Sonntag, April 30, 2006

Links zu Psychologie & Pädagogik

Freitag, April 28, 2006

Der Psychopath und der Schizophrene

Während also der Psychopath seinem inneren Kern entflieht, indem er sich Hals über Kopf in das realistische Erscheinungsbild von geistiger Gesundheit stürzt, versucht der Schizophrene bei sich selbst zu bleiben, indem der die Formen und Ziele des äusseren Lebens zurückweist. Die Flucht des Psychopathen nach aussen ist Ausdruck seiner extremen Unterwerfung unter das Äussere. Sein Beharren auf dem äusseren Erscheinungsbild drückt gleichzeitig seine Verachtung für eine mögliche Bedeutung eines zur Liebe fähigen Innenlebens aus. Da der Psychopath den Formen, mittels derer er Leben imitiert, keinen wirklichen Wert beimisst, sehen wir ihn immer wieder das wegwerfen, was er erreicht hat.
Quelle: Arno Gruen (2003). Der Wahnsinn der Normalität. Realismus als Krankheit: eine Theorie der menschlichen Destruktivität. dtv-Verlag.

Donnerstag, April 27, 2006

Zuviel Fernsehen führt zu schlechteren Schulnoten

Laut einer Studie des Kriminologischen Forschungsinstitutes Niedersachsen haben jeder vierte Sechsjährige sowie 30 Prozent der 15-Jährigen einen eigenen Fernseher. Fast jedes zweite Kind gibt an, es kann ungefragt und so lange es will fernsehen oder mit dem Computer spielen. Buben und Mädchen der vierten Klasse mit einem eigenen Fernseher haben deutlich schlechtere Schulnoten in Deutsch, Mathematik und Sachkunde. Damit sind Schulleistungen stärker vom TV-Konsum abhängig als vom sozialen Hintergrund. Je früher Kinder regelmäßig vor dem Fernseher sitzen, umso schlechter sind der spätere Lernerfolg und der Schulabschluß - mit Ausnahme der Hochbegabten. Laut dieser Untersuchung dämpft auch der Konsum brutaler Videospiele die Leistungsfähigkeit der Volksschüler. Verantwortlich für den exzessiven Fernsehkonsum ist die viel zu frühe Heranführung an die neuen Medien, sodass die Persönlichkeit der Kinder nicht mehr ausreichend gefördert wird.

Sonntag, April 23, 2006

Links zur psychoanalytischen Theorie

Freitag, April 21, 2006

Was ist Gegenwart?

Ist Gegenwart der ausdehnungslose Schnitt zwischen dem Kommenden und dem Gewesenen? Oder ist Gegenwart ein Zeitraum des Erlebens, in dem sich Erwartungen oder Erinnerungen spiegeln? Wenn Gegenwart eine Bedeutung hat, dann kann nicht beides richtig sein.
Haben wir überhaupt ein unmittelbares Gefühl von Zeitrichtung, oder ist dies nicht vielmehr eine mentale Rekonstruktion, der unmittelbaren Anschauung eher fremd? Hängt die Erfahrung von gerichteter Zeit mit physikalischen Gesetzen zusammen, wie etwa dem Zweiten Hauptsatz der Thermodynamik, oder ergibt sich der Eindruck gerichteter Zeit aus der Weise unserer Welterfahrung?
Fließt die Zeit denn wirklich kontinuierlich? Könnte es nicht auch sein, dass selbst innerhalb eines physikalischen Bezugssystems Zeit ihr Tempo gelegentlich wechselt? Dass wir dies nicht annehmen, kennzeichnet unseren tiefen Glauben an die Gültigkeit physikalischer Gesetze. drei Sekunden als subjektive Gegenwart zu deuten, da was immer in einem solchen Intervall geschieht, dieses Geschehen von dem Eindruck anschaulicher Gegenwärtigkeit begleitet wird.
Ein wesentlicher Befund hierbei ist, dass der mentale Inhalt, wieviel wir also erleben, die Dauer vorbeigegangener Zeit bestimmt. Wird in einem Drei-Sekunden-Fenster viel verarbeitet, dann wird im Rückblick die Zeit als lang beurteilt. Wird hingegen wenig verarbeitet, dann erscheint die vorbeigegangene Zeit im Rückblick kurz.
Was jeweils auf einer zeitlich begrenzten Arbeitsplattform repräsentiert wird, ist üblicherweise nicht unabhängig von den vorhergegangenen Repräsentationen, d. h. aufeinander folgende Segmente enthalten voneinander abhängige Inhalte. Zwischen diesen repräsentierten Inhalten kommt es zu einer Verbindung, zu einer semantischen Vernetzung. Entscheidend für menschliche Bewusstseinstätigkeit sind die Inhalte des Erlebens, nicht die formale, in diesem Fall die zeitliche Struktur seiner Repräsentation. Der subjektive Eindruck einer zeitlichen Kontinuität ist also eine Illusion bedingt durch die gedankliche Verknüpfung des jeweils auf verschiedenen Arbeitsplattformen Repräsentierten. Unser Erleben ist eigentlich zeitlich fragmentiert.
Pöppel

Lernen lernen

www.stangl-taller.at/lerntipp

www.ni.schule.de/~pohl/lernen

www.bmbwk.gv.at

www.studygs.net/deutsch/

www.bmbwk.gv.at

www.bmbwk.gv.at

www.thg.aa.bw.schule.de/thghtml

www.lernkultur.com/lhz

www.lerntippsammlung.de

www.wissen.de

www.zeitzuleben.de

www.nachhilfe.de

eltern.veritas.at

www.mentor.de

www.eduhi.at

www.eselsbruecke.ch

www.pirabel.de/mnemonic.htm

www.medi-learn.de

paedpsych.jk.uni-linz.ac.at

www.uni-duisburg.de/SCHULEN

members.vol.at/HS.Sulz

www.stif2.mhn.de/konstr1.htm

www.aktivnetz.de/kunden/LSF

home.t-online.de/home/Stephan.Reuthner

www.bmbwk.gv.at

www.braintrain.de

www.ciw.uni-karlsruhe.de/tmg

www.methode.de

www.ldl.de

www.mb-seminare.de

www.zmija.de/mindmap.htm

www.duden.de/schule/materialien

www.peraugym.at/kalender

www.softguide.de

www.endres.de

www.lernenlernen.at

www.lernfoerderung.dehome.snafu.de/wehrmann

paedpsych.jk.uni-linz.ac.at

www.schule.at

haa-s.de/lernen

Donnerstag, April 20, 2006

Wissensmanagement und Evaluation

Jahrestagung der SEVAL vom 19. Mai im Rathaus Bern
Evaluationen stehen immer wieder vor dem Problem, dass ihre Erkenntnisse nicht rechtzeitig und in der geeigneten Form an die relevanten Akteurinnen und Akteure gelangen. In den letzten Jahren hat daher das Wissensmanagement in der öffentlichen Verwaltung erheblich an Bedeutung gewonnen. Es hat insbesondere die Aufgabe, organisatorische und kulturelle Rahmenbedingungen zu schaffen, welche die Beschaffung, Sicherung, Verteilung und Nutzung von Wissen in diesen Organisationen fördern.
Der diesjährige Kongress der SEVAL befasst sich mit dem Stand und den Erfahrungen von Wissens­management an der Schnittstelle zwischen Politik und Evaluation: Welche Erkenntnisse wurden in den letzten Jahren insbesondere im Gesundheitsbereich gewonnen, von denen auch andere Disziplinen profitieren können? Welche Vorkehrungen müssen Evaluationen treffen, damit das von ihnen entwickelte Wissen genutzt wird?
Die Detailausschreibung sowie weitere Informationen zum Programmablauf und den Anmeldemodalitäten finden Sie auf unserer Website mit folgendem Link http://www.seval.ch/de/veranstaltungen/kongresse.cfm.

Sekretariat SEVAL
Universität Freiburg
Stabsstelle Evaluation
Rektorat
Av. de Beauregard 11 (1.217)
CH-1700 Freiburg
Tel +41 (0)26 300 82 82
Fax +41 (0)26 300 96 55
secretariat@seval.ch <mailto:secretariat@seval.ch>
http://www.seval.ch <http://www.seval.ch/>

Weiterentwicklung des Big-Five-Modells

Ekkehard F. Kleiter ist nach einer schweren Erkrankung 70-jährig im Januar verstorben. Postum erscheint im April bei Pabst seine Monografie "Weiterentwicklungen zur Persönlichkeitspsychologie".
Als Professor für Psychologie an der Universität Flensburg zählte Kleiter zu den Ordinarien mit ausgeprägtem Lehrengagement, hoher Originalität und einem breiten Forschungs-Focus; auch nach der Emeritierung führte er seine wissenschaftliche Arbeit fort.
In seiner letzten Monografie stellt Kleiter die Big-Five in einen größeren Rahmen eines übergeordneten Modells: Persönlichkeitspsychologie wird auf drei Ebenen reflektiert:
- Fundamentalpersönlichkeits-Eigenschaften
- Spezielle Sozialpersönlichkeitseigenschaften
- Regulationseigenschaften in Systemen
Das Buch bietet neben einer theoretischen Grundlegung Anleitungen zu einer entsprechenden Persönlichkeitsdiagnostik - Tests inclusive.
Der Band enthält u.a. alle Forschungs- und Lebensthemen Kleiters: System der Sozialpersönlichkeit, cross-kulturelle Psychologie der Sozialpersönlichkeit, Soziallage und Sozialpersönlichkeit, Ziele der Selbstverwirklichung, Egozentrismus, Gender und Aggression, Konflikt, Konfliktmanagement, Versöhnung, Moral; Statistik und Methodenlehre; pädagogisch-psychologische Diagnostik und Lehr-Lern-Fragen; Lern- und Verhaltensstörungen. Kleiters Studien zeichnen sich durch ein empirisch und methodisch hochdifferenziertes Niveau aus; dies hat die Rezeption bisher auf einen Expertenkreis beschränkt; möglicherweise steht die Breitenwirkung noch aus.


Ekkehard F. Kleiter
Weiterentwicklungen zur Persönlichkeitspsychologie
Eine empirische Untersuchung zu globalen Basispersönlichkeits- und speziellen Sozialpersönlichkeitseigenschaften mit Regulationssystem incl. Fragebogentests zur Selbst- und Fremdtestung Pabst, Lengerich 2006, ISBN 3-89967-187-2, 276 Seiten

Donnerstag, April 13, 2006

Usability aus psychologischer Sicht

Surfer haben wenig Geduld

Kaum messbar ist die Zahl jener Kunden, die von einem schlechten Internetauftritt vertrieben werden. Klar ist nur, dass Internetnutzer bei ihren Ausflügen ins WWW wenig Geduld mitbringen. So nehmen sich Surfer laut einer Studie eines Marktforschungsinstituts durchschnittlich 25 Sekunden Zeit, um eine Homepage zu begutachten. Macht sie einen unübersichtlichen Eindruck, sind sie schnell wieder weg.
Auch emotional hinterlässt eine unzureichende WWW-Präsentation ihre Spuren. So fand ein Meinungsforschungsinstitut heraus, dass mehr als die Hälfte aller Internet-Nutzer regelmässig von heftigen Wutanfällen erfasst werden. Neben langsamem Seitenaufbau sind es unzureichende Hilfestellungen und verpflichtende Registrierungen vor dem Öffnen der Seite, die die Nutzer in Rage bringen. 52 Prozent der Befragten suchen in solchen Fällen einfach das Weite, 26 Prozent boykottieren Seiten, die ihnen schon einmal Ärger bereitet haben. Umgekehrt gilt: 83 Prozent der Nutzer kehren zu Seiten zurück, mit denen sie zufrieden waren.

Nicht zu viel auf die Website

Auch eine andere Studie räumt mit dem Bild des gutgelaunten, neugierigen "Surfers" auf. Ein Institut ermittelte, dass 70 Prozent aller Internetnutzer nach ganz speziellen Informationen suchen. Dabei kann auch zu viel Service im Weg stehen.
Ein amerikanischer Usability-Experte berichtet über den Fall eines Online-Bekleidungshändlers, der seine Webseite für Kunden attraktiver machen wollte. Er führte E-Mail, Chat, Treuepunkte und einen News-Channel ein. Doch daraufhin gingen die Besucherzahlen zurück. Er fand heraus, dass die Kombination von Bekleidung, Chat und News-Channel die Kunden durcheinander brachte, weil das ihrer Meinung nach nicht zusammenpasste.
Auch die Sprache kann zu Verwirrungen führen. So deckt eine einer Webagentur auf, dass viele Anglizismen von Benutzern nicht verstanden werden, wie z.B. "Guided Tour". Nur die Hälfte der Internetneulinge wissen, was damit gemeint ist.

Kriterien für einen gelungenen Webauftritt

Ganz oben auf der Liste: die Aktualität und Qualität des Inhalts (72,9 Prozent) und ein schneller Seitenaufbau (60,7 Prozent). Letzter Platz in dieser Hitparade: animierte Grafiken und andere Spielereien. Nur jeder neunte User misst dem Spassfaktor einen hohen Stellenwert bei.
Auch bei der Suche nach den gewünschten Informationen zeigen die Besucher nur sehr wenig Humor. Bereits nach 3,4 Klicks wird das gewünschte Suchergebnis erwartet. Ein Klick mehr, und 44 Prozent geben die Suche auf.
Schon kleine Mängel können grosse Auswirkungen haben. So werden auf Homepages Links von vielen Benutzern einfach nicht als Link erkannt.

Dienstag, April 11, 2006

Symptome der Schizophrenie

1.Störungen des Denkens: Die eigenen Gedanken empfindet der Patient als fremd, manchmal glaubt er, sie würden ihm entzogen.
2.Störungen des Gefühlslebens (Affekt) und des Antriebs: Das alles beherrschende Gefühl ist Angst. Manchmal sind schizophrene Menschen albern, enthemmt und ausgelassen (gehobene, hebephrene Stimmungslage) häufiger jedoch ratlos, hilflos und anlehnungsbedürftig (depressive Verstimmung). Die Gefahr eines Selbstmords in solchen Situationen ist, unberechenbar, das Risiko liegt bei zehn Prozent.
3.Wahnvorstellungen: Schizophrene können fest davon überzeugt sein, dass sie verfolgt werden, dass sich die Umwelt gegen sie verschworenm hat, dass sie vergiftet werden sollen. Die Patienten haben keine Möglichkeit zu begreifen (etwa mit Hilfe logischer Argumente), dass sie sich täuschen.
4.Halluzinationen: Die Kranken hören Geräusche und Stimmen, riechen Giftstoffe. Meist werden sie so im Rahmen des Verfolgungswahns bedroht. Auch hier ist es unmöglich, die Kranken mit Argumenten aus diesen Vorstellungswelten herauszuführen.
5.Bewegungsstörungen (Katatone Beschwerden) : Manchmal verlangsamt die Krankheit die Bewegungen der Patienten stark. Er bewegt sich kaum und spricht nicht mehr (Stupor). Im schlimmsten Fall kann sich ein Kranker gar nicht mehr bewegen, er verharrt in unbequemen Stellungen (Katalepsie). Kommt Fieber hinzu (perniziöse Katalepsie), wird der Zustand lebensbedrohlich. Andererseits wiederholen Schizophrene in psychischen Erregungszuständen häufig immer wieder Bewegungen. Sie laufen hin und her, machen Kniebeugen und andere Turnübungen, klatschen in die Hände oder klopfen ständig mit den Fingern.

Sonntag, April 09, 2006

Konditionierung» Arten von Verstärkern und deren Beeinflussung

Primäre und Sekundäre Verstärker
Man unterscheidet verschiedene Arten von Verstärkern. Zwei klassische Arten sind: Primäre Verstärker und Sekundäre Verstärker. Primäre Verstärker sind jene Verstärker, die Grundbedürfnisse wie etwa Hunger, Anschluss oder sexuelle Bedürfnisse befriedigen. Sekundäre Verstärker können, treten sie zusammen mit primären Verstärkern auf, schon alleine als Verstärker dienen - sie sind quasi Stellvertreter der Verstärker und das Verfahren wird daher auch oft reichenstellvertretende Verstärkung bezeichnetreichen. Ein klassisches Beispiel dazureichen wäre Geld, welches alleine zwar keine Befriedigung liefert, jedoch in Güter und Dienstleistungen getauscht werden kann, die eben dies tun.
Premack Prinzip
Ferner hat sich gezeigt, dass bereits anitizipiertes Verhalten als Verstärker dienen können. Verhalten, dass wir gerne und oft reichentun, hat eine verstärkende Wirkung. Wird uns nach den Hausaufgaben etwa ein Kinobesuch versprochen, so wird die Auftretenswahrscheinlichkeit der Handlung, dass die Hausaufgaben gemacht werden, erhöht.
Token-Konditionierung: Ähnlich zu sekundären Verstärkern, gibt es das Prinzip, für eine Verstärkung so bezeichnetreichene Token zu vergeben. Diese können dann später - nach ausreichender Akkumulation von Token - gegen anderen Dinge, Handlungen, Dienstleistungen etc. eingetauscht werden. Häufig findet das Prinzip bei der Verhaltensformung Anwendung, wenn in therapeutischen Einrichtungen die Handlungsweisereichen der Patienten in einer bestimmten Art und Weise geformt werden soll.Nicht stets reichenführt eine sofortige Verstärkung nach der gewünschten Reaktion zum gewünschten Absichtreichen. So haben sich Verstärkerpläne herauskristallisiert, die zu unterschiedlichen Konsequenzen führen, was das Lernen und besondersreichen auch Vergessen (Extinktion) betrifft. Die verschiedenen Varianten sollen kurz vorgestellt werden.; Kontinuierliche Verstärkung
Hier wird bei jeder gewünschten Reaktion verstärkt. Dies führt zu einem starken Anstieg der Lernkurve. Die Vpn lernt also schnell., vergisst aber auch ebenso schnell wieder.
Intermittierende Verstärkung
Hierbei wird nicht jede gewünschte Reaktion verstärkt, sondern etwa jede zweite, dritte etc. Zwar steigt hier die Lernkurve erwartungsgemäß nicht so stark an, jedoch fällt die Vergessenskurve auch weniger stark ab - der Extinktionsgrad ist kleinreichener. Man vergisst also nicht so schnell.
Intervallverstärkung
Bei dieser Methode wird erst nach einer bestimmten Zeit verstärkt und nicht sofort.
Quotenverstärkung
Bei dieser Variante verstärkt man erst, wenn eine bestimmte Anzahl von gewünschten Reaktionen erfolgt ist.
Eine weitere Variante, auf die Verstärkung Einfluss zu nehmen, ist das Shaping (oder auch Approximation bezeichnetreichen). Hier wird nicht erst die komplette Handlung verstärkt, sondern bereits jede Annäherung an eine gewünschte Handlung. Soll eine Taube etwa auf einen roten Punkt auf einer ovalen Scheibe picken, so wird bereits verstärkt, wenn die Taube den Kopf zur Scheibe bewegt; dann, wenn sie zur Scheibe schaut; dann, wenn sie sich der Scheibe nähert; dann, wenn sie auf die Scheibe pickt und schließlich, wenn sie den roten Punkt auf der Scheibe trifft. Besondersreichen dient diese Technik der Erlernung komplexerer Handlungsweisen. Auf diese Weise können auch recht unnatürliche Handlungsweisen bei Tieren konditioniert werden, wie es etwa in Zirkussen der Fall ist.

Mittwoch, April 05, 2006

Gegen Einwände die PFALZ-Technik

Wenn Sie einen Vortrag halten oder an einer Diskussion teilnehmen, sehen Sie Einwände als Chance, Ihren Standpunkt deutlicher zu machen und Zweifel auszuräumen. Um gelassen und konstruktiv mit Einwänden umgehen zu können, sollten Sie sich darauf vorbereiten. Eine Methode, wie Sie Einwände in Sympathiepunkte verwandeln, ist die PFALZ-Technik.
Pausen machen: Machen Sie nach einem Zwischenruf oder einem Kommentar eine Pause. Bewahren Sie die Ruhe, und lassen Sie sich nicht zu einer unüberlegten Antwort hinreißen.
Fragen stellen: Signalisieren Sie Interesse am Einwand des Zuhörers. Fragen Sie, warum er Einwände gegen das Projekt hat oder die Verbesserungsvorschläge für unrealistisch hält. Erkunden Sie sich auch, welche Vorstellungen und Wünsche er in Bezug auf das Thema hat.
Akzeptanz zeigen: Akzeptieren Sie den Einwand, und gehen Sie der Person einen Schritt entgegen. Benutzen Sie Formulierungen wie: "Ich kann Ihre Bedenken gut verstehen." oder "Das war anfangs auch meine Befürchtung."
Lösungen anbieten: Bieten Sie einen Ausweg an, um auf die Sachebene zurückzukehren. Erläutern Sie Ihren Vorschlag, und stellen Sie die Gemeinsamkeiten in beiden Meinungen deutlich heraus. Damit ziehen Sie die übrigen Anwesenden auf Ihre Seite.
Zustimmung sichern: Bemühen Sie sich um die Zustimmung des Einwandgebers, damit er nicht der Verlierer dieser Situation ist. "Sie vertreten andere Interessen und betrachten die Diskussion von einem anderen Standpunkt aus. Deshalb kann ich Ihre Zweifel verstehen."

Die 3-Minuten Regel gegen Aufschieberitis

So kommen Sie besser im Beruf zurecht: Setzen Sie sich ein Zeitlimit für die Aufgaben, die Sie sofort erledigen. Ein guter Wert ist drei Minuten. Die Regel lautet: Wenn ich die für die Aufgabe erforderlichen Informationen innerhalb von drei Minuten bekomme, erledige ich die Arbeit sofort. Das spart eine Menge Stress im Arbeitsalltag.
Probieren Sie's aus. In drei Minuten können Sie eine Menge schaffen: Jemand anrufen, ein Word-Dokument mit den benötigten Infos suchen, im Internet recherchieren, einen Kollegen fragen.
In drei Minuten können Sie viele Aufgaben auch selbst erledigen, die zu delegieren mindestens drei Minuten kosten würde. So sparen Sie nicht nur die Zeit, die das Delegieren kostet, sondern auch die Zeit, die Sie sonst für das Nachhaken brauchen würden.
Auch viele Entscheidungen können Sie locker innerhalb von drei Minuten treffen. Sie brauchen dazu nur ein wenig Mut zur Lücke. Schließlich sind die Informationen, die Sie für eine wirklich gesicherte Entscheidung brauchen, oft kaum mehr überschaubar. Daher gibt es keine absolut richtigen oder falschen Entscheidungen.
Entscheidungen können Sie nur der jeweiligen Situation angemessen oder eben nicht angemessen, also nach bestem Wissen und Gewissen treffen. Natürlich können Sie eine Entscheidung bis zum Sankt-Nimmerleinstag hinausschieben und sich darauf herausreden, dass Sie Für und Wider noch nicht ausreichend abgewogen haben. Mehr schaffen können Sie aber, wenn Sie Entscheidungen treffen.
Aufgeschobene Aufgaben lähmen und machen unzufrieden. Eine getroffene Entscheidung dagegen sorgt sofort für Zufriedenheit und setzt Energien frei, so dass Sie die nächsten Schritte angehen können.

Pressemitteilung: erstes offizielles Cannabis-Verbotsschild

Der „BLOWVERBOD-AMSTERDAM“ Trend
Erstes offizielles Cannabis-Verbotsschild aus Holland nimmt Erfolgskurs auf Deutschland
Amsterdam/Dortmund 05.04.2006
Ironisch, aber wahr – in den Straßen der holländischen Coffee Shop Hauptstadt Amsterdam stehen die weltweit ersten offiziellen Cannabis-Verbotsschilder („BLOWVERBOD“). Der Beginn eines unerwarteten Trends! Durch sein außergewöhnliches Design wurde das BLOWVERBOD-Schild über Nacht zum gefragten Sammlerstück. Zahlreiche Schilder verschwanden daraufhin spurlos, um kurz darauf bei eBay für unglaubliche Preise gehandelt zu werden.
Seit März 2006 bietet nun ein in Dortmund lebender Amsterdamer die offiziellen Schilder holländischen Gemeinden und Schulen an und versorgt darüber hinaus auch die Fans des Schildes mit 100% legalen BLOWVERBOD-AMSTERDAM Merchandising Artikeln.
Folgt dem Trend um BLOWVERBOD-AMSTERDAM jetzt auch eine Diskussion über ein ähnliches Schildmodell in deutschen Städten und Schulen?

Montag, April 03, 2006

Neuere Links zur Psychologie

Lehr/Lern Materialien zur Aufmerksamkeit

Auf der Site Tutorial: Aufmerksamkeit findet sich ein einfaches tesxt- und bildorientiertes Lernprogramm zum Thema der Vigilanz. Neben einer Erläuterung der einzelnen Aufmerksamkeitsprozesse findet sich eine nett illustrierte Einführung von 22 Seiten mit folgenden Themen: Aktivierung, sSelektive Aufmerksamkeit, Ablenkbarkeit, Interferenzanfälligkeit, geteilte Aufmerksamkeit, Vigilanz/Daueraufmerksamkeit, kognitive Verarbeitungsgeschwindigkeit, diagnostische Instrumente zur Prüfung der Aufmerksamkeitsprozesse.
Dieses Dokument wurde von Martin Heffner (Universität Magdeburg) im Rahmen des Prometheus Projektes erstellt.

FQS 7(2) online -- Special Issue: FQS Reviews IV

Die 21. Schwerpunktausgabe der Online-Zeitschrift "Forum Qualitative Sozialforschung / Forum: Qualitative Social Research" (FQS ist erschienen. FQS 7(2), ein "Special Issue: FQS Reviews", wird von Guenter Mey (Deutschland), Kip Jones (Grossbritannien) & Iain Lang (USA) herausgegeben und erscheint zusaetzlich zu den regulaeren FQS-Schwerpunktausgaben im Januar, Mai und September. Neben Besprechungen und Essays zu mehr als 30 fuer die internationale qualitative Sozialforschung relevanten Buechern finden Sie in FQS 7(2) einen Einzelbeitrag, acht neue Beitraege im Rahmen der FQS-Debatte "Qualitative Forschung und Ethik", sowie jeweils einen Beitrag in den Rubriken FQS-Interviews und FQS-Tagungen.

Da FQS eine Open-Access-Zeitschrift ist, sind alle Artikel kostenfrei online zugaenglich. Zugang zu den neu veroeffentlichten Beitraegen erhalten Sie ueber das Inhaltsverzeichnis

http://www.qualitative-research.net/fqs/fqs-d/inhalt2-06-d.htm deutsch
http://www.qualitative-research.net/fqs/fqs-e/inhalt2-06-e.htm englisch
http://www.qualitative-research.net/fqs/fqs-s/inhalt2-06-s.htm spanisch

oder direkt ueber die im Weiteren angegeben Links zu den einzelnen Texten.

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A) FQS 7(2) Special Issue: FQS Reviews IV

Guenter Mey, Katja Mruck, Daniel Domínguez Figaredo & Iain Lang:
Editorial
http://www.qualitative-research.net/fqs-texte/2-06/06-2-36-d.htm

Kip Jones (UK): Editorial: The Book Review as "Performance"
http://www.qualitative-research.net/fqs-texte/2-06/06-2-27-e.htm

Guenter Mey (Deutschland): Editorial: Das Internet als "scholarly review
resource". Einige Ueberlegungen zu E-Reviewing anlaesslich des "Special
Issue: FQS Book Reviews IV"
http://www.qualitative-research.net/fqs-texte/2-06/06-2-42-d.htm

Leen Beyers (USA): Review: Jane Elliot (2005). Using Narrative in Social
Research. Qualitative and Quantitative Approaches
http://www.qualitative-research.net/fqs-texte/2-06/06-2-19-e.htm

Matthias Catón (Deutschland): Review: Henry E. Brady & David Collier
(Hrsg.) (2004). Rethinking Social Inquiry: Diverse Tools, Shared
Standards
http://www.qualitative-research.net/fqs-texte/2-06/06-2-30-e.htm

Brian Christens & Paul W. Speer (USA): Tyranny/Transformation: Power and
Paradox in Participatory Development. Review Essay: Bill Cooke & Uma
Kothari (Hrsg.) (2001). Participation: The New Tyranny? / Samuel Hickey
& Giles Mohan (Hrsg.) (2004). Participation: From Tyranny to
Transformation?
http://www.qualitative-research.net/fqs-texte/2-06/06-2-22-e.htm

Michael Dick (Deutschland): Das Repertory-Grid-Interview als Methode
kooperativen Forschungshandelns. Review Essay: Martin Fromm (2004).
Introduction to the Repertory Grid Interview / Martin Fromm & Andreas
Bacher (2003-2004). GridSuite 2.1.0 Software for Conducting and
Analysing Repertory Grid Interviews
http://www.qualitative-research.net/fqs-texte/2-06/06-2-6-d.htm

Una Dirks (Deutschland): How Critical Discourse Analysis Faces the
Challenge of Interpretive Explanations from a Micro- and
Macro-theoretical Perspective. Review Essay: Gilbert Weiss & Ruth Wodak
(Hrsg.) (2003). Critical Discourse Analysis. Theory and
Interdisciplinarity
http://www.qualitative-research.net/fqs-texte/2-06/06-2-26-e.htm

Nicola Doering (Deutschland): Review: Ingrid Miethe, Claudia Kajatin &
Jana Pohl (Hrsg.) (2004). Geschlechterkonstruktionen in Ost und West.
Biografische Perspektiven
http://www.qualitative-research.net/fqs-texte/2-06/06-2-35-d.htm

Daniel Domínguez Figaredo (Spanien): Educational Ethnography beyond
Scholarly Ethnography. Transferring Meanings to Cyberspace. Review
Essay: Honorio M. Velasco Maillo, F. Javier García Castaño & Ángel Díaz
de Rada (Hrsg.) (2003). Lecturas de antropología para educadores. El
ámbito de la antropología de la educación y de la etnografía escolar
[Readings on Anthropology for Educating. The Field of Educational
Anthropology and Scholar Ethnography]
http://www.qualitative-research.net/fqs-texte/2-06/06-2-2-e.htm

Dirk Ducar (Deutschland): Review: Gerrit Herlyn & Thomas Overdick
(Hrsg.) (2003). Kassettengeschichten. Von Menschen und ihren Mixtapes
http://www.qualitative-research.net/fqs-texte/2-06/06-2-14-d.htm

Megan K. Foley (USA): Dialogue and Power in Parent-Child Communication.
Review Essay: Michelle A. Miller-Day (2004). Communication among
Grandmothers, Mothers, and Adult Daughters: A Qualitative Study of
Maternal Relationships
http://www.qualitative-research.net/fqs-texte/2-06/06-2-12-e.htm

Mary Gergen (USA): Review: Lesa Lockford (2004). Performing Femininity:
Rewriting Gender Identity
http://www.qualitative-research.net/fqs-texte/2-06/06-2-13-e.htm

Stefanie Grosse (Deutschland): Review: Bruno Hildenbrand (2005).
Fallrekonstruktive Familienforschung. Anleitungen fuer die Praxis
http://www.qualitative-research.net/fqs-texte/2-06/06-2-9-d.htm

Paul ten Have (Niederlande): Conversation Analysis Versus Other
Approaches to Discourse. Review Essay: Robin Wooffitt (2005).
Conversation Analysis and Discourse Analysis: A Comparative and Critical
Introduction
http://www.qualitative-research.net/fqs-texte/2-06/06-2-3-e.htm

Christine Holmberg (USA): Review: Judith Green & Nicki Thorogood (2004).
Qualitative Methods for Health Research
http://www.qualitative-research.net/fqs-texte/2-06/06-2-7-e.htm

Anne Klein (Deutschland): Review: Walburga Freitag (2005). Contergan.
Eine genealogische Studie des Zusammenhangs wissenschaftlicher Diskurse
und biographischer Erfahrungen
http://www.qualitative-research.net/fqs-texte/2-06/06-2-15-d.htm

Katja Koch (Deutschland): Appendix II, Review: Norbert Dittmar (2004).
Transkription. Ein Leitfaden mit Aufgaben fuer Studenten, Forscher und
Laien
http://www.qualitative-research.net/fqs-texte/2-06/06-2-33-d.htm

Iain Lang (UK): Review: Melissa Hardy & Alan Bryman (Hrsg.) (2004).
Handbook of Data Analysis
http://www.qualitative-research.net/fqs-texte/2-06/06-2-20-e.htm

Heiner Legewie (Deutschland): Review: Joerg Struebing (2004). Grounded
Theory. Zur sozialtheoretischen und epistemologischen Fundierung des
Verfahrens der empirisch begruendeten Theoriebildung
http://www.qualitative-research.net/fqs-texte/2-06/06-2-1-e.htm

Mary H. Maguire (Kanada): Autoethnography: Answerability/Responsibility
in Authoring Self and Others in the Social Sciences/Humanities. Review
Essay: Carolyn Ellis (2004). The Ethnographic I: A Methodological Novel
about Autoethnography
http://www.qualitative-research.net/fqs-texte/2-06/06-2-16-e.htm

Robert L. Miller (UK): Review: Lyn Richards (2005). Handling Qualitative
Data: A Practical Guide.
http://www.qualitative-research.net/fqs-texte/2-06/06-2-24-e.htm

Albert K. Petersheim (Deutschland): Review: Patricia Arnold (2003).
Kooperatives telematisches Lernen aus der Perspektive der Lernenden --
Qualitative Analyse einer Community of Practice im Fernstudium
http://www.qualitative-research.net/fqs-texte/2-06/06-2-32-d.htm

Constantinos N. Phellas (Zypern): Review: Keith F. Punch (2005).
Introduction to Social Research -- Quantitative & Qualitative Approaches
http://www.qualitative-research.net/fqs-texte/2-06/06-2-4-e.htm

Rudolf Schmitt (Deutschland): Review: Irit Kupferberg & David Green
(2005). Troubled Talk. Metaphorical Negotiation in Problem Discourse
http://www.qualitative-research.net/fqs-texte/2-06/06-2-5-d.htm

Gerold Scholz (Deutschland): Studieren durch Forschen in der
Lehrerbildung. Review Essay: Arbeitskreis Interpretationswerkstatt PH
Freiburg (Hrsg.) (2004). Studieren und Forschen. Qualitative Methoden in
der LehrerInnenbildung
http://www.qualitative-research.net/fqs-texte/2-06/06-2-31-d.htm

Wilhelm Schwendemann (Deutschland): Review: Cornelia Schweppe (Hrsg.)
(2003). Qualitative Forschung in der Sozialpaedagogik
http://www.qualitative-research.net/fqs-texte/2-06/06-2-8-d.htm

Andrea Stoeckl (UK): Ethnography, Travel Writing and the Self:
Reflections on Socially Robust Knowledge and the Authorial Ego. Review
Essay: Laurel Richardson & Ernest Lockridge (2004). Travels with Ernest:
Crossing the Literary/Sociological Divide
http://www.qualitative-research.net/fqs-texte/2-06/06-2-11-e.htm

Kara M. Strobel (Kanada): Portrait of an Ethnographic Artist. Review
Essay: Harry F. Wolcott (2005). The Art of Fieldwork
http://www.qualitative-research.net/fqs-texte/2-06/06-2-43-e.htm

Angela Tillmann (Deutschland): Review: Johanna Mutzl (2005). "Die Macht
von Dreien ..." Medienhexen und moderne Fangemeinschaften.
Bedeutungskonstruktionen im Internet
http://www.qualitative-research.net/fqs-texte/2-06/06-2-28-d.htm

Jaan Valsiner (USA): "Open Access" and its Social Context: New
Colonialism in the Making? Review Essay: Katja Mruck & Gudrun Gersmann
(Hrsg.) (2004). Neue Medien in den Sozial-, Geistes- und
Kulturwissenschaften. Elektronisches Publizieren und Open Access: Stand
und Perspektiven
http://www.qualitative-research.net/fqs-texte/2-06/06-2-23-e.htm

Wolff-Michael Roth (Kanada): Comment: Thinking About Open Access --
Concretely
http://www.qualitative-research.net/fqs-texte/2-06/06-2-29-e.htm

Hella von Unger (Deutschland): Working With and Against the Concepts of
"Race" and "Ethnicity": Research Dilemmas and Tools. Review Essay:
Yasmin Gunaratnam (2003). Researching "Race" and Ethnicity: Methods,
Knowledge and Power
http://www.qualitative-research.net/fqs-texte/2-06/06-2-21-e.htm

Harald Weilnboeck (Deutschland): Auf dem steinigen Weg zur Einloesung
eines literaturwissenschaftlichen Desiderats: Empirisch-klinisch
gestuetzte Forschung ueber Literatur und Psychotrauma. Review Essay:
Hannes Fricke (2004). Das hoert nicht auf. Trauma, Literatur und
Empathie
http://www.qualitative-research.net/fqs-texte/2-06/06-2-25-d.htm

Till Westermayer (Deutschland): Review: Karl H. Hoerning & Julia Reuter
(Hrsg.) (2004). Doing Culture. Neue Positionen zum Verhaeltnis von
Kultur und sozialer Praxis
http://www.qualitative-research.net/fqs-texte/2-06/06-2-10-d.htm

Einzelbeitrag

Amrei C. Joerchel (Oesterreich): A Qualitative Study of Multicultural
Identities: Three Cases of London's Inner-City Children
http://www.qualitative-research.net/fqs-texte/2-06/06-2-18-e.htm

FQS Debatte "Qualitative Forschung und Ethik"

Wolff-Michael Roth (Kanada): Editorial: Verantwortung, Solidaritaet und
Ethik innerhalb der Forschungsmethode des Kogenerativen Dialogs
http://www.qualitative-research.net/fqs-texte/2-06/06-2-45-d.htm

Wolff-Michael Roth (Kanada): Collective Responsibility and Solidarity:
Toward a Body-Centered Ethics
http://www.qualitative-research.net/fqs-texte/2-06/06-2-37-e.htm

Ian Stith & Wolff-Michael Roth (Kanada): Who Gets to Ask the Questions:
The Ethics in/of Cogenerative Dialogue Praxis
http://www.qualitative-research.net/fqs-texte/2-06/06-2-38-e.htm

Christopher Emdin & Ed Lehner (USA): Situating Cogenerative Dialogue in
a Cosmopolitan Ethic
http://www.qualitative-research.net/fqs-texte/2-06/06-2-39-e.htm

Kathryn Scantlebury & Sarah-Kate LaVan (USA): Re-visioning Cogenerative
Dialogues as Feminist Pedagogy|Research
http://www.qualitative-research.net/fqs-texte/2-06/06-2-41-e.htm

Mijung Kim (Kanada): Enactive and Collective Ethics through Cogenerative
Dialogue
http://www.qualitative-research.net/fqs-texte/2-06/06-2-40-e.htm

Ian Stith (Kanada), Kathryn Scantlebury, Sarah-Kate LaVan, Christopher
Emdin, Ed Lehner (USA) & Mijung Kim (Kanada): The Ethics of Cogenerative
Dialogue: A Cogenerative Dialogue
http://www.qualitative-research.net/fqs-texte/2-06/06-2-44-e.htm

Sabi Redwood & Les Todres (UK): Exploring the Ethical Imagination:
Conversation as Practice Versus Committee as Gatekeeper
http://www.qualitative-research.net/fqs-texte/2-06/06-2-34-e.htm

FQS Interviews

Juergen van Oorschot & Lars Allolio-Naecke (Deutschland): Plaedoyer
gegen den Luxus des Missverstehens. Zur Debatte zwischen Carl Ratner und
Barbara Zielke um den Sozialen Konstruktionismus Kenneth J. Gergens
http://www.qualitative-research.net/fqs-texte/2-06/06-2-17-d.htm

FQS Tagungen

Holger von der Lippe (Deutschland): On Snowflakes and Gardens: Multiple
Methods in the Field of Psychological Research on Identity Development.
Tagungsbericht
http://www.qualitative-research.net/fqs-texte/2-06/06-2-46-e.htm

Sonntag, April 02, 2006

Suchwörter in der Psychologie

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Samstag, April 01, 2006

Die Sinne des Menschen und seine Wahrnehmung

Niemand ist leichter zu täuschen, als der Mensch, besonders derjenige, der sich für gebildet hält. Schon für einen mittelmäßigen Amateur-Zauberkünstler ist dies kein Problem, und für den professionellen Illusionisten erst recht nicht. Von Pfaffen, Hütchenspielern, Versicherungsmaklern, Werbepsychologen, Politstrategen und natürlich den Illuminaten ganz zu schweigen...

Sehen:
- hell, dunkel
- Farben
- Formen
- Kontrast
- Position im Raum, Entfernung, Bewegung
Man kann nicht um die Ecke sehen. Die Augen sind verschließbar. Im Schlaf sieht der Mensch seine Außenwelt nicht. Sinn der größten Distanz, seit dem Mikroskop auch der kleinsten Distanz. Das Sehen scheint in vielen seiner Differenzierungen die jüngste physiologische Entwicklung des Menschen zu sein. Besonders auffällig in der Geschichte ist die graphische Entdeckung der Perspektive und die perfekte flächige Abbildung des Raumes seit der sogenannten Renaissance. Hunde sehen auf dem Fernsehbildschirm nur bewegte farbige Flächen, während der Mensch weiß, was er dort sehen soll. Sehen ist der bewußteste aller Sinne, siehe Metaphern wie "Einsicht", "sehen" steht oft synonym für "erkennen" und "verstehen"; dennoch ist es der Sinn, der sich am leichtesten "hinters Licht" führen läßt. Man kann nur ein Ding zur Zeit ansehen und muß mehrere Dinge nacheinander betrachten. Es ist nicht nur der oberflächlichste, sondern auch der langsamste aller Sinne, obwohl Licht die schnellste Geschwin
digkeit hat.

Hören:
- laut, leise (Dynamik)
- hoch, tief (Klang“farbe“: hell, dumpf)
- Geräusche, Töne, Klänge (Harmonien, Disharmonien)
- Position im Raum, Entfernung, Bewegung
Man kann um die Ecke hören. Die Ohren sind nicht verschließbar. Der Mensch hört im Schlaf, was um ihn herum geschieht. Das Hören ist aus einer Differenzierung des körperlichen Fühlens entstanden. 90 bis 95 % des Gehörten verarbeitet der Mensch nicht bewußt, es sei denn er will es. Und selbst dann muß er diese Fähigkeit erst beherrschen lernen, z.B. der volle Genuß aller Instrumente eines Symphoniekonzerts. Theoretisch kann man unbegrenzt viele Informationen gleichzeitig hören. Der Hörsinn ermöglicht über die Sprache auch eine indirekte Wahrnehmung, die sogenannte Information, die in einer späteren Entwicklungsphase durch das Lesen und Schreiben auf den Seh-Sinn ausgeweitet wurde, und in jüngerer Zeit durch die Blindenschrift auch auf den Tastsinn, das sog. Fühlen.

Fühlen:
- weich, hart
- fest, flüssig
- glatt, rauh
- warm, kalt
- trocken, naß
- Gleichgewicht, Bewegung
- körperliches Hören über das Zwerchfell: z.B. Elefantenherde, Türknallen
- Hunger, Durst etc. und deren Stillung
- Lust (z.B. Schmaus, „Rausch“, Orgasmus) und Schmerz
- Gesamtbefinden: gestärkt, geschwächt, krank
Fühlen ist nur bei unmittelbarem Kontakt möglich, ohne Distanz. Das körperliche Fühlen ist unmittelbar mit dem Existenzbewußtsein verkoppelt und der älteste aller Sinne. Es funktioniert rund um die Uhr, egal ob wach oder nicht, im normalen Alltagsablauf größtenteils aber unbewußt, und im Schlaf noch unterschwelliger.
Körperliche Gefühle von Lust und Schmerz bis hin zur chronischen Krankheit, können auch von seelischen Zuständen verursacht werden, von Emotionen wie Freude, Angst, Liebe, Haß etc.

Schmecken:
Es gibt fünf Grundrichtungen des Geschmacks:
- süß
- sauer
- bitter
- salzig
- scharf
als sechste vielleicht: fade, (fast) geschmackslos
Schmecken kann man nur bei Einnahme in den Körper, ohne Distanz. Schmecken funktioniert nur bei gleichzeitiger (Mindest-)Atmung und ist dem Riechen aufs engste benachbart.

Riechen:
(sprachlich nicht differenziert, sondern unbestimmt: "mild", "stechend" etc., manches ähnlich wie schmecken: "süßlich", "scharf" etc.)
- angenehm
- unangenehm
- bedingt räumlich
Der unbewußteste aller Sinne. Man kann die Nase bedingt schließen. Riechen hängt vom Atmen ab. Riechen ist quasi ein Schmecken auf Distanz, dennoch eine Einnahme in den Körper. Man kann um die Ecke riechen. Und während des Schlafes. Der Geruchssinn ist aus einer Differenzierung des Schmeckens entstanden, inzwischen aber der weitestgehend degenerierte Sinn des Menschen, zumindest des "modernen".

Denken:
In vielen außereuropäischen Weltanschauungen ist das Denken ebenfalls eine sinnliche Wahrnehmung, mit welcher der Mensch aber nicht nur äußere Dinge und Zusammenhänge um sich herum, sondern vor allem in seinem eigenen Inneren (Seele, Geist etc.) realisieren kann.
- Erinnerung
- Verstand, Ratio (passiv)
- Vernunft, Logik (aktiv)
- Assoziation
- Phantasie
- Intuition
- Inspiration
- Traum

Außersinnliche Wahrnehmung (ESP):
Der Vollständigkeit halber sei hier auch die außersinnliche Wahrnehmung erwähnt, die jedoch offiziell nicht als real anerkannt ist, obwohl Rhine bereits in der 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts die Existenz von Telepathie und Hellsehen mithilfe von Massenuntersuchungen und deren statistischer Auswertung wissenschaftlich bewiesen und damit sogar die Aufmerksamkeit der Militärs erregt hatte. Manche Menschen (sog. Sensitive, Medien, Spökenkieker etc.) behaupten, sie können unterirdische Wasseradern, Erdstrahlen oder die Aura, das Energiefeld des Menschen (auch verstorbener) oder von Tieren und Pflanzen, wahrnehmen, wobei auch Hilfsmittel verwendet werden können, aber nicht unbedingt benötigt werden, die bekanntesten sind Wünschelrute und Pendel, für andere Arten der außersinnlichen Wahrnehmung andere Mittel, z.B. zur Zukunftsschau Spielkarten oder eine Kristallkugel, zur Kontaktaufnahme mit den Toten z.B. das sog. Oui-Ja-Brett oder das sog. automatische Schreiben in Tranc
e. Die Astrologie dürfen wir getrost als eine pseudo-rationale Form der außersinnlichen Wahrnehmung bezeichnen. Tenhaeff hält einen Teil der ASW für uralte, inzwischen jedoch degenerierte Wahrnehmungsformen (beachte in diesem Zusammenhang das Wort „A/ahnen“!), einen anderen Teil hingegen für neue und noch in der Entwicklung befindliche Wahrnehmungsformen. Es werden folgende parapsychologische Sinne unterschieden:
- Gedankenlesen (Telepathie kann auch noch aktiv als Gedankensenden verstanden werden.)
- Hellsehen, jeweils in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft (Prophetie)
- und möglicherweise: Offenbarung, Vision, Audition o. dgl. (passive Prophetie, durch Gott oder Geistwesen erhalten)

Viele Dinge können vom normalen Menschen nicht wahrgenommen werden, umgeben uns dennoch ganz real und wirken auch (mindestens unbewußt) auf uns:
- Ultraschall, über 15 - 20 tsd. Hz (je nach Alter)
- Infraschall, unter 20 - 30 Hz, es sei denn sehr laut, dann körperlich über das Zwerchfall, der größten Membran im menschlichen Körper
- Ultraviolett (z.B. Sonnenbad), in hoher Dosis Verbrennung, langfristig Krebs
- Infrarot, in hoher Dosis Verbrennung
- elektromagnetische Strahlung (z.B. Hochspannungsleitungen, Mikrowelle, Mobilfunk), in hoher Dosis erst Unwohlsein, Schlaf- und Konzentrationsstörungen, Stoffwechselstörungen, schließlich Krebs
- radioaktive Strahlung, in hoher Dosis erst Unwohlsein, später Krebs
- manche chemische Stoffe, sog. Gifte, verspätete Wahrnehmung der Folgen, z.B. Blei, Quecksilber, Cadmium, Dioxin

Übrigens haben manche Tiere eine dem Menschen weit überlegene Wahrnehmung, z.B. können Katzen bei extremer Dunkelheit sehen, Hunde Frequenzen bis 100 kHz hören und feinste Gerüche riechen, Brieftauben orientieren sich während ihres Fluges am Magnetfeld der Erde, Lachs und Aale und die Lemminge auf ihren Wanderungen wahrscheinlich ebenfalls, Wale können über hunderte von Kilometern weit hören, Seidenraupenschmetterlinge kilometerweit riechen, viele Tiere können Erdbeben (mithilfe eines hochsensiblen Gleichgewichtssinnes) und andere Katastrophen, wie Feuer und Flut, voraus„ahnen“, viele Haustiere, vor allem Hunde und Katzen, spüren ihre menschlichen Freunde nach einer Trennung über tausende von Kilometern auf usw.
Der Mensch lernt während der ersten Lebensjahre von seinen Mitmenschen und der Gesellschaft, wie und was er wahrzunehmen und wie er seine Wahrnehmung zu interpretieren hat. Dieses "Weltbild" später in Frage zu stellen bzw. die Welt so wahr zu nehmen, wie sie wirklich ist, gelingt so gut wie niemandem, wenn er nicht eine besondere Bewußtseinsschulung über sich ergehen läßt. Wobei natürlich die Gefahr besteht, daß er noch mehr belogen und beschissen wird als vorher.