| 1. Wir hatten gebauet Ein stattliches Haus |: Und drin auf Gott vertrauet, Trotz Wetter, Sturm und Graus. :| 2. Wir lebten, so traulich, So innig, so frei, |: Den Schlechten ward es graulich, Wir lebten gar zu treu! :| 3. Sie lugten, sie suchten Nach Trug und Verrat, |: Verleumdeten, verfluchten, Die junge grüne Saat! :| 4. Was Gott in uns legte, Die Welt hat's veracht't, |: Die Einigkeit erregte Bei Guten selbst Verdacht! :| 5. Man schalt es Verbrechen, Man täuschte sich sehr; |: Die Form kann man zerbrechen, Die Liebe nimmermehr. :| 6. Die Form ist zerbrochen, Von außen herein, |: Doch, was man drin gerochen, War eitel Trug und Schein. :| 7. Das Band ist zerschnitten, War Schwarz, Rot und Gold, |: Und Gott hat es gelitten, Wer weiß was er gewollt! :| 8. Das Haus mag zerfallen - Was hat's dann für Not? |: Der Geist lebt in uns allen, Und unsre Burg ist Gott! :| |