| Früh von der Heimat mußt
ich wandern, Vom Elterhause lieb und traut, Mich trieb's von einem Ort zum andern, Ich hörte fremder Sprache Laut. Doch in des Lebens regem Treiben, Das seine Fesseln um mich schlang, |: Wird mir von allem theuer bleiben Das Lied das meine Mutter sang. :| Wenn ich als Kind des Spielens müde, Mich wandte nach der Mutter Schooß, Und ich beruhigt von dem Liede, Nun sorglos meine Augen schloß, Dann fühlt' ich wie die schlichte Weise Mir mächtig tief ins Herze drang! |: So wirkt kein Lied, ob laut, ob leise, Wie's Lied, das meine Mutter sang. :| Lausch ich seither im Geist dem Liede, Löst es mir jede herbe Pein, Und stille Wehmut, tiefer Friede Zieht dann in meine Seele ein. Wie oft, wenn ich in trüben Stunden, Gekämpft mit Sorgen schwer und bang, |: Hab Trost und Ruhe ich gefunden Im Lied, das meine Mutter sang. :| So mög es ferner mich umschweben Auf meines Daseins Wanderpfad, Bis einst das mühevolle Leben Den Abschluss hier gefunden hat. Schließ dann die Augen ich, die müden, Kein Trauerchor, kein Glockenklang |: Singt mir als letztes Lied hienieden Das Lied, das meine Mutter sang. :|. |