Geschichte eines Pfefferkuchenmannes

 

Es war einmal ein Pfefferkuchenmann
von Wuchs groß und prächtig.
Und was seinen inneren Wert betraf,
so sagte der Bäcker: "Prächtig !"

Auf dieses glänzende Zeugnis hin
erstand ihn Onkel Heller.
Der Onkel legt ihm seinen Patenkind,
dem Fritz, auf den Weihnachtsteller.

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Kaum war mit dem Pfefferkuchenmann
der Fritz ins Gespräch gekommen,
da hatte er schon - aus Höflichkeit -
die Mütze ihm abgenommen.
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Als schlafen ging der Pfefferkuchenmann,
da bog er sich krumm vor Schmerze,
an der linken Seite fehlte fast ganz,
sein großes Rosinenherze.
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Als Fritz tags darauf den Pfefferkuchenmann
besuchte ganz früh und alleine,
da fehlten, o Schreck, dem armen Kerl
die Arme schon und beide Beine.
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Von nun an nahm der Pfefferkuchenmann
ein reißendes, schreckliches Ende.
Das letzte Stückchen kam schließlich durch Tausch
in Schwester Gretchens Hände.
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Die kochte als sorgliche Hausfrau d'raus
für ihre hungrige Puppe
auf ihrem Spiritusherd
eine kräftige, leckere Suppe.

So ging es dem Pfefferkuchenmann
doch wollen wir darum nicht weinen.
Es kommt ja wieder Weihnachtszeit heran,
dann kriegen wir leicht noch einen !

     

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