suppression ratio = CS responding / (CS responding + pre-CS responding)
[Je kleiner die suppression ration, desto bewegungsloser das Tier, weil der CS mehr Angst erzeugt.]
Experiment: Siehe oben à Estes und Skinner, 1941; „Klein Albert“

Eyeblink Conditioning:
Das Blinzeln ist ein Reflex des Organismus auf verschiedene Reize, z.B. auf einen Luftzug oder ein plötzliches, lautes Geräusch. Bei dieser Form der Konditionierung wird der US, also ein Luftzug in Richtung auf das Auge, von einem CS, also einem Ton oder einem Lichtsignal, begleitet, was dazu führt, dass man bei der alleinigen Präsentation des CS blinzelt.
Experiment: Gormezano (1966) u. a. führte dazu einen Versuch mit Kaninchen durch.

Taste Aversion Learning:
Hierbei geht es darum einem Versuchstier eine künstliche Abneigung gegen einen bestimmten Geschmack beizubringen. ( Natürliche Abneigung gegen gewisse Geschmäcker lernt jedes Lebewesen, um zwischen giftigen und genießbaren Nahrungsmitteln unterscheiden zu können.) Dazu wird dem Tier Nahrung gegeben, die an sich völlig harmlos ist, jedoch werden durch die Injektion einer Droge oder durch Bestrahlung Krankheitssymptome ausgelöst, die das Tier mit der Nahrung in Verbindung bringt und fortan meidet.
Experiment: Barker, Best und Domjan (1985) und andere führten dazu Tierversuche durch.

Psychologisches im Internet

NEO-5-Faktoren Inventar (NEO-FFI) nach Costa und McCrae

NEUROTIZISMUS:
Die Skala erfasst individuelle Unterschiede in der emotionalen Stabilität und der emotionalen Labilität (Neurotizismus) von Personen. Der Begriff Neurotizismus darf nicht im Sinne der Diagnose einer psychischen Störung bzw. der Zuordnung einer psychiatrischen Kategorie missverstanden werden. Der Kern der Dimension liegt in der Art und Weise, wie Emotionen, vor allem negative Emotionen, erlebt werden. Personen mit einer hohen Ausprägung in Neurotizismus geben häufiger an, sie seien leicht aus dem seelischen Gleichgewicht zu bringen. Im Vergleich zu emotional stabilen Menschen berichten sie häufiger negative Gefühlszustände zu erleben und von diesen manchmal geradezu überwältigt zu werden. Sie berichten über viele Sorgen und geben häufig an, z.B. erschüttert, betroffen, beschämt, unsicher, verlegen, nervös, ängstlich und traurig zu reagieren. Sie neigen zu unrealistischen Ideen und sind weniger in der Lage, ihre Bedürfnisse zu kontrollieren. Emotional stabile Menschen haben diese Probleme kaum, sie beschreiben sich selbst als ruhig, ausgegeglichen, sorgenfrei, und sie geraten auch in Stresssituationen nicht so schnell aus der Fassung. Der Prototyp lässt sich durch nichts aus der Ruhe bringen.

EXTRAVERSION:
Extravertierte sind gesellig, doch Geselligkeit ist nicht der einzige Aspekt dieser Dimension. Personen mit hohen Punktewerten in der Skala beschreiben sich zusätzlich auch als selbstsicher, aktiv, gespräch, energisch, heiter und optimistisch. Extravertierte mögen Menschen, sie fühlen sich in Gruppen und auf gesellschaftlichen Versammlungen besonders wohl, sie lieben Aufregungen und neigen zu einem heiteren Naturell. Die Charakterisierung einer typisch introvertierten Person fällt weniger leicht, da Introversion zum Teil eher als ein Fehlen von denn als Gegensatz zu Extraversion angesehen werden muss. So sind Introvertierte eher zurückhaltend als unfreundlich, eher unabhängig als folgsam, eher ausgeglichen als unsicher oder phlegmatisch. Introvertierte leiden nicht notwendigerweise unter sozialer Ängstlichkeit, das Hauptcharakteristikum ist vielmehr der Wunsch allein zu sein. Wenn ihnen auch nicht die überschäumende Lebhaftigkeit des Extravertierten eigen ist, so si
nd Introvertierte doch nicht unglücklich oder pessimistisch.

OFFENHEIT FÜR ERFAHRUNGEN:
Die Skala erfasst das Interesse an, und das Ausmaß der Beschäftigung mit neuen Erfahrungen, Erlebnissen und Eindrücken. Personen mit hohen Punktwerten geben häufig an, dass sie ein reges Phantasieleben besitzen, ihre eigenen Gefühle, positive wie negative, akzentuiert wahrnehmen und an vielen persönlichen und öffentlich Vorgängen interessiert sind. Sie beschreiben sich als wissbegierig, intellektuell, phantasievoll, experimentierfreudig, und künstlerisch interessiert. Sie sind eher bereit, bestehende Normen kritisch zu hinterfragen und auf neuartige soziale, ethische und politische Wertvorstellungen einzugehen. Sie sind unabhängig in ihrem Urteil, verhalten sich häufig unkonventionell, erproben neue Handlungsweisen und bevorzugen Abwechslung. Personen mit niedrigen Punktewerten neigen demgegenüber eher zu konventionellem Verhalten und zu konservativen Einstellungen. Sie ziehen Bekanntes und Bewährtes dem Neuen vor, und ihre emotionalen Reaktionen sind eher gedäm
pft.

VERTRÄGLICHKEIT:
Ebenso wie Extraversion ist Verträglichkeit in erster Linie eine Dimension, die interpersonelles Verhalten beschreibt. Ein zentrales Merkmal von Personen mit hohen Werten in der Skala ist ihr Altruismus. Sie begegnen anderen mit Verständnis, Wohlwollen und Mitgefühl, sie sind bemüht, anderen zu helfen und überzeugt, dass diese sich ebenso hilfsbereit verhalten werden. Sie neigen zu zwischenmenschlichem Vertrauen, zur Kooperativität, zur Nachgiebigkeit, und sie haben ein starkes Harmoniebedürfnis. Personen mit niedrigen Punktwerten beschreiben sich im Gegensatz dazu als antagonistisch, egozentrisch, und misstrauisch gegenüber den Absichten anderer Menschen. Sie verhalten sich eher kompetitiv als kooperativ. Somit erscheint die verträgliche Seite der Dimension eindeutig sozial erwünschter, denn verträglicher Menschen dürften sicherlich beliebter sein als unkooperative. Dennoch darf man nicht übersehen, dass die Fähigkeit, für eigene Interessen zu kämpfen, in vielen Situationen hilfreich ist. Verträglichkeit ist keine Tugend im Gerichtssaal, und in der Wissenschaft helfen Misstrauen und Skepsis, den Problemen auf den Grund zu gehen.

GEWISSENHAFTIGKEIT:
Personen mit hohen Punktewerten in der Skala beschreiben sich als zielstrebig, ehrgeizig, fleißig, ausdauernd, systematisch, willensstark, diszipliniert, zuverlässig, pünktlich, ordentlich, genau und penibel. Der sozial erwünschte Aspekt dieser Dimension liegt in ihrer Beziehung zu akademischen und beruflichen Leistungen, ihre negative Seite mag sich in einem übertrieben hohen Anspruchsniveau, in zwanghafter Ordentlichkeit oder in Formen von Arbeitssucht äußern. Personen mit niedrigen Punktwerten beschreiben sich eher als nachlässig, gleichgültig und unbeständig, sie verfolgen ihre Ziele also mit geringerem Engagement.

Donnerstag, Februar 09, 2006

Was man so im Netz zur Psychologie sucht …

Jugend Frust Gewalt Experiment Fragetrichter sozialisation piaget TR Einweihung psychoanalyse evaluation team gruppe definition feedback neurotische symptome reizdiskriminierung Stress pygmalion konstruktivismus Was ist Phänomenologie? TZI Verhalten APPEL Shutz von thun gruppen Wahrnehmung Piaget habermas wikipedia reizdifferenzierung Stress Ohrenschmerzen Inhaltsvalidität motivation arbeitsblätter KRISE IM ZUSAMMENHANG MIT ENTWICKLUNG Hammond-Schema thorndike Persönlichkeitstest piagetmodell Motivation persönlichkeitstest Daniel Stern Hammond - Schema Wahrnehmung Kommunikation lernen am erfolg piaget Sigmund Freud Intelligenz IDENTITÄTSENTWICKLUNG gruppe Offene Fragen Angst kaufsucht Forschung Schema Hammond

Dienstag, Februar 07, 2006

Behaviourismus - Kognitivismus - Konstruktivismus

Behaviourismus
Hirn ist ein passiver Behälter (siehe "etwas behalten" im Gedächtnis)
Wissen wird abgelagert (und versteinert)
Wissen ist eine korrekte Input-Output-Relation
Ziel ist es, die richtigen Antworten zu liefern
Stimulus-Response (die Mensch-Maschine)
Ich lehre, Autorität, Feedback ist vorgegeben, nicht persönlich und situationsbezogen

Kognitivismus
Hirn ist ein Gerät (Garantie wie lange?)
Wissen wird verarbeitet (Prozessor)
Wissen ist ein adäquater interner Verarbeitungsprozess
Lernziele sind richtige Methodenzur Antwortfindung
Problemlösung
beobachten und helfen
Lehrer/in ist Tutor/in (Hebamme)
Feedback ist "extern modelliert"

Konstruktivismus
informationell geschlossenes System
Wissen wird konstruiert
Wissen ist, mit /in einer Situation operieren können, handeln können
Lernziel: komplexe Situationen bewältigen können
Paradigma: Konstruktion
Strategie: kooperieren
Lehrer ist Coach, Trainer
Feedback ist intern modelliert

Sonntag, Februar 05, 2006

Liebe, Männer und Frauen

Ich denke ich bin ein emotionaler und spiritueller Mann und wünsche mir eine emanzipierte und selbstbewusste Frau. Ich habe gesucht und gefunden, geheiratet und geschieden, getroffen und getrennt....habe nach den falschen Sehnsüchten gesucht, den verborgenen des Mannes, evtl. wissen jetzt einige Männer wo von ich spreche....und es ist peinlich....denn wir suchen wo alle nach " Mutti".....dem Uterus, der Geborgenheit, der Wärme...die wir evtl. nie bekommen haben...wenn dir "mann" das klar wird, wird es echt schrecklich, peinlich, einsam, scheiße........was habe wir (ich) die ganzen jahre nur gemacht.......???????? So gehen wir durch die Welt um den Frauen zu gefallen(Mutti) und verstehen nicht das es nix wird mit den echten Frauen, wir nennen uns Metrosexuell und fühlen uns noch nicht mal schwul dabei(nix gegen die schwulen. ist nur ne Metapher), wenn ich könnte würde ich mich schwul machen........sooooo......!! Die Faruen wollen ja angeblich emotionale Männer, haaaaaaaaaaa..
....ich nenne das; Männer die zuhören können, aber bloß nix sagen oder gar diskutieren....... Was bedeutet Emotionalität beim Mann, es bedeutet weder Weichei noch Frauenverstehertum sondern einfach nur, dass ,,Mann" seine Gefühle äußern kann und bei Konflikten, die in einer Beziehung nun mal unvermeidlich sind, sehr diskussionsfreudig ist. Sie bedeutet auch Empathie und zuhören können, dass klappt vielleicht nicht immer, aber immer öfter. . . Wir geben nicht so schnell klein bei, haben aber die Fähigkeit der Introspektive und können unseren Dämonen ins Gesicht sehen, d. h. versuchen uns zu verbessern, Fehler zu erkennen und erwarten das aber auch von unseren "Frauen".Aber wo sie diese Frauen.......ich habe sie noch nicht gefunden!!!!!! Das mag sich jetzt alles sehr überheblich anhören, aber die Frau die ich z. B. suche wird es verstehen und wäre ,,taff" genug dem zu begegnen.
Vielleicht will ich mit dem provozierenden Statement hier auch eher abschrecken als "locken". . . wie dem auch sei, ich glaube und hoffe an den Donnerschlag in der Liebe und an eine gewisse Fügung. Wenn es denn so sein soll, wird die richtige das hier lesen und verstehen. Ansonsten "mache" ich mich irgendwann schwul und dann ist gut so...... EIN MANN,ein echter...ich kann sprechen und mich wehren und ich kenne viele von der Sorte!
(Posting aus der newsgroup de.sci.psychologie vom 5. Februar 2006)

Donnerstag, Februar 02, 2006

Cicero (Entwicklung | Beratung | Training | Coaching)

Diese im Folgenden zum download angebotenen, für verschiedene Lehrveranstaltungen an der Johannes Kepler Universität Linz (Institut für Pädagogik und Psychologie) erstellten Arbeitsblätter wurden von der Firma C!CERO GbR (http://www.cicero.biz/) seit dem Jahr 2002 und mindestens bis Mai 2004 ohne Wissen der jeweiligen AutorInnen in Seminaren und Kursen auf der CD-ROM "Cicero Trainingsunterlagen" (Bild) gegen Entgelt verbreitet. Dabei wurden die ursprünglichen Autorennamen der Arbeitsblätter entgegen den auf allen Seiten angeführten Nutzungsbestimmungen entfernt und die C!CERO (http://www.cicero.biz/) im Logo der Seiten als vermeintliche Urheberin genannt. Diese heute teilweise überholten Versionen der Arbeitsblätter werden hier zu Dokumentationszwecken in der auf der CD-ROM festgehaltenen Form zum download angeboten.
Gesucht werden im Übrigen auch BesitzerInnen der C!CERO CD-ROM! Sie werden von den ursprünglichen AutorInnen der Arbeitsblätter gebeten, uns unter Angabe Ihres Namens formlos den ungefähren Zeitpunkt des Erhalts, den Titel des Seminars, die TrainerInnen und die damit verbundenen Kosten zu nennen. Gehen Sie dazu bitte auf die Seite http://web.utanet.at/stanglyc/cicero.html und füllen Sie das Meldeformular aus.

Mittwoch, Februar 01, 2006

Was Herz und Fuß verraten

Wenn man auf den ersten Blick erkennen will, was das Gegenüber von einem hält, achtet man darauf, wie er sein Herz und seine Füße positioniert: Wenn er Sie mag, wendet er seinen Brustkorb in Ihre Richtung. Steht oder sitzt er bewusst seitlich, ist das kein gutes Zeichen. Die Füße zeigen an, wohin es den anderen zieht. Weisen sie in unsere Richtung, habt man seine volle Aufmerksamkeit. Weisen die Füße des Gesprächspartners jedoch von einem weg, ist er innerlich schon auf dem Sprung.